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„Apps made im Münsterland“ mit Aha-Effekt

Im Jahr 2004 gründete Patrick Bröckers mit einem Freund die OLE Webkonzept GbR Bröckers und Weßeling als Vorläufer der heutigen opwoco GmbH in Gronau-Epe.
Was zunächst nur der Studienfinanzierung dienen sollte, hat sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt zum Software-Dienstleister ausgebaut. Mit dem Erscheinen des ersten Apple iPhones 2007 begannen die beiden Gründer im Rahmen des „open world code (opwoco)“-Projekt mit der Entwicklung von Mobile Apps. 2011 wurde aus der opwoco GbR die opwoco GmbH. Seitdem hat sich das junge Unternehmen als Spezialanbieter für Mobile Apps, besonders im Bereich B2B-Apps, Industrie-Apps, Bestell- und Scan-Apps sowie Vertriebs-Apps entwickelt. opwoco ist in Schöppingen ansässig und versteht sich als innovative „App-Manufaktur“ des Münsterlands.
Seit Anfang 2015 wird die Geschäftsführung durch Tobias Heinrich verstärkt, der besonders im Bereich Marketing und Vertrieb tätig ist.
Tobias Heinrich beantwortete dem Breitbandbüro gegenüber die Fragen zur Digitalisierung.

Breitbandbüro des Bundes: Aus welchen Gründen ist für Ihre Kunden die Digitalisierung durch Apps so wichtig?
Tobias Heinrich: Für unsere Kunden ist nicht in erster Linie „Digitalisierung durch Apps“ wichtig. Viel wichtiger ist die grundsätzliche Digitalisierung des Unternehmens, der Geschäftsprozesse und -modelle. Damit geht eine Mobilisierung und Effizienzsteigerung der Geschäftsprozesse einher. Uns ist auch klar, dass das nicht immer durch Apps geschehen muss. Wir beraten unsere Kunden deshalb auch dahingehend, wann und in welchem Zusammenhang eine mobile Applikation