Der Trend geht zu Cloudanwendungen

Bei der Modernisierung von Produktions-, Kommunikations- und Verwaltungsprozessen spielen vor allem Cloud-Lösungen eine immer größere Rolle.
Cloud Computing meint die Bereitstellung von unter anderem Speicherplatz, Rechenleistung oder auch Softwareanwendungen über das Internet. Das heißt, Software oder Hardware befinden sich nicht vor Ort, sondern sie sind ausgelagert in die sogenannte „Cloud“, auf die über das Internet zugegriffen werden kann. Statt eines Serverraums im Unternehmen, statt einer platzraubenden und gegebenenfalls komplizierten Installation von Software auf dem eigenen Rechner oder statt des Kaufs neuer Festplatten für die Speicherung großer Datenmengen werden zunehmend cloud-basierte Dienste genutzt. Damit verringern sich Wartungs- und Verwaltungsaufwand. Da die Cloud theoretisch unendlich groß ist, herrscht nie Platzmangel.
Cloud-Lösungen verändern bereits seit einigen Jahren den privaten Umgang mit Daten und Diensten – man denke nur an Musikstreaming oder Smartphone-Anwendungen. Vor allem aber verändert Cloud-Computing die Arbeitswelt.

Die Cloud ermöglicht ortsunabhängiges Arbeiten. Benötigt wird lediglich ein Endgerät mit Internetzugang. Um Cloud-Anwendungen adäquat nutzen zu können, ist eine funktionierende digitale Infrastruktur, die ausreichend Kapazitäten für Up- und Downloads gewährleistet, entscheidend. Mit unserer Kampagne Breitband@Mittelstand sind wir daher seit Februar „Unterwegs für Deutschlands digitale Zukunft“, um vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sowie die Kommunen und Landkreise, in denen diese angesiedelt sind, über Fördermöglichkeiten für den Ausbau solcher Infrastrukturen zu informieren, zu beraten und zu unterstützen. Bei unserem Stopp letzten Donnerstag in Großbeeren auf dem Colloquium Industrielle IT trafen wir neben zahlreichen anderen Digitalisierungspionieren auch Vertreter der th data GmbH, ein Unternehmen, das individuelle Softwarelösungen entwickelt und dabei in den vergangenen Jahren verstärkt auf „Cloud Computing“ setzt.
Wir befragten Geschäftsführer Stefan Zeeb zu seiner Sicht auf Digitalisierungstrends.


Breitbandbüro des Bundes: Herr Zeeb, Sie entwickeln individuelle web- oder clientbasierte Softwarelösungen. Ihre Kunden sind Produktions- und Handelsunternehmen, Unternehmensberatungen und Verbandsorganisationen. Sehen Sie beim Thema „Digitalisierung“ Gemeinsamkeiten, die alle Ihre Kunden in ihren Zukunftswünschen eint?

Stefan Zeeb: Ja, alle Unternehmen eint, dass sie ihre Geschäftsprozesse effizient gestalten wollen. Dazu ist heute eine Strategie zur Digitalisierung notwendig. Das muss Chefsache sein. Unsere Kunden haben die Wichtigkeit erkannt und treiben die Digitalisierung mit unserer Hilfe konsequent voran.

BBB: Wenn Sie auf Ihre abgeschlossene Projekte für Ihre Kunden zurückblicken: Bei welchem Projekt/Beispiel konnte der Kunde von der Digitalisierung besonders profitieren?

SZ: Wir haben viele Kunden aus der produzierenden Industrie. Durch unsere Lösungen werden die Prozesse in der Fertigung transparent. Der Fertigungsablauf wird flexibler, weil der Belegungsplan jederzeit aktualisiert werden kann und die Mitarbeiter direkt erfahren, was sie wann zu tun haben. Damit haben wir für unsere Kunden erhebliche Einsparungspotenziale realisiert.

BBB: Welche Entwicklungen und Trends sehen Sie als Dienstleister generell beim Thema „Digitalisierung“?

SZ: Wir sehen zum einen den Trend zu Cloud-Anwendungen. Ich persönlich war hier lange aus Gründen der Datensicherheit skeptisch. Es ist heute aber so, dass viele Unternehmen die Cloud bevorzugen. Ein weiterer Trend sind die immer größer werdenden Datenmengen. Auch hier spielt die Cloud eine wichtige Rolle, da dort große Datenmengen besser verarbeitet werden können als auf internen Servern.

BBB: Was bedeutet Digitalisierung bei Ihnen im eigenen Unternehmen? Wie digital ist th data selbst?

SZ: Als Softwareunternehmen ist man per se digital. Im Ernst: wir sind tatsächliche sehr digitalisiert. Es gibt bei uns keine „Papierprozesse“.

BBB: Herr Zeeb, wir danken Ihnen für das Gespräch.


Foto oben: Stefan Zeeb (Geschäftsführer von th data)
Foto unten: Imagefoto (thdata.de)
Fotocredit: th data GmbH

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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