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Checklisten und Planungshilfen

Breitbandkompetenzzentren der Länder

Planungshilfe zur Bestimmung der Ziel- und Stakeholdergruppen

Für eine sinnvolle Einbindung in das Projekt und eine gezielte Kommunikation ist es notwendig, die Zielgruppen und potenziellen Stakeholder zu kennen. Die Identifizierung dieser Gruppen sollte so früh wie möglich geschehen, um diese bereits in einem frühen Planungsstadium involvieren zu können.

Stakeholder sind alle Personen und Organisationen, die

  • direkt oder indirekt am Projekt beteiligt sind,
  • von den Maßnahmen und Ergebnissen betroffen sein können,
  • den Projektverlauf positiv oder negativ beeinflussen können,
  • Ideen, Meinungen und Informationen haben können, die für den Projektverlauf relevant sind,
  • Informationen aus dem Projekt für ihre eigene Arbeit benötigen (z. B. Bürgermeister, Landrat).

Mögliche Stakeholder sind demnach:

  • Projektleitung
  • Projektmitarbeiter intern
  • Projektmitarbeiter extern (z. B. beauftragte Unternehmen für Beratung, Baumaßnahmen, Services etc.)
  • Kommunale Gremien (Stadtrat, Wirtschaftsausschuss, Kreistag, etc.)
  • Kommunale Unternehmen (z. B. Stadtwerke)
  • Externe Projektpartner (z. B. Versorgungsunternehmen, die Leitungen oder Leerrohre vorhalten, bereits aktive TK-Unternehmen)
  • Investoren und Kreditgeber
  • Kommunen der Region, die am Ausbau interessiert oder beteiligt sind
  • Regionale Interessengruppen (Bildungseinrichtungen, Unternehmerverbände, Bürgervereine etc.)
  • Lokale Akteure aus den Bereichen Wirtschaftsförderung und Tourismus (-förderung)
  • Endkunden (private Haushalte, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen (Verwaltung, Krankenhaus)
  • Einwohner oder Unternehmen aus anderen Gemeinden (z. B. größerer Städte in der Umgebung), die ihren Standort verlagern wollen (schnelles Internet als Pull-Faktor – positiver Faktor für den Zuzug)

Checkliste Kommunikationsmaßnahmen

Mögliche Kommunikationsmaßnahmen und -mittel für die Umsetzung von Breitbandprojekten
MaßnahmenMittel (z. B.)Ziel der Maßnahme
Einführung des Projekts
  • Schaffung einer Projekt-ID - Logo, Schriftzug
  • erste Newsberichte zum Vorhaben (inkl. Vorstellen der bis dahin bekannten Verantwortlichen und Beteiligten)
  • Informationsblätter mit Grundinformationen auslegen, als Postwurfsendung, in der Tagespresse

Wiedererkennungswert und damit Verankerung des Projekts im Bewusstsein der Stakeholder
Allgemeine Information für die Öffentlichkeit
  • Website
  • Wikis
  • Mailings (per Email oder Post) zu bestimmten Themen
  • Zeitungsartikel
  • Broschüre/Flyer/Informationsblatt zum Auslegen und Verteilen
  • Infoveranstaltungen
  • Social Media
Verbreitung von Informationen für verschiedene Zielgruppen in allen Phasen des Projekts
Akzeptanzbildung
  • Gezielte, für einzelne Zielgruppen erstellte Informationsbroschüren/ Flyer/Infoblätter
  • Informationsveranstaltungen mit Verantwortlichen/ Lösungsanbietern
  • Aufrufe zur Partizipation an Entwicklung und Umsetzung
  • Workshops zur Beteiligung
  • Fachartikel bzw. Informationsartikel (kein Newscharakter sondern stark inhaltlich)
  • Blogs zum Projektfortschritt, an denen sich Endkunden beteiligen können (Erfahrungsberichte)
Bildung von Akzeptanz
und Vertrauen, v.a. für Endkunden (private Haushalte, Unternehmen)
Interne Information und Kommunikation
  • Arbeitssitzungen
  • Memos/Arbeitspapiere/Protokolle
  • Einheitliche Dokumentation
  • Intranet/Projektplattform zum Dokumentenmanagement
Transparenz für alle
offiziell am Projekt
Beteiligten: Projektmitarbeiter,
Entscheidungsträger,
Investoren/Mittelgeber
Aktionen
  • Rabattaktionen/Gutscheine für frühe Vertragsabschlüsse oder Eigenleistungen (Verringerung der Investitionskosten)
  • Ideenwettbewerbe zur Nutzung von Breitband im öffentlichen Raum/in öffentlichen Einrichtungen
  • Werbeaktionen außerhalb der eigenen Kommune/Region zur Steigerung der neuen Attraktivität der Region
Gewinnen von Endkunden
durch gezielte Anreize,
Erhöhung der Wirtschaftlichkeit
Kommunikationsmaßnahmen in den einzelnen Projektphasen

