Wo „Schimmi“ ermittelte…

Wenn man an die mediale Außendarstellung der Stadt Duisburg denkt, dauert es nicht lange, bis einem der Name Horst Schimanski in den Sinn kommt. Derart prägend für die Stadt zwischen Rheinland und Ruhrgebiet war die Rolle des Tatort-Kommissars, noch lange bevor sich der Boom dieser Sendereihe entwickelte.

Der erstmals 1981 auftretende und von Götz George verkörperte Schimanski war so anders als seine Kollegen und Vorgänger auf dem Bildschirm. Fluchend, prügelnd und Alkohol in rauen Mengen trinkend, ermittelte er aufmüpfiger und proletarischer als die bisherigen Fernsehkommissare. Ohne Hemmungen widersetzte sich „Schimmi“ gesellschaftlichen wie polizeiinternen Konventionen – zum Leidwesen seiner Vorgesetzten, zur Freude der meisten Zuschauer. Die Tatort-Folgen mit Götz George als Horst Schimanski gehören immer noch zu den beliebtesten der Sendereihe.

Durch den Krimi erlangte auch Duisburg große Popularität. Die Kulisse waren Stahlwerke, Hochöfen, Fördertürme; die Handlung spielte oft im Arbeiter- und Arbeitslosenmilieu. Aufgrund dieses wenig schmeichelhaften Umfelds waren die Duisburger Stadtoberen nicht immer gut auf den Tatort zu sprechen, weil sie ein zu schlechtes Image ihrer Stadt befürchteten. Dies hat sich mittlerweile geändert, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link sagte unlängst, dass für ihn keine andere Filmfigur so eng mit der Stadt Duisburg verbunden sei wie jener Horst Schimanski.

Sollte es noch eines Beweises mehr der Wertschätzung für „Schimmi“ bedürfen, bitte sehr: Im März 2014 benannte die Bezirksvertretung der Stadt eine bis dahin namenlose Straße in Horst-Schimanski-Gasse. Für das Informationsmobil, mit dem wir auch in den kommenden Tagen im Rahmen der Kampagne Breitband@Mittelstand in Duisburg Station machen, ist diese aber leider zu schmal.


Foto oben: Götz George als Horst Schimanski während einer Pressekonferenz zum Dreh des Schimanski-Films „Schuld und Sühne“ im Jahr 2010.
Foto unten: Straßenschild der Horst-Schimanski-Gasse aus dem Hafenstadtteil Duisburg-Ruhrort.
Fotocredits: Uwe Köppen, Stadt Duisburg.



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