Nächster Halt: Kühlungsborn

Das Informationsmobil besucht heute Kühlungsborn. Der Badeort in der Mecklenburger Bucht ist vor allem für den längsten Sandstrand Deutschlands und die Bäderarchitektur aus dem späten 19. Jahrhundert bekannt. Ebenfalls aus dieser Zeit begegnet uns vor Ort pfeiffend und zischend „Molli“. Neben dem „Rasenden Roland“ auf Rügen und „De Lütt Kaffeebrenner“ im Klützer Winkel ist die Dampf-Schmalspurbahn 99.2323-6 eines der Highlights in Mecklenburg-Vorpommern für Eisenbahn-Nostalgiker.

„Molli“ ist fester Bestandteil der Infrastruktur vor Ort und verbindet auf 900 Millimeter Spurweite Kühlungsborn mit Bad Doberan. Die 15,4 km lange Strecke führt unter Linden hindurch, an Heiligendamm vorbei und durch die engen Straßen in Bad Doberan. Wer möchte, kann eine Fahrt auf dem Führerstand buchen.

Seit 131 Jahren fährt „Molli“ mehrmals täglich nach Kühlungsborn bei Wind und Wetter. Im eigenen Museum schlagen Nostalgie- und Technikherz noch einmal höher, denn hier gibt es neben den typischen Eisenbahn-Gerätschaften und zahlreicher Unikate aus der Zeit, einen aufgeschnittenen Original-Kessel der Dampflok 99.2323-6 zu bewundern. Stilecht trinken Besucher ihren Kaffee im offenen Güterwagen.

Die Eisenbahn war ein wesentlicher Katalysator der industriellen Revolution und schafft bis heute Verbindungen in die entlegensten Winkel der Welt. Im gleichen Jahr, in dem „Molli“ seinen Dienst aufnahm, gelang Heinrich Hertz die Übertragung von elektromagnetischen Wellen zwischen Sender und Empfänger- ein Meilenstein für die Entwicklung von Funk- und Radiowellen. Dank des gelungenen Experiments von 1886 verfolgten die Menschen um die vierzig Jahre später gebannt die politische Weltlage vor dem Radio. Heute gilt das Schienennetz neben Straßen, Flughäfen und natürlich Glasfaser nach wie vor als hochbedeutsame Infrastruktur.


Foto: Molli im Bahnhof Kühlungsborn.
Fotocredits: MBB Molli GmbH / Jan Methling.
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