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Digitale Prozesse für Visualisierung, Planung und Produktion

Digitalisierte Abläufe sind aus der Industrieproduktion heute nicht mehr wegzudenken. Beim Besuch eines Werks der Dr. Gühring KG im vogtländischen Treuen mit der Kampagne Breitband@Mittelstand wurde dies erneut deutlich. So sind Wartung und Bedienung der Maschinen im dortigen Betrieb auf digitaler Basis automatisiert. Im Anschluss an eine ausführlich Werksführung sprachen wir mit Werksleiter Rico Graef über das Unternehmen und die Implikationen die sich aus der digitalen Transformation ergeben.


BBB: Was produziert die Dr. Gühring KG und für welche Zielgruppe?

Rico Graef: Unser Unternehmen fertigt seit 1898 Spiralbohrer. Heute ist die Dr. Gühring KG mit über 7.000 Mitarbeitern einer der weltweit größten Hersteller von Zerspanungswerkzeugen und Hartmetallen aller Art. Das Stammwerk liegt in Albstadt – Stadtteil Ebingen – auf der Schwäbischen Alb. Wir haben zahlreiche Zweigwerke in Deutschland und sind auch international, unter anderem in England, Italien, der Schweiz, Brasilien, Mexico, den USA, China und Japan tätig. Unsere Produkte werden über Beteiligungsgesellschaften und Vertretungen in aller Welt verkauft. Unsere Kunden kommen aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Elektroindustrie und der Luft- und Raumfahrt.

BBB: Welche Bedeutung hat für Ihr Unternehmen die digitale Transformation? Inwieweit nutzen Sie digitale Prozesse oder Werkzeuge?

Rico Graef: Digitale Prozesse werden zur Visualisierung und zur Produktionsplanung in unserem Fertigungsstandorten eingesetzt. Diese SAP-gestützten Fertigungsprozesse dienen zur Verkürzung der Durchlaufzeiten (Just in Time Fertigung) und der Reduktion unserer Produktionsbestände. Des Weiteren sind unsere Bearbeitungsmaschinen mit dem Stammwerk in Albstadt vernetzt, um die Wartung und Fehlerbehebung zentral steuern zu können.

BBB: Welche Veränderungen ergeben sich für Ihre Mitarbeiter aus der zunehmenden Digitalisierung der Abläufe bei Ihnen?

Rico Graef: Durch die stärkere Integration digitaler Prozesse wird die Arbeit für unsere Mitarbeiter signifikant erleichtert, als Beispiel dienen hier Automationseinheiten wie Steckrobotter oder Bürstmaschinen diese Maschinen führen Arbeiten aus, die vor einigen Jahren noch händisch verrichtet werden mussten. So rückt der Bearbeitungsprozess stärker in den Fokus und einfache aber fortlaufend benötigte Tätigkeiten können durch Maschinen ausgeführt werden.

BBB: Wenn Sie in die Zukunft schauen, welche digitalen Projekte stehen für Ihr Unternehmen an, wo und in welcher Form müssen oder wollen Sie vielleicht noch digitaler werden?

Rico Graef: In Zukunft wird die Dr. Gühring Gruppe alle Produktionseinheiten noch stärker in den digitalen Prozess einbinden. Hier werden wir insbesondere darauf achten, die gesamte Wertschöpfungskette, von Angebot bis zur Auslieferung zu integrieren.

BBB: Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Digitalisierung ist für uns …“.

Rico Graef: Digitalisierung ist für uns wichtig und relevant für die Zukunft unseres Unternehmens.

BBB: Herr Graef, vielen Dank für das Interview.


Foto oben: Rico Graef (Werksleiter, 3. v. l.) führt Teilnehmer der Roadshow am 21.08.2017 durch das Werk der Dr. Gühring KG in Treuen (Vogtland). Die weiteren Teilnehmer v. l. n. r.: Gerd Andreas (IHK Chemnitz), Claudia Mühlberg (stellv. Niederlassungsleiterin atene KOM GmbH), Yvonne Magwas (MdB), Marion Päßler (Wirtschafts Förderung Vogtlandkreis)
Fotos unten: Das Informationsmobil vor dem Werk der Dr. Gühring KG in Treuen (Vogtland) am 21.08.2017.
Fotocredits: BBB/Andreas Silberbach

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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