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Mit Virtual Reality den asiatischen Dschungel entdecken

Diplom Biologin Sabine Haas (PR & Kommunikation, ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen)

Die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen nutzt zunehmend digitale Anwendungen, um den Besuchern des Zoos die tierischen Bewohner aus Alaska, Asien und Afrika näherzubringen. Die Diplom-Biologin Sabine Haas (PR & Kommunikation, ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen) erzählte uns im Interview, wie die Besucher mit Waschbären und Seelöwen auf Entdeckungstour gehen können oder Elefanten plötzlich zum Greifen nahe vor ihnen stehen.

Breitbandbüro des Bundes: In der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen begleitet der Zoo die Besucher via Smartphone und versorgt sie mit verschiedenen Informationen. Was verbirgt sich beispielsweise hinter der Beacon-Tour? Wie funktioniert die Technologie?
Sabine Haas: Mithilfe der Beacon-Technologie werden die Infotafeln an den Tiergehegen ergänzt. Kleine Bluetooth-Sender, die in der gesamten Erlebniswelt an bisher 20 Gehegen installiert wurden, übertragen Wissenswertes zu den Bewohnern direkt auf das mobile Endgerät, wenn die iZOOM App im Hintergrund des Nutzers läuft. Mithilfe der Filme, Fotos, Texte und Quizfragen können Besucher zukünftig zeitnah, spielerisch und modern interessante Fakten erfahren.

BBB: Mithilfe einer VR-Brille und der 360°-App können die Zoobesucher die Tiere in ungewohnten Blickwinkeln sehen. Welche Situationen erleben sie dabei?
Sabine Haas: Für einen hautnahen Rundumblick direkt aus dem Gehege sorgen die 360°-Filme, die über die ZOOM 360°-App abgerufen werden können. Hier bekommen Besucher den Eindruck, selbst mittendrin zu sein, an Orten, die sie sonst nicht besuchen können. Beispielsweise wird so die weite Ebene der Grassavanne mit Nashörnern und Zebras hautnah erlebbar. Waschbären und Erdmännchen erlebt man aus der Sicht der Tiere mitten im Revier. Oder die Besucher tauchen, dank des 360 °-Films, in Europas größter Seelöwenanlage mit den Seelöwen unter Wasser. Weitere Filme dieser Art sind schon in Arbeit.

BBB: In der Erlebniswelt Asien sind der asiatischen Dschungel und seine Bewohner in der Augmented-Reality-Show „Green Planet“ für die Besucher auch ohne VR-Brille zum Greifen nahe. Wie reagieren die Zoobesucher auf diese ungewöhnliche Nähe zu den Tieren?
Sabine Haas: Die neue Augmented-Reality-Installation „Green Planet“ ist einzigartig in Deutschland. Gemeinsam mit Elefanten, Orang-Utans und weiteren Tieren streifen die Besucher durch das geheimnisvolle Dickicht des Dschungels. So lässt sich die exotische Tierwelt Asiens seit diesem Jahr näher als je zuvor erleben. Die Zoobesucher reagieren durchweg positiv, wenn sie sich in einem Video plötzlich direkt neben einem Elefanten oder Panda in Lebensgröße wiederfinden. Die Videos oder auch Fotos lassen sich im Anschluss auf einer extra dafür bereitgestellten Plattform downloaden, sodass sie eine bleibende Erinnerung an den virtuellen Ausflug in den asiatischen Dschungel haben.

BBB: Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich durch den digitalen Wandel in deutschen Zoos? Plant die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen schon weitere digitale Anwendungen für die Zukunft?
Sabine Haas: Zoos, Freizeitparks und andere Freizeiteinrichtungen müssen die Menschen da abholen, wo sie sind. Mittlerweile hat nahezu jeder sein Smartphone immer in der Hosentasche dabei und ist mobil im Netz unterwegs. Deshalb stellen wir als ZOOM Erlebniswelt unseren Besuchern Infos mobil und spielerisch zur Verfügung. Trotzdem bleiben die Tiere bei uns im Mittelpunkt. Es ist wichtig, eine Verbindung zwischen der realen Welt, dem Erleben mit allen Sinnen und der virtuellen Welt zu schaffen.


Foto: Sabine Haas (PR & Kommunikation, ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen).
Fotocredit: ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.



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