Best Practice – e.GO Mobile

Name: e.GO Mobile
Branche: Fahrzeugbau (Elektrofahrzeuge)
Mitarbeiter: ca. 130
Ort/Region: Aachen/Nordrhein-Westfalen

 

Geschäftsidee

Ein Elektroauto für Endverbraucher – serientauglich und bezahlbar

Die e.GO Mobile AG wurde 2015 von Professor Günther Schuh gegründet. Professor Schuh entwickelte bereits vorher gemeinsam mit Prof. Kampker ein vollelektrisches Nutzfahrzeug, das später von der Deutschen Post DHL Group übernommen wurde. Die Idee hinter dem e.GO war es nun ein reines Elektroauto für den Endkunden zu entwickeln, das nicht nur Spaß macht, sondern vor allem bezahlbar ist.

Digitalisierung bei e.GO Mobile

Anfang: Unser Ziel war es von Anfang an, ein bezahlbares Elektroauto für den täglichen Gebrauch zu entwickeln und zur Serienreife zu führen. Wir spezialisierten uns auf eine Nische: 2+2-Sitzer, speziell für die Stadt und Kurzstrecken. Die Herausforderung dabei sind vor allem die Kosten, die eine Fahrzeugentwicklung mit sich bringt.

Aktion: Wir haben nicht ein bestehendes Fahrzeug genommen und den Motor ausgetauscht, wie das bei anderen Automobilherstellern üblich ist, sondern wir haben ein komplett neues Fahrzeug geschaffen. Das erlaubte es uns, günstiger zu sein. Der e.GO hat eine einfache aber sehr robuste Rahmenstruktur, ähnlich wie ein Sportwagen. Das hat den Vorteil, dass wir keine Karosserie in Schalenbauweise haben und demnach auch kein kostenintensives Presswerkzeug benötigen. Zudem kommen wir ohne Lackierung aus. Die Außenhautteile wird mit einem speziellen Thermoformverfahren produziert, so dass diese wie lackiert aussehen.

Erfolg: Unsere Fahrzeugentwicklung und auch die Produktion laufen komplett digital, von der Konstruktion bis zur Fertigung. Erkenntnisse aus unseren realen Prototypen werden automatisch digitalisiert und fließen direkt in die Weiterentwicklung ein. So kann das Produkt sehr schnell zur Serienreife entwickelt werden. Das geht nur, wenn alles komplett digital vernetzt ist. Durch den Einsatz von Augmented Reality ist bereits im Vorfeld zu sehen, wie zum Beispiel eine Außenhaut auf dem Rahmen aussehen würde. Durch ein komplett digitales Abbild des Fahrzeugs können wir Änderungen direkt in den Entwicklungs- und Vorserienprozess einfügen. Ein Beispiel: Der optimierte Außenspiegel wird per Tastendruck und Druckauftrag an den 3-D-Drucker geliefert; einige Stunden später liegt das fertige Teil zum Einbau bereit. Vernetzte Entwicklungs- und Fertigungsprozesse erlauben uns schnelles Agieren. Durch die umfassende Digitalisierung dieser Prozesse war der Prototypbau so schnell überhaupt erst möglich.

Zukunft: Der e.GO geht 2018 in Serie gehen. Das wird die Elektromobilität in Deutschland hoffentlich voranbringen.

Motto: Vernetzung und Effizienz von der Entwicklung über die Serienproduktion bis zur Kundenbetreuung.


Foto oben: Der Prototyp des e.GO
Fotocredit: BBB/Florian Schuh
Video: Montage des e.GO
Videocredit: BBB

Impressionen unserer Informationskampagne zu den Themen Digitalisierung und Breitbandausbau finden Sie in unserer Mediathek.
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