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Aus alt mach neu – Interview mit Arne Koch, Geschäftsführer der Fischer Rohstoffe GmbH

Der Umwandlung von gebrauchten Kunststoffen zu wiederverwendbaren Granulaten hat sich die Fischer Gruppe verschrieben. Das über 200 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen unterhält mehrere Standorte in Deutschland sowie in Spanien und Portugal. Arne Koch, Geschäftsführer der Fischer Rohstoffe GmbH in der niedersächsischen Gemeinde Ganderkesee, gab uns Auskunft über die Arbeit seines Unternehmens.

Breitbandbüro des Bundes: Die Fischer Gruppe recycelt Wertstoffe und stellt daraus Mahlgüter und Granulate her, die dann als Sekundärprodukte wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Welche Kunststoffe sind es, die Sie recyceln und wie sieht deren Verarbeitungsprozess konkret aus?
Arne Koch: Es handelt sich hauptsächlich um Weich-Polyethylen (Low Density Polyethylen, LDPE) und Expandiertes Polystyrol (EPS). Polyethylen ist, gemessen an der Gesamtmenge, generell der meistverwendete Kunststoff. Durch die besonders niedrige Dichte haben die LDPE-Typen eine höhere Lichtdurchlässigkeit, die bei dünnen Folien bis zur Transparenz reichen kann. Daher sind auch die Hauptanwendungsgebiete von Polyethylen Folien und Verpackungen. Expandiertes Polystyrol kann für nahezu jede Anwendung im Baubereich gefertigt werden, wir stellen auch eine Ausgleichsschüttung aus EPS für den Estrichbau her. Umgangssprachlich wird für EPS oft der Markenname Styropor verwendet. Diese zwei Kunststoffe werden eingesammelt, gemahlen, gewaschen und zu Regranulat gemacht.

Breitbandbüro des Bundes: Können Sie uns Beispiele nennen, wo wir im Alltag von den Ergebnissen dieser Arbeit profitieren?
Arne Koch: Beispielsweise kommt beim Neubau und der Sanierung von Häusern Material für die Fassadendämmung zum Einsatz, das aus den von uns recycelten Wertstoffen entsteht. Eine Einkaufstüte aus Plastik ist ebenso ein sehr praxisnahes Produkt, das ein Ergebnis unserer Verarbeitung von Kunststoffen darstellt.

Breitbandbüro des Bundes: Welche Rolle spielt der Breitbandausbau für den Produktionsprozess an Ihrem Standort in Ganderkesee?
Arne Koch: Unsere Ware wird mit Hilfe von digitalen Anwendungen – unter anderem E-Mail, Smartphones oder Fotos – eingekauft, dokumentiert und verkauft. Die Kommunikation mit unseren Lieferanten und Speditionen wie mit den Abnehmern erfolgt über Internettelefonie. Wir sind also auf Grund unserer Arbeit von einer guten und leistungsfähigen Leitung abhängig. Daher hat der Breitbandausbau für die Fischer Gruppe in Ganderkesee auch eine sehr große Bedeutung.

Breitbandbüro des Bundes: Gibt es Produkte oder Verfahrensweisen, die Sie zukünftig durch den Einsatz digitaler Lösungen planen?
Arne Koch: Um wirtschaftlich arbeiten zu können, planen wir, die Angebotserstellung und Auftragserfassung direkt vom Smartphone aus mit einer entsprechenden App zu ermöglichen. Mit Hilfe dieser App wird die notwendige Kommunikation zwischen den Mitarbeitern, die entladen und einlagern und den zuständigen Einkäufern – die in ganz Deutschland unterwegs sind – erleichtert. Auch bei diesem Projekt werden wir von den Vorteilen des schnellen Internets via Glasfaser profitieren.


Foto: Arne Koch, Geschäftsführer Fischer Rohstoffe GmbH.
Fotocredit: Fischer Rohstoffe GmbH.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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