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8. Hessischer Breitbandgipfel in Frankfurt mit politischen Entscheidungsträgern

Tarek Al-Wazir (Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung) und Dr. Tobias Miethaner (Abteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) besuchten das Informationsmobil.
Hauptthemen: Ausbau des Breitbandnetzes in Hessen und in Deutschland sowie Erwartungen beim 5G-Netzausbau – Breitbandbüro mit Fachvorträgen und Informationsstand dabei.


Der Veranstalter Hessen Trade & Invest GmbH sprach von 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im „Kap Europa“ auf dem Frankfurter Messegelände, die Anwesenden von „guter Netzwerk-Stimmung in den Gängen und an den Ständen“, „Familientreffen“ und „cooler Location“: Der 8. Hessische Breitbandgipfel widmete sich am Mittwoch, 07. Juni 2017 seit den Morgenstunden den digitalen Themen rund um Gigabit-Gesellschaft der Zukunft.

Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, besuchte das Informationsmobil, mit dem das Breitbandbüro des Bundes in ganz Deutschland die einzelnen Punkte der Breitbandförderung vorstellt und Möglichkeiten der Digitalisierung für kleine und mittlere Unternehmen anschaulich vermittelt.
Dem Plenum erläuterte Al-Wazir bei der Eröffnung der Veranstaltung den digitalen Status quo seines Landes: „Wir sind mitten in der Digitalisierung.“ Hessen sei dabei mit dem flächendeckenden Ausbau des 50 Mbit/s-Netzes auf der Zielgeraden; in allen Landkreisen existierten FTTC [Fibre to the Curb]-Lösungen in der 1. Ausbaustufe, mit dem Bundesförderprogramm sei der Lückenschluss gelungen. Bei der Realisierung hätten die Kommunen einen immensen Beitrag geleistet. Ausruhen dürfe man sich nicht auf den 50 Mbit/s.
Der Minister verwies auf die Gigabit-Strategie des Landes, die Hessen in die Gigabit-Gesellschaft führen soll: die bedarfsgerechte Versorgung mit FTTB [Fibre To The Building]. Hierzu werde das Land eine Studie zu den Rahmenbedingungen in Auftrag geben, habe eine Gigabit-Allianz Hessen gegründet und setzte auf 5G als neue Technologie. „5G ist eine echte Zukunftsvision!“, so der Minister. Lokale Funknetze würden im kommunalen Umfeld immer wichtiger: „Haben Sie W-LAN?“ würden die Gäste in Gaststätten heute fragen, und nicht mehr „Haben Sie einen Kaffee?“. Störerhaftung sei ein Thema, das in diesem Zusammenhang wichtig sei. Deshalb habe das Land mit dem Leitfaden für die Implementierung von W-LAN-Netzen eine praktische Orientierungshilfe für Kommunen veröffentlicht.

Dr. Tobias Miethaner, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), gab einen Einblick in die Gigabit-Strategie des Bundes und kam von der Anwendungsseite. Als Beispiel nannte er den Schritt vom vernetzten Fahren, das heute schon in Teilen realisiert wird, hin zum autonomen Fahren. Hierfür sei eine digitale Infrastruktur nötig, die einen absolut zuverlässigen Informationsaustausch in Echtzeit ermögliche. Mit Internet of Things und Industrie 4.0 würden 2020 50 Mrd. Gegenstände miteinander vernetzt sein (2012: 9 Mrd.). 2025 seien 11 Mrd. Gigabit nötig. Konvergente Netze forderten mehr Bandbreite, gute Latenz, Datensicherheit, Energie und möglichst keinen Paketverlust. Ohne einen massiven Roll-out von Glasfaser und 5 G wären diese chancenlos, so Dr. Miethaner. Bei den Herausforderungen wie hoher Energieverbrauch müssten Lösungen gefunden werden.
Das Ziel, bis Ende 2018 flächendeckend 50 Mbit/s verfügbar zu haben, sei sehr ambitioniert und ein Zwischenschritt. Deutschland dürfe auf diesem Level nicht stehenbleiben. Die Netzallianz Digitales Deutschland entwickele eine Zukunftsoffensive bis 2025, die aus vier Maßnahmen bestehe: 1. Das Ziel 50 Mbit/s flächendeckend bis 2018 zu erreichen, 2. Gewerbegebiete bis 2019 mit Glasfaser auszustatten, 3. 2020 der 5G-Roll-out und die Voraussetzungen bis dahin zu schaffen, 4. 2025 Vorhandensein einer gigabitfähigen konvergenten Infrastruktur für Hausanschlüsse und Verkehr. Dafür müssten die Investitionen hochgefahren werden.
Die sozioökonomischen Treiber wie Schulen und Krankenhäuser würden verstärkt in den Fokus genommen. Das BMVI sei bezügliche Aufgreifschwelle und Vectoring bereits in Dialog mit der EU-Kommission und optimistisch, dass VULA [Virtual Unbundled Local Access]-Produkte genehmigt würden. Auch Miethaner ging auf 5G als Technologie der Zukunft ein und betonte, dass diese ohne massiven Glasfaserausbau nicht möglich sei. Hierfür seien aber auch noch andere Voraussetzungen nötig: Bereitstellung von Frequenzen, Glasfaseranbindung der Mobilfunkstandorte und ein Dialog über Branchen hinweg über Standardisierung.


Foto oben: Staatsminister Tarek Al-Wazir (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, HMWEVL, 2.v.r.) und Dr. Tobias Miethaner (Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, r.) kommen beim Hessischen Breitbandgipfel in Frankfurt zum Informationsmobil.
Fotocredit: Breitbandbüro des Bundes / Florian Schuh.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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