Bergbau im Sauerland

Ende letzter Woche waren wir mit dem Informationsmobil im Sauerland. Die Mittelgebirgsregion in Westfalen, zeichnet sich gerade in dieser Jahreszeit als ein Wintersportzentrum Deutschlands aus, wir widmen uns in diesem Beitrag allerdings der Eisenerz- und Schwefelförderung, die prägend war für die wirtschaftliche Bedeutung des Sauerlands.

Zeugnis dieses Wirtschaftszweigs ist das Meggener Bergwerk, das mittlerweile als Bergbaumuseum Siciliaschacht über die Abbauverfahren, Aufbereitung und Weiterverarbeitung der Bodenschätze informiert. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in der Gegend um Meggen Schwefelkies bergmännisch gewonnen, der vor allem zur Herstellung von Schwefelsäure nötig war. Mit dem Aufschwung der chemischen Industrie entwickelten sich die Gruben des Meggener Bergwerks zur wichtigen Rohstoffquelle.

Über 4.000 Arbeiter waren in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges im Bergwerk beschäftigt, um eine Menge von über 1 Mio. Tonnen Schwefelkies zu fördern. Mitte der 1960er Jahre erfolgte ein wichtiger Strukturwandel, indem Zink- und Bleisulfide mit dem gewonnen Schwefelkies zu Konzentraten angereichert und in diesem Zustand an Metallhütten verkauft wurden. Seit den späten 1980er Jahren wurde jedoch deutlich, dass die Lagerstätten des Bergwerks Meggen weitgehend erschöpft waren, sodass die endgültige Einstellung der Produktion 1992 erfolgte.

Mehr zu der Geschichte und den Abbauverfahren gibt es nicht nur im Bergbaumuseum Siciliaschacht, sondern auch im Rahmen von Wanderungen durch Meggen und Halberbracht zu erkunden.


Foto: Das Informationsmobil des Breitbandbüros des Bundes vor dem Bergbaumuseum Siciliaschacht, Meggen, 07.12.2017.
Fotocredit: BBB / Jens Gowasch.



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