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Digitale Parklösungen durch evopark: „Wir setzen in unserem Marktsegment neue, digitale Standards“

Die evopark GmbH wurde 2014 als Start-up mit dem Ziel gegründet, das Parken neu zu erfinden. Vier Absolventen der WHU – Otto Beisheim School of Management haben evopark gegründet und führen es seither gemeinsam: Maximilian Messing, Tobias Weiper, Sven Lackinger und Marik Hermann. Das evopark-Team umfasst derzeit 34 Mitarbeiter. Seit Ende 2014 ist das Parksystem erfolgreich im Einsatz, mittlerweile nutzen es mehr als 26.000 Kunden. Aktuell ist das Angebot in 23 Städten und 64 Parkobjekten verfügbar.

Das Breitbandbüro befragte Sven Lackinger, Gründer und Geschäftsführer von evopark, zur Rolle der Digitalisierung in seinem Unternehmen.

Breitbandbüro des Bundes: Was verstehen Sie unter „Digitalisierung“?
Sven Lackinger: Digitalisierung ist für uns ein Prozess, der den Erfolg unseres Geschäftsmodells maßgeblich bestimmt. evopark wurde mit dem Ziel gegründet, das Parken zu revolutionieren. Das erreichen wir, indem wir in unserem Marktsegment neue, digitale Standards setzen und das Produkt gemeinsam mit unseren Partnern kontinuierlich weiterentwickeln. Der „Digitalisierungsgrad“ jedes Produktes ist nur eine Momentaufnahme. Was heute als digitale Innovation gefeiert wird, gilt morgen oft schon als veraltet. Das führt zu Verunsicherung und zum Wunsch nach schnell messbaren Erfolgen. In der konservativen Parken-Branche ist das nicht anders. Unsere größte Herausforderung als junges Start-up ist es daher, Vertrauen in die Nachhaltigkeit unserer digitalen Lösung zu schaffen. Ein Engagement, das sich auszahlt: 14 regional, national und international agierende Parkhausbetreiber, die größten Schrankenhersteller, namhafte Unternehmen wie die AXA Versicherung und Porsche sowie mehr als 26.000 Kunden haben wir bereits von evopark begeistern können.

Breitbandbüro des Bundes: Welche Rolle spielen Computertechnologie und Digitalisierung bei Ihrer täglichen Arbeit?
Lackinger: Wir beschäftigen ein großes IT-Team mit Spezialisten für App- und Softwareentwicklung. Für die Kommunikation untereinander nutzen wir häufig cloudbasierte Chatprogramme. Gerade weil wir vier Gründer viel unterwegs sind, ist das eine sehr effektive Methode, sich im Tagesgeschäft gegenseitig up to date zu halten. Unser Telefonsystem läuft via VoIP. Das Aufgabenmanagement regeln wir ebenfalls digital. Die Teammitglieder können so zu jeder Zeit einsehen, wer gerade an welcher Aufgabe arbeitet. Das verbessert die Effizienz und den Workflow enorm.

Breitbandbüro des Bundes: Nennen Sie konkrete Beispiele, bei denen digitale Lösungen in Ihrem Unternehmen Anwendung finden.
Lackinger: evopark ist deutscher Marktführer für digitales „Off-Street-Parken“ mit mehr als 150.000 abgewickelten Parkvorgängen. Da unsere beiden Kernprodukte, die Parkkarte sowie die zugehörige App, digital sind, ist es sehr wichtig, dass wir auf dem neuesten technischen Stand bleiben. Dafür arbeiten wir u. a. eng mit Schreiner Prin Trust, einem Vorreiter im Bereich RFID-Technologie sowie den führenden Systemherstellern Scheidt & Bachmann, SKIDATA sowie bebarmatic zusammen. Das ((rfid))-Windshield Label der Parkkarte gewährleistet eine sichere Datenübertragung und öffnet die Schranken zuverlässig. Für Partner wie die AXA Versicherung sowie die Stadtwerke Trier haben wir bereits White-Label-Lösungen entwickelt. So haben auch große, externe Kundengruppen Zugang zu einem innovativen, digitalen Service.

Breitbandbüro des Bundes: Nach welchen Kriterien richten Sie sich bei dem Einsatz von digitaler Technik bei Ihrer Arbeit?
Lackinger: Die verbaute Technik im Parkhaus, die dem Nutzer zusammen mit unserer Parkkarte den berührungslosen Zugang ermöglicht, haben wir 2014 in enger Kooperation mit den führenden Branchenplayern entwickelt. Dabei haben wir uns bewusst für die RFID-Technik entscheiden, da diese bis dato am zuverlässigsten und sichersten arbeitet. RFID ist technisch weit verbreitet und das Handling für den Nutzer sehr einfach. Sobald die evopark Karte im Auto liegt, öffnen sich die Schranken in Parkhäusern automatisch. Man braucht weder die App, um unser Angebot zu nutzen, noch muss man irgendwelche Knöpfe drücken. Das Handy muss nicht während der Fahrt bedient werden. Der Kunde läuft keine Gefahr (wie bei NFC-Lösungen häufig) beim Herauslehnen an der Schranke sein Handy fallen zu lassen. Die Erkennungsraten sind bei RFID noch höher als bei der Kennzeichenerkennung. Zudem ist es sehr gut möglich, die Technik in Automobile zu integrieren.

Breitbandbüro des Bundes: Was sind für Sie die nächsten Schritte bei der Digitalisierung der von Ihnen projektierten Anwendungen?
Lackinger: Die Bedeutung des „Off-Street“-Parkraums gewinnt gerade im Hinblick auf mobile Trends wie das autonome Fahren, Intermodalität und Car-Sharing zunehmend an Bedeutung. Die Digitalisierung des Parkprozesses inklusive automatischer Schrankenöffnung und Online-Bezahlung bereitet die Parkhäuser auf ihre Rolle als „Mobilitäts-Hub“ vor. So kann beispielsweise autonomen Fahrzeugen das fahrerlose Ein- und Ausfahren und elektrische Laden ermöglicht werden, Preise können flexibel an die Kundenbedürfnisse angepasst und flexible Verkehrskonzepte intelligent in und um das Parkhaus gesteuert werden. Unsere Lösungen sind technisch vollintegrierbar in die verbreitetsten Parkhaussysteme, so dass wir aktuell bereits über 20.000 Parkhäuser weltweit einfach an das evopark System anbinden könnten. Derzeit planen wir gemeinsam mit den größten europäischen Betreibern den raschen Roll-Out in die nächsten Länder.


Foto: Sven Lackinger, Gründer und Geschäftsführer von evopark.
Fotocredit: evopark.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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