Projektstart

  • Einrichten der Website
  • Entwicklung und Einführung der Projekt-ID (wichtig sowohl für das Projektteam als auch für die Öffentlichkeitsarbeit)
  • Erstellen erster (gedruckter) Informationsmaterialien, wie Broschüre oder Flyer
  • Erste Berichte in der lokalen Presse (Zeitung, Radio)
  • Bekanntmachung von Ansprechpartnern (intern und extern)
  • Bedarfsumfrage per Fragebogen (Partizipationsmöglichkeit für Betroffene)
  • Informationsveranstaltungen für verschiedene Zielgruppen (Bürger, Unternehmen, Projektbeteiligte)

Projektverlauf

  • Aktualisierung der Website
  • Projektsitzungen für Mitarbeiter und andere direkt Beteiligte
  • Informationsveranstaltungen von und mit Lösungsanbietern
  • Workshops, Ideenwettbewerbe, etc. – Partizipationsmöglichkeiten für potenzielle Endnutzer
  • Berichte in lokaler Presse zum Projektverlauf
  • Erfahrungsberichte von Beteiligten und Betroffenen (z. B. als Blog auf der Website)
  • Gute interne Dokumentation (Projektplattform) und Kommunikation (Arbeitssitzungen, Rundbriefe, Protokolle etc.)

Projektabschluss

  • Meldungen auf Website und in der lokalen Presse (größere Artikel/Beiträge)
  • Öffentlichkeitswirksame Veranstaltung zur offiziellen „Eröffnung“ des Breitbandnetzes, z. B. Einweihung öffentlicher Services
  • Abschlussdokumentation für den internen Gebrauch und zur Information anderer interessierter Kommunen (Vorbildfunktion) Verfügbarkeit von Ansprechpartner auch nach Projektabschluss

Bedarfsabfrage - Beispielfragebogen für Privathaushalte

Bedarfsabfrage - Beispielfragebogen für Privathaushalte

Hier finden Sie einen beispielhaften Fragebogen zur Ermittlung der Breitbandverfügbakeit und des -bedarfs als PDF.

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GIS-Einsatz

Checkliste GIS-Systeme einführen (PDF)

Checkliste Geodaten erfassen und managen

Datenbeschaffung -erhebung sorgfältig planen

  1. Klären Sie genau, welche Anforderungen die jeweiligen Daten erfüllen müssen. Welche räumlichen Fragstellungen sind zu klären und zu welchem Zweck werden Sie die jeweiligen Daten benötigen?
  2. Halten Sie sich an die Qualitätsrichtlinien für die Arbeit mit Geodaten. Nutzen Sie für Ihre Arbeit Leitfäden für Kommunen. Hier finden Sie zahlreiche hilfreiche Informationen und Checklisten zum Umgang mit Geodaten und der Arbeit mit GIS-Systemen sowie Hinweise zum Projektmanagement der Geoverarbeitung.
  3. Beschreiben Sie Geodaten eindeutig und vollständig. Verwenden Sie klare Bezeichnungen. Dateien und Ebenen (Layer) sollten selbsterklärende Namen haben. Hilfreich sind die Nennung des Bearbeitungsstands und das Kürzel des Bearbeiters.
  4. Nutzen Sie Checklisten für die Bearbeitung der Geometrien.
    1. Machen Sie Digitalisiervorgaben, wenn Sie im eigenen Hause die Daten erheben bzw. machen Sie Qualitätsvorgaben, wenn Sie Daten von externen Dienstleistern beziehen.
    2. Wählen Sie die Grundlagendaten sorgfältig aus. Verwenden Sie am besten amtliche Basisdaten des Bundesamtes für Kartografie und Geodäsie und die Katasterinformationen der kommunalen Fachbehörden.
    3. Arbeiten Sie in einem angemessenen Maßstab. Dieser ergibt sich aus den Anforderungen der Fragestellung (Überblicksvisualisierung, Berechnungsgrundlage, Netzplan).

