Alles „bekane“?

Unser Informationsmobil weilt in Münster. Zeit für ein wenig Masematte – die lokale Gruppensprache, die im 19. Jahrhundert in den Elendsvierteln von Münster entstanden ist. Masematte ist seit 1870 quellenmäßig belegt, wird im Rahmen lokaler Traditionspflege immer noch gesprochen und im heutigen Wortschatz als Umgangssprache verwendet. Der Wortschatz der Masematte ist ein Rotwelsch mit starkem Anteil von Jiddisch. Auch Romani und westfälisches Wortgut finden sich hier wieder.
Noch heute setzt man sich in Münster gerne auf die „Leeze“ (das Fahrrad) – ganz gleich, ob „Seeger“ (Mann), „Schickse“ (Frau) oder „Koten“ (Kind).
An jedem zweiten Wochenende zieht es die Fans von Preußen Münster an die „Mottek Strehle“ (Hammer Straße) ins „tofele“ (alte) Preußen-Stadion – schließlich wollen die Anhänger ihre „Seegers“ „peseln“ (laufen) und „flemmen“ (Fußball spielen) sehen. Erinnert sich noch jemand, dass Preußen Münster 1951 Finalist im Spiel um die deutsche Fußballmeisterschaft und 1963 Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga war?
Münster wird häufig als lebenswerte Stadt beschrieben. Zu Recht! Das merkt man den stolzen Münsteranerinnen und Münsteranern auch an. Und wenn es dann nicht „meimelt“ (regnet), sondern „der Lorenz brennt“ (die Sonne scheint), ist alles „jovel“: Gut!

Übrigens: „Bekane“ heißt „okay“.


Fotocredit: Presseamt Münster / Tilman Roßmöller.

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