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5G und die Perspektiven für die Energiewirtschaft

Glasfasertechnik auf der Anga Com in Köln am 01.06.2017.

Ziel der Fokusgruppe 5G des Digitalgipfels ist es, für das Thema 5G zu sensibilisieren und Deutschland bei dieser zentralen Entwicklung als Vorreiter zu positionieren. Dafür organisiert die Fokusgruppe zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Dialogforen, um Potenziale, Bedarfe, Chancen und Herausforderungen hinsichtlich der 5G-Technologie auszuloten. In diesem Kontext trafen sich rund 50 Vertreter aus Verwaltung, Industrie, Netzbetrieb, Forschung, Anwendung und Verbänden am 21. November 2017 im BMVI, um die Perspektiven von 5G für die Energiewirtschaft anhand von Impulsvorträgen, Diskussionen und Workshops zu erörtern.

Christoph Kreuer vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und Olaf Reus (Mitglied der Geschäftsleitung Ericsson Deutschland GmbH und Leiter der Fokusgruppe 5G) setzten den thematischen Rahmen, bevor die Netzbetreiber Bayernwerk AG und innogy SE eindrucksvoll ihre Anwendungsszenarien vorstellten. Im Bereich der Verteilnetze ist die gegenseitige Abhängigkeit von Energie- und Telekommunikationsversorgung von großer Bedeutung. Sie erfordert auf beiden Seiten korrespondierende Hierarchien von Grundbedarfen, Reserven und Skalierbarkeit, aber auch eine wirksame Abschottung gegen unerwünschte Einwirkung und unautorisierte Regelung. Einerseits sind für zukünftige Anwendungen wie Smart Metering große Mengen von preiswerten Sensoren mit hoher Lebensdauer erforderlich, die allerdings nicht mit der geringstmöglichen Latenz arbeiten müssen. Andererseits gibt es vergleichsweise wenig übergeordnete Steuereinheiten, die aber komplexe Kommunikation in höchster Geschwindigkeit, idealerweise in Echtzeit beherrschen. Daher werden unterschiedliche Nutzergruppen zugleich unterschiedliche Aspekte von 5G priorisieren.

Stefanie Meyenborg (Bundesnetzagentur) informierte über Regulierungsmechanismen und -folgen, während Dr. Heiko Lehmann (R&I Direktor „Energy“ T-Labs, Deutsche Telekom AG) die Dynamik der Anforderungen an 5G aus Endverbrauchersicht beleuchtete. Ulrich Rehfueß (Head of Spectrum Policy, Nokia Networks, Leiter der Projektgruppe technische und regulatorische Anforderungen) gab in seinem Vortrag einen Überblick zum Stand von Regulierungen und Markteintritten hinsichtlich der globalen 5G-Frequenzordnungen.

Im anschließenden Plenum standen die Statements der Redner zur Diskussion. Außerdem erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, in mehreren Gruppen gemeinsam verschiedene Fragestellungen im Themenspektrum „Digitalisierung der Energiewirtschaft und 5G“ zu bearbeiten. Im Zentrum standen die Fragen:

  • Welche Bereiche von 5G wird die Energiebranche vorrangig nutzen?
  • Welche Hemmnisse und Herausforderungen bestehen?
  • Wie sind diese zu lösen?

Als Ergebnis der Veranstaltung ist festzuhalten, dass die Energiewirtschaft 5G an verschiedenen Stellen stärker auf Nutzungsoptionen prüft. Für eine erfolgreiche Energiewende wird 5G benötigt, aber umgekehrt ist auch 5G auf unterstützende und gewährleistende Vorkehrungen, beispielsweise eine ausreichende Versorgungsgarantie seitens der Energiewirtschaft, angewiesen.


Fotocredit: BBB / Hannes Schmidt.



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