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Abschlussbericht zur Versorgungs- und Kostenstudie Mobilfunk veröffentlicht

Der Abschlussbericht zur Versorgungs- und Kostenstudie Mobilfunk gibt einen Überblick zum aktuellen Stand der Mobilfunkversorgung in Deutschland und untersucht darauf aufbauend, unter Berücksichtigung der dabei anfallenden Kosten, wie in Deutschland eine annähernd flächendeckende und leistungsstarke Mobilfunkversorgung erreicht werden kann. Die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erstellte Studie nutzt als Grundlage der Erhebung eine Analyse von Crowd-Daten von Mobilfunknutzern aus dem Zeitraum Oktober 2018 bis März 2019.

Die aktuelle Mobilfunkversorgung in Deutschland stellt sich demnach wie folgt dar:

  • In mehr als 90% der Fläche Deutschlands kann heute LTE empfangen werden. Die einzelnen Mobilfunknetzbetreiber erreichen dabei zwischen 69% und nahezu 90% der Fläche.
  • Über 99% der Haushalte haben LTE-Netzabdeckung. Die einzelnen Mobilfunknetzbetreiber erreichen dabei zwischen 89% und 98% der Haushalte.

Von der aktuellen LTE-Mobilfunkversorgung ausgehend, ergänzt um absehbare Ausbaufortschritte, wie bspw. der im Rahmen des Mobilfunkgipfels vertraglich getätigten Zusagen der Mobilfunknetzbetreiber, erstellen die Verfasser der Studie eine Projektion der im Jahr 2024 wahrscheinlichen Mobilfunkabdeckung. Die Autoren skizzieren die Mobilfunkversorgung in Deutschland wie folgt:

Die kombinierte Versorgung der Haushalte wird nach Angaben der Autoren zum Ende des Jahres 2024 voraussichtlich in einer Größenordnung von 99,7% liegen. Die Flächenversorgung betrage dann somit mehr als 95%, wobei dennoch etwa 4.440 „weiße Flecken“ verbleiben, würden. Davon ausgehend werden anhand modellhafter Ausbauplanungen der Aufwand und die Kosten für eine Versorgung dieser verbleibenden Versorgungslücken abgeschätzt.

Die Investitionen für die Versorgung der dann noch verbleibenden weißen Flecken, läge je nach Ausbauszenario in einer Größenordnung von 642 Mio. bis 2,1 Mrd. Euro. Eine effiziente und zugleich für die betroffenen Haushalte qualitativ hochwertige Lösung könne nach Ansicht der Autoren darin bestehen, Basisstationen, die weniger als 20 Haushalte versorgen, per Richtfunkanbindung vergleichsweise kostengünstig ins Netz zu integrieren.

Die Studie wurde im Rahmen der Vorstellung der Mobilfunkstrategie der Bundesregierung veröffentlicht. Die Bundesregierung setzt im Zuge der Strategie gemeinsam mit Ländern und Kommunen auf einen Mix verschiedener Maßnahmen. Dazu gehören:

  • die Schaffung von Transparenz über die tatsächliche Versorgungssituation sowie Überwachung des Mobilfunkausbaus,
  • die Identifizierung von Infrastruktur und Liegenschaften, welche der Bund zum Aufbau von Masten bereitstellen kann,
  • die Bereitstellung von Mitteln in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für die Erschließung von bis zu 5.000 bisher nicht mit Mobilfunk versorgten Gebieten,
  • die Entlastung der Kommunen bei der Umsetzung des Förderprogramms, um für einen effektiven und kostengünstigen Ausbau zu sorgen,
  • die Identifizierung von Beschleunigungspotenzialen beim Mobilfunkausbau gemeinsam mit Ländern und Kommunen.

Weitere Informationen zur Mobilfunkstrategie, den Abschlussbericht zur Versorgungs- und Kostenstudie sowie eine Übersicht aller Maßnahmen der Mobilfunkstrategie der Bundesregierung finden Sie auf der Internetpräsenz des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

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