Vom Universum zur Schwerelosigkeit

Nach unserem Besuch beim Universum Bremen am Wochenende machten wir noch einen Zwischenstopp am Bremer Fallturm.
Mit einer Höhe von 146 Metern ist der Fallturm das größte Labor am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) und das einzige dieser besonderen Art in Europa. Der Fallturm beherbergt eine 122 Meter hohe evakuierte Fallröhre, in der eine Fallkapsel herunterfällt. In dieser Kapsel herrscht während der knapp fünfsekündigen Fallzeit Schwerelosigkeit. Dadurch haben Wissenschaftler die Möglichketit Experimente durchzuführen, die sonst nur im Weltraum möglich wären.

Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1990 werden circa 400 „Fall“-Studien pro Jahr durchgeführt. Bis zu dreimal täglich wird also Schwerelosigkeit simuliert.
Spektakulär ist auch das seit 2004 vorhandene Katapult, das sich zwölf Meter unter dem Fallturm befindet. Es schleudert die Experimentierkapsel wieder nach oben, wobei dieser Aufstieg ebenso lange dauert wie der Fall. Dadurch verdoppelt sich die verfügbare Zeit für Experimente.

Bei den Studien im Fallturm geht es um viel mehr als nur um Weltraumforschung. Auch in den Bereichen Störungsmechanik, Rheologie, Biologie oder Chemie kommen Turm und Fallkapsel zum Einsatz.


Fotos: Das Informationsmobil vor dem Fallturm in Bremen am 07.07.2017.
Fotocredit: BBB/Jens Gowasch.

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