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Best Practice – Schönborner Armaturen GmbH

Name: Schönborner Armaturen GmbH
Branche: Armaturen/Kunststoff-Spritzguss/digitale Wirtschaft
Mitarbeiter: 38
Ort/Region: Doberlug-Kirchhain/Brandenburg

Geschäftsidee

Armaturenbetätigung nach Maß, flexibel und individuell für jeden Einsatz.

Die Schönborner Armaturen GmbH produziert Zubehör für die Gas-, Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie für die Industrie. Zum Portfolio gehören nicht nur teleskopierbare, verstellbare und starre Einbaugarnituren, sondern auch Betätigungssysteme für den Schachteinbau und Sonderbau-Projekte. Verarbeitet werden Metalle und Kunststoffe. Die Fertigung erfolgt auf hochmodernen CNC-Maschinen und Spritzgussmaschinen sowie einer Kunststoffextrusionsanlage.

Digitalisierung bei Schönborner

Anfang: Große Marktsegmente ließen sich mit innovativen, hochwertigen und damit kostenintensiven Produkten kaum noch bedienen. Wir hatten daher die Idee, auf individuelle, passgenaue Kundenlösungen zu setzen. Die Herausforderung bestand darin, diese Individualisierung der Produktion nicht nur auf unsere Branche zu übertragen.

Aktion: Wir positionieren uns zur Zeit in der Region als Dienstleister für Produktvisualisierung und -konfiguration. Mit unserem Dienstleistungsangebot kann man auf seiner Webseite, Produkte individuell von Kunden konfigurieren lassen. Im Zuge der Konfiguration entsteht parallel eine 3-D-Visualisierung. Als Ergebnis der Konfiguration entstehen unterschiedliche Dokumente, wie z. B. Anfragen für Interessierte, Ausschreibungstexte für Planer und Einkäufer. Die Übergabe an das vorhandene ERP-System zur Erstellung des Angebotes erfolgt ohne Systembrüche und ohne Informationsverlust bzw. Übertragungsfehler in kürzester Zeit. Konfigurationen können nahtlos in die Fertigungsorganisation übernommen werden. Durch die Verwendung der Konfigurationslösung erfolgt eine Minimierung der Kosten, die beispielsweise für Fahrten zum Kunden, aufwändiges Feedback und Nachfolgeprozesse bisher angefallen waren.

Erfolg: Da wir einer der ersten der Branche sind, der die Konfiguration für die digitalisierte Fertigungsorganisation verwendet, hat sich das Risiko der Investition – wir haben extra 2 Mitarbeiter umgeschult und in Software investiert – auf jeden Fall gelohnt. Der Prozess ermöglicht die einfachere Abwicklung von individuellen Aufträgen und macht uns mit Blick auf die Zukunft deutlich unabhängiger. Gleichzeitig erweitert sich die potenzielle Anzahl erreichbarer Kunden. Wir können durch die digitale Lösung nun quasi global agieren.

Zukunft: Durch die Digitalisierung wird sich nicht nur das Vertriebsgebiet vergrößern, auch die Produktvielfalt wird steigen. Mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung in der Welt und geopolitische Konflikte sehe ich den Bereich der Trinkwassergewinnung und Verteilung und deren Optimierung als potenzielles „Digitalisierungsziel“ für uns an.
Wir werden ein Netzwerk aufbauen, indem wir mit dem Kunden, dem Händler, den Zulieferern und den Planern sehr eng zusammenarbeiten. Die Bündelung der jeweiligen Kompetenzen wird das Netzwerk nach vorn bringen, jedoch nicht den Einzelgänger.

Motto: Ohne Digitalisierung ist der Weg hin zu Industrie 4.0 als nächster Stufe industrieller Produktionsabläufe undenkbar.


Foto oben: Toni Seeland, Lisa Ebert-Mammitzsch und Marko Marschner mit Layoutvorschlägen, die dem Unternehmen von der B-TU Cottbus-Senftenberg im Rahmen des über zwei Jahre laufenden Projektes „Entwicklung einer digitalisierten Fertigungsorganisation“ überreicht wurden.
Foto unten: Ein Mitarbeiter der Schönborner Armaturen GmbH bedient den Produktkonfigurator.
Fotocredit: Schönborner Armaturen GmbH

Impressionen unserer Informationskampagne zu den Themen Digitalisierung und Breitbandausbau finden Sie in unserer Mediathek.
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