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VATM und DIALOG CONSULT stellen aktuelle Kennzahlen für 2017 vor

Glasfasertechnik auf der Anga Com in Köln am 01.06.2017.

Mit einem Minus von 0,9 Milliarden Euro wird der Gesamtumsatz des deutschen Telekommunikationsmarkts in diesem Jahr wahrscheinlich um 1,5 Prozent auf 59,7 Milliarden Euro sinken. Das ergab die 19. Studie zum Status Quo des deutschen Telekommunikationsmarktes, die der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) gemeinsam mit Dialog Consult aus Duisburg erarbeitet haben.

Die Studie prognostiziert für 2017 auch eine Verringerung der Investitionen in Sachanlagen, um insgesamt 7,9 Milliarden Euro. Dies wären 0,3 Millionen Euro weniger im Vergleich zum Jahr 2016. Somit würden erstmals seit fünf Jahren die Gesamtinvestitionen sinken, die insgesamt betrachtet jedoch auf hohem Niveau verbleiben.

Für die Zahl der leitungsgebundenen Breitbandanschlüsse wird in diesem Jahr ein Anstieg erwartet. Mit einer Million neu realisierter Zugängen werden zum Ende des Jahres 2017 in Summe 33 Millionen Anschlüsse geschaltet sein, was einem Zuwachs von 3,1 Prozent entspricht. Davon sind bereits 3,1 Millionen Haushalte an Glasfasernetze bis zum Übergabepunkt im Haus (FTTB/FTTH) angeschlossen: eine Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der tatsächlich gebuchten Anschlüsse wird im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 17 Prozent auf 880.000 Anschlüsse zulegen.

Der Anbieter mit den meisten Kunden ist weiterhin die Telekom Deutschland mit 40,1 Prozent Marktanteil (Vorjahr 41,4 Prozent). Auf Platz 2 folgt Vodafone mit 19,7 Prozent (Vorjahr 19,0 Prozent) der Endkunden und Platz 3 belegt 1&1 mit 13 Prozent am Gesamtmarkt (Vorjahr 13,5 Prozent). Wie im Vorjahr können erneut vorwiegend die Koaxialkabelnetzanbieter einen prozentualen Zuwachs am Endkundenmarkt verzeichnen.

Der Großteil der geschalteten Breitbandanschlüsse bietet weiterhin Übertragungsraten zwischen 16 und 50 Mbit/s (34,8 Prozent der Anschlüsse, Vorjahr: 46,1 Prozent), wobei der Anteil schnellerer Zugänge auf Kosten dieses Segments steigt. Das erzeugte Datenvolumen pro Breitbandanschluss ist um fast 40 Prozent angestiegen, so dass nun pro Anschluss im Monat durchschnittlich 79 Gigabyte übertragen werden. Insgesamt liegt das übertragene Datenvolumen von kabelgebundenen Zugängen bei 30,8 Milliarden Gigabyte im Jahr 2017 (Schätzung). Auch im Mobilfunkbereich ist mit einem Zuwachs von 50 Prozent im Vergleich zu 2016 das übertragene Datenvolumen auf insgesamt 1,35 Milliarden Gigabyte in den deutschen Mobilfunknetzen angestiegen.

Alle Ergebnisse zum aktuellen Stand des deutschen Telekommunikationsmarkts finden Sie in der Marktstudie von VATM und Dialog Consult.


Fotocredit: BBB / Hannes Schmidt.



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