Ausgewähltes in Rehna

Zum Wochenbeginn halten wir vorerst ein letztes Mal in Mecklenburg-Vorpommern. In der Klosterstadt Rehna besuchen wir mit dem Informationsmobil die Tischlerei Eigenstetter. Seit einem Vierteljahrhundert setzt der Betrieb auf Maßfertigungen. Ein Roboterarm hilft den Schreinern dabei, individuelle Kundenwünsche und vor allem voluminöse Teile exakt zu fräsen.

Die Aufrechterhaltung von Traditionen im modernen Kontext spielt in Rehna eine besondere Rolle. Seit 1990 feiert die Stadt wieder regelmäßig das Martensmannfest. Zu diesem Brauch wird am Martini-Tag am 10. November dem Bürgermeister von Schwerin symbolisch ein Fass Wein übergeben. Die Bürger erhalten dann eine Kostprobe, solange der Vorrat reicht.

Ursprünglich überbrachte der sogenannte Martensmann im Auftrag der Stadt Lübeck dem Großherzog ein Weinfass, um die guten nachbarschaftlichen Beziehungen aufrecht zu erhalten. Vermutlich handelte es sich dabei um ein Fass Rotspon, Bordeaux-Wein, der bis zur Flaschenreife in Lübeck gelagert wurde und durch die lange Reise im Eichenfass an Qualität gewann. Auf dem Weg zwischen Lübeck und Schwerin übernachtete der Martensmann mit seinem Nachtwächter traditionell im Deutschen Haus in Rehna. Ab 1816 wurde dieser jährliche Ausflug zum Hof in Schwerin jedoch eingestellt, da der Großherzog stattdessen andere Rechte erhielt.

Wir nutzen unseren Aufenthalt in Rehna ebenfalls, um die technisch hochwertigen Schmankerl im Informationsmobil zu präsentieren. Danach lassen wir die Hafenstädte, Strandpromenaden und die Backsteingotik Mecklenburg-Vorpommerns hinter uns und machen uns auf die Reise Richtung Niedersachsen.


Foto oben: Das Deutsche Haus in Rehna am 07.08.2017.
Fotocredit: BBB / Jens Gowasch.
Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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