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Silicon Saxony – Ein schneller Breitbandausbau sichert Deutschlands Position in der Weltspitze

Der Silicon Saxony e. V. ist das sächsische Branchennetzwerk für Mikro- und Nanoelektronik, Software, Applikationen, Smart Systems und Energy Systems. Zu seinen Mitgliedern gehören über 320 Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen am Wirtschaftsstandort Sachsen. Heinz Martin Esser, Präsident des Silicon Saxony e. V., nahm sich Zeit für unsere Fragen.


Breitbandbüro des Bundes: Der Silicon Saxony e. V. besteht seit dem Jahr 2000. Was konkret hat den Ausschlag für die Gründung des Vereins gegeben?
Heinz Martin Esser: Die 20 Gründungsunternehmen und -institutionen zielten damals durch ihren Zusammenschluss auf eine bessere Sichtbarkeit der Mikro- und Nanoelektronikbranche des Freistaates Sachsen ab. Es sollten Geschäftsmöglichkeiten generiert sowie steigender Umsatz und nachhaltiges Wachstum erreicht werden. Dank seiner langen Tradition im Bereich der Mikro- und Nanoelektronik konnte Sachsen bestens ausgebildete Fachkräfte, stetig zunehmende Ansiedlungen, hervorragende technologische Lösungen sowie eine exzellente Forschung vorweisen. Was fehlte, war ein Bindeglied, das die Puzzleteile vereinte und ihnen speziell im internationalen Vergleich zu einer stärkeren Außenwahrnehmung verhalf. Durch das Netzwerk wurden wichtige Geschäftskooperationen angeschoben. Wissen fand so z. B. schneller seinen Weg von der Forschung in den Markt. Heute profitieren mehr als 320 Unternehmen, Institutionen und weitere Partner aus den Bereichen Mikro- und Nanoelektronik, Software und IKT (Informations- und Kommunikationstechnik) von den gemeinsamen Anstrengungen. Neue, noch weitreichendere Zusammenschlüsse wie Silicon Germany und Silicon Europe entstanden auf dieser Basis und aufgrund unserer Initiative. Es waren gemeinsame Interessen und Ziele, die Sachsens inzwischen größtes Hightech-Netzwerk zusammenführten und die Silicon Saxony bis heute wachsen lassen.

Breitbandbüro des Bundes: In Ihrem Netzwerk vereinen Sie Unternehmen, Forschungsinstitute und Hochschulen. Wie gestalten Sie genau Kooperationen Ihrer Mitglieder?
Heinz Martin Esser: Sich zu kennen bzw. unproblematisch kennenzulernen, ist die Basis einer jeden Zusammenarbeit. Silicon Saxony bringt seine Mitglieder in Kontakt, ob bei Seminaren, Workshops, Arbeitskreisen, Mitgliederveranstaltungen, Konferenzen oder Messen. Alles was unsere Mitglieder mitbringen müssen, ist ein klarer Branchenbezug und eine gesunde Portion Neugier. Ungezwungen und auf Augenhöhe begegnen sich so kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Forschungsinstitute, Bildungseinrichtungen, öffentliche Institutionen und riesige Weltkonzerne. Zusätzlich startet und unterstützt unser Netzwerk aber auch konkrete Projekte und Kooperationen im Sinne unserer Mitglieder. Wir helfen u. a. bei der Suche nach geeigneten Partnern, nach Fördergeldern und passenden Technologien. Auch spezielle strategische Zusammenschlüssen wie z. B. Cool Silicon im Bereich der Energieeffizienz entstanden und entstehen aufgrund unserer gemeinsamen Bemühungen. Unser Netzwerk zeigt sich interessierten Unternehmen und Institutionen gegenüber jederzeit offen. Hier Partner für die Umsetzung cleverer Ideen zu finden, ist denkbar leicht.

Breitbandbüro des Bundes: Sie verstehen sich als Verband insbesondere für Mikro- und Nanoelektronik, Software sowie die IKT-Branche. Inwieweit spüren Sie die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung bei diesen Bereichen?
Heinz Martin Esser: Die von Silicon Saxony vertretenen Branchen treiben die Digitalisierung und die Digitalisierung die von uns vertretenen Branchen voran. Unsere Mitglieder sind nicht nur Vorreiter bei der Nutzung, sondern auch Anbieter modernster Digitalisierungslösungen. Speziell im Bereich der Mikro- und Nanoelektronik ist die Digitalisierung schon heute weit fortgeschritten. Riesige Chipwerke laufen nahezu vollautomatisiert, nutzen jegliche Daten zu ihrem Vorteil. Die Softwarebranche liefert digitale Lösungen, zugeschnitten auf jeden denkbaren Bereich. Deutlich wird die zunehmende Bedeutung auch im Bereich der Arbeitsplätze. In den letzten zehn Jahren haben sich die Mitarbeiterzahlen unserer Mitglieder und der von uns vertretenen Branchen annähernd verdoppelt. Tendenz steigend. Dank der Digitalisierung entstehen neue Geschäftsmodelle, Kooperationen, Lösungen und Produkte. Ohne Zweifel: Die Zukunft ist digital.

Breitbandbüro des Bundes: Welche Potenziale sehen Sie, die durch den Breitbandausbau in der Region Sachsen für Ihre Mitglieder verwirklicht werden können?
Heinz Martin Esser: Die Datenströme wachsen. Und mit ihnen auch die Notwendigkeit, sie schnell, sicher und problemlos zu übertragen. Schon heute holen unsere Mitglieder aus diesem Grund das maximal mögliche aus den bestehenden Kommunikationsnetzen heraus. Stillstand darf es daher auf keinen Fall geben. Aktuell arbeiten Forscher und Entwickler bereits an den Lösungen von morgen. Und diese gieren geradezu nach dem notwendigen flächendeckenden Breitbandausbau. Es geht demnach aktuell weniger um ungenutzte Potenziale, als vielmehr um die essentielle Notwendigkeit eines Ausbaus. Möchte Deutschland im internationalen Vergleich bestehen, und hier sprechen wir speziell über die Mikro- und Nanoelektronik-, Software- sowie IKT-Branche, müssen wir auch im Bereich des Breitbandausbaus mit der Weltspitze mithalten können.


Foto: Heinz Martin Esser, Präsident des Silicon Saxony e. V.
Fotocredit: Silicon Saxony e. V.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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