Kostenvorteile für Gemeinden beim Bezug von Geodaten nutzen

Mit Inkrafttreten der Änderungen des Gesetzes über den Zugang zu digitalen Geodaten (Geodatenzugangsgesetz – GeoZG) im November 2012 sind die Geo- und Metadaten des Bundes für alle Nutzungszwecke geldleistungsfrei. Die Einzelheiten zur Nutzung von Geodaten und Geodatendiensten, einschließlich zugehöriger Metadaten, werden in einer Rechtsverordnung nach § 14 GeoZG geregelt. Als Gemeinde/Kommune können Sie für verschiedene Projekte, zumindest bezogen auf amtliche Geobasisdaten, gesonderte Konditionen in Anspruch nehmen. Dies sollten Sie im Detail bei der Vermessungsverwaltung Ihres Landes individuell prüfen lassen. Die Nutzung des Infrastrukturatlas und des Breitbandatlas ist für Kommunen kostenlos.

Rechtliche Bestimmungen zur Nutzung, Speicherung, Weiterverarbeitung und Veröffentlichung von persönlichen Daten und von Geodaten beachten

  1. Achten Sie auf die lizenzrechtlichen Bestimmungen Ihrer erworbenen Daten.
  2. Daten über die Lage von Infrastrukturelementen können sicherheitsrelevant sein. Bitte beachten Sie dies, wenn Sie Daten von Infrastrukturanbietern wie der Deutschen Bahn AG, Telekommunikationsunternehmern oder Energieversorgern abfragen bzw. selbst erheben und veröffentlichen wollen. Für die über den ISA zugänglichen Daten sind diese Fragen bereits geklärt.
  3. Machen Sie Verträge mit den Datenanbietern bzw. den Urhebern von Daten bei Umfragen.
  4. Schalten Sie den Datenschutzbeauftragten ein, wenn Sie persönliche oder sicherheitsrelevante Daten elektronisch erheben müssen.

Geeignete Partner suchen

  1. Binden Sie Fachbehörden ein (Vermessungsverwaltung, Baubehörde, entsprechende Ministerien).
  2. Hilfreich kann es auch sein, einen engen Kontakt zu den Versorgungsbetrieben in der Region zu halten. Diese führen oft eigene GIS-Systeme und Kataster, die für den Breitbandausbau von Bedeutung sein können.

Interoperabilität beachten

Achten Sie auf die Kombinierbarkeit und Interaktionsfähigkeit verschiedener Systeme und Techniken unter Einhaltung gemeinsamer Standards im Desktop- und Web-GIS-Bereich.

Weitere Informationen zum Thema:

  • Leitfaden zur Datenqualität für Planungsbüros und Behörden (PDF)
  • Leitfaden für kommunale GIS-Einsteiger (PDF)
  • Geodatenzugangsgesetz – GeoZG
  • Checkliste Infrastrukturerhebung – Thematischer Leitfaden (PDF)
  • Checkliste Baustellenkataster

    Checkliste Baustellenkataster

    Hier finden Sie die Checkliste für ein Baustellenkataster bzw. für einen Baustellenatlas als PDF.

    PDF Download



    Breitbandbüro des Bundes
    T 030 60 40 40 6-0
    F 030 60 40 40 6-40
    E kontakt(at)breitbandbuero.de



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