Historische Schätze in Tangermünde

In Tangermünde besuchten wir mit dem Informationsmobil die Firma InnoCon-systems GmbH. Das Unternehmen liegt mitten in der Stadt und hat sich auf die Datenverwaltung spezialisiert, insbesondere im Bereich des Gesundheitswesens.

Beim Rundgang durch Tangermünde begegnete uns zwischen den zahlreichen Fachwerkhäusern eine der wohl berühmtesten Bewohnerinnen der Stadt, Grete Minde. Die junge in Ketten gelegte Frau aus Bronze vor dem historischen Rathaus hinterlässt Eindruck, egal ob man ihre Geschichte kennt oder nicht.

Grete wuchs als Margarete von Minden im 17. Jahrhundert in Tangermünde auf. Nach einem Großbrand der Stadt 1617 wurde sie zum Tode verurteilt, da man annahm, sie hätte den Brand gelegt. Diese Tat wird der literarischen Figur der Grete Minde in Theodor Fontanes gleichnamiger Novelle zugeschrieben. In dem Stück kehrt die Halbwaise mit einem Kind ihres verstorbenen Geliebten in die Stadt zu ihrer Familie zurück und muss vor Gericht um ihr Erbe kämpfen. Diesen Prozess verliert sie und setzt aus Rache die Stadt in Brand. Heute weiß man, dass diese Erzählung Fontanes nicht ganz den tatsächlichen Ereignissen entspricht und Grete vielmehr nach dem Brand unschuldig hingerichtet wurde.

Fontanes Grete Minde gehört mittlerweile zur klassischen Schullektüre und wurde vor einigen Jahren zur Tausendjahrfeier der Stadt Tangermünde als Oper uraufgeführt. Der Süden Sachsen-Anhalts begeistert uns also weiterhin mit einer besonderen Musiklandschaft.


Foto oben: Die Bronzestatue des Künstlers Lutz Gaede von Grete Minde vor dem Rathaus.
Fotos Bildergalerie: Eindrücke aus Tangermünde, das Informationsmobil vor der St.-Stephan-Kirche, das Rathaus der Stadt und das Grete-Minde-Haus.
Fotocredit: BBB/Jens Gowasch.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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