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Auch die digitale Transformation schafft die Rahmenbedingungen zur Regionalentwicklung

Im Rahmen der Kampagne Breitband@Mittelstand tourte das Informationsmobil vorherige Woche durch Mecklenburg-Vorpommern. In Grimmen sprachen wir mit der Stadträtin und Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung Heike Hübner über zukunftsfähige Regionalentwicklung durch die Digitalisierung. Die Stadt mit dem Slogan „Merkwürdig schön“ bereitet sich dabei vor allem auf neue Unternehmen und deren Bedürfnisse vor.


Breitbandbüro des Bundes: Sie sind Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Welche konkreten Berührungspunkte haben Sie in diesen Bereichen mit Digitalisierung?

Heike Hübner: Als Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung bin ich fast täglich mit Wirtschaftsunternehmen aus der Region im Gespräch und suche auch den Kontakt mit Unternehmen, die sich in der Region ansiedeln könnten. Als Verwaltung hat man nicht die Aufgabe, die Wirtschaft zu regulieren; aber man hat die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, welche die Entwicklung der Unternehmen in der Region ermöglichen und verbessern.

Digitalisierung bedeutet für mich, die Möglichkeiten für einen schnellen Datenaustausch in einer großen Bandbreite und Menge zu schaffen. Das sind Anforderungen, die zum Beispiel die Unternehmen im Gewerbegebiet „Am Stadtwald“ an mich herangetragen haben. Gemeinsam mit einem Telekommunikationsunternehmen konnte dort bereits im Frühjahr 2016 ein Glasfasernetz den Gewerbetreibenden zur Verfügung gestellt werden. Dadurch profitieren sie von einem schnellen und breitbandigen Datentransfer.

Breitbandbüro des Bundes: Wie profitiert Ihre Region von der digitalen Transformation?

Heike Hübner: Wie die Strom- und Wasserversorgung gehört für mich die digitale Transformation zu den wesentlichsten Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung einer Region. Durch die digitale Transformation kann es diesem regionalen Raum gelingen, mögliche Standortnachteile in Standortvorteile zu verwandeln. Der berühmte Spruch „Arbeiten dort, wo andere Urlaub machen“ gewinnt an Bedeutung. In der eher ländlich geprägten Region rund um Grimmen können sich neue Unternehmen ansiedeln und entwickeln  ̶  bei wesentlich geringeren Grundstückspreisen und Lebenshaltungskosten. Nicht nur Unternehmen müssen hierhergeholt werden, sondern auch Arbeitskräfte. Gerade für Familien bieten sich in Grimmen und Umgebung ideale Bedingungen. Wir sind eine Region, in der Kindertagesplätze und Schulen in den verschiedensten Formen vorhanden sind und sicher auf kurzen Wegen erreicht werden können.

Breitbandbüro des Bundes: Welche Vorteile entstehen für das Gewerbegebiet Pommerndreieck durch den Breitbandausbau?

Heike Hübner: Der Breitbandausbau ist für den Gewerbegroßstandort Pommerndreieck ein wichtiger Standortvorteil. Im Städtedreieck zwischen Stralsund – Greifswald – Grimmen gelegen, können sich hier Gewerbebetriebe mit großem Flächenbedarf und direkter Anbindung an die BAB A 20 ansiedeln. Durch den Breitbandausbau ist der digitale Datentransfer für diese Unternehmen von Beginn an möglich. Außerdem herrschen durch die vergleichsweise geringen Investitionen beim Erwerb der Immobilie ideale wirtschaftliche Voraussetzungen für eine Unternehmensansiedlung.

Breitbandbüro des Bundes: Welche zukünftigen Projekte planen Sie, die durch den Breitbandausbau realisiert werden können?

Heike Hübner: Der digitale Breitbandausbau ermöglicht es nunmehr, dass Ortsteile, die derzeitig zu den sogenannten „Weißen Flecken“ gehören, infrastrukturell aufgewertet werden und hier beispielsweise die Wohnbebauung verdichtet werden kann. Insbesondere an den städtischen Bildungsinstitutionen wird im Zusammenhang mit derzeit geplanten baulichen Erweiterungsvorhaben der Ausbau der breitbandigen Vernetzung innerhalb der Schulen und Schulstandorte vorbereitet.


Foto oben: Heike Hübner, Fachbereichsleiterin und Stadträtin/Stellvertreterin des Bürgermeisters der Stadt Grimmen.
Fotocredit oben: Heike Hübner.
Foto unten: Heike Hübner und Oliver Thoben vor dem Informationsmobil am 31.07.2017 in Grimmen.
Fotocredit unten: BBB / Andreas Silberbach.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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