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„In der Digitalisierung liegen vielfach ungeahnte Chancen, die es zu ergreifen gilt“

In Wismar gibt es mit dem CIM-Technologie-Zentrum einen Verein, der sich die Förderung von Wissenschaft und Bildung auf die Fahnen geschrieben hat. Insbesondere auf den Gebieten innovativer Technologien soll durch Diskussion der Ergebnisse bei Vorträgen und Seminaren der Technologietransfer moderiert werden. Welche Rolle die Digitalisierung als innovative Technologie beim CIM einnimmt, konnte uns Enrico Kloß, wissenschaftlicher Mitarbeiter des CIM, berichten.


Breitbandbüro des Bundes: Das CIM-Technologie-Zentrum Wismar ist eine gemeinnützige Einrichtung zur Förderung der Wissenschaft und Bildung. Können Sie uns die Geschichte und die Struktur schildern, die hinter diesem Projekt stecken?
Enrico Kloß: Das CIM-Technologie-Zentrum Wismar e.V. (CIM e. V.) wurde 1993 als gemeinnützige Einrichtung zur Förderung der Wissenschaft und Bildung gegründet. Hervorgegangen ist sie aus dem CIM-Technologie-Transferzentrum der Hochschule Wismar, das im Rahmen des Programms „Fertigungstechnik“ des damaligen Bundesministeriums für Forschung und Technologie gegründet wurde. Seitdem werden in unterschiedlichen Formen Innovation und Weiterbildung für kleine und mittlere Betriebe unterstützt. Die FuE-Arbeit (Forschung und Entwicklung) sowie die wirtschaftliche Umsetzung im Rahmen von industriellen Forschungs- und Entwicklungsaufträgen erfolgt in den Unternehmensnetzwerken. Gegenwärtig arbeiten acht Unternehmensnetzwerke mit circa 90 Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen im CIM-Netzwerke-Verbund.

Breitbandbüro des Bundes: Welche Rolle spielt die Stadt Wismar für Wissenschaft und Forschung? Könnte das CIM auch an einem anderen Standort bestehen?
Enrico Kloß: Wismar ist ein erstklassiges Umfeld für die wissenschaftliche Erforschung und Entwicklung neuer Technologien: Die Unternehmen im Technologiezentrum Wismar zeichnen sich durch ihre vielfältigen Kompetenzen aus. Besonders auf den Gebieten Analytik, Messtechnik und Sensorik gab es in den letzten Jahren innovative Entwicklungen.
Die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule Wismar fördert die Entwicklung von Innovationen, insbesondere mit ihren Fachbereichen Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik sowie Seefahrt. Das CIM-Technologie-Zentrum ist ein An-Institut der Hochschule Wismar und seit seiner Gründung im Jahr 1993 sehr eng mit der Forschungseinrichtung verbunden. Diese Verbundenheit war immer eine Quelle für Inspiration und Antrieb für Innovation.

Breitbandbüro des Bundes: Das CIM beschreibt sich als Kompetenzzentrum für innovative Technologien. Welchen gesellschaftlichen Stellenwert nimmt die Digitalisierung innerhalb dieser Technologien für Sie ein?
Enrico Kloß: Die Digitalisierung ist nicht nur eine neue Technologie, sondern sie erfordert insbesondere auch von Unternehmen ein grundsätzliches Umdenken. Dies betrifft unter anderem ihre Geschäftsmodelle, -abläufe, Produkte und Mitarbeiter. Der radikale Umbruch ist allgegenwärtig und die Gesellschaft steht vor neuen Herausforderungen, die oft noch gar nicht vollständig verstanden werden. Aber in der Digitalisierung liegen deshalb vielfach auch ungeahnte Chancen, die es zu ergreifen gilt.

Breitbandbüro des Bundes: Inwieweit wird die digitale Transformation vom CIM gefördert?
Enrico Kloß: Im ständigen Dialog mit KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) sensibilisiert CIM die Netzwerkpartner der FuE-Netzwerke für die Möglichkeiten der Digitalisierung speziell in der industriellen Fertigung, wodurch ihre Kompetenzen gefördert werden. Für unsere Partner ist es wichtig, den Übergang in das digitale Zeitalter schrittweise anzugehen. Wir helfen ihnen dabei und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Oft reicht es dabei schon, den Unternehmen die Möglichkeiten der digitalen Tools aufzuzeigen. Durch diesen Dialog zeigen wir wie die Digitalisierung den Unternehmen helfen kann, ihre Aufgaben effizienter zu lösen.

Breitbandbüro des Bundes: Bitte vervollständigen Sie folgenden Satz: „Digitalisierung bedeutet für mich…“
Enrico Kloß: …einen grundlegenden Paradigmenwechsel.


Foto: Enrico Kloß, wissenschaftlicher Mitarbeiter, CIM-Technologie-Zentrum Wismar e. V. (l.) und Sebastian Rölke, Fördermittelberater Gewerbegebiete atene KOM GmbH vor dem Informationsmobil und dem CIM-Technologie-Zentrum Wismar e. V. am 03.08.2017.
Fotocredits: BBB/Andreas Silberbach.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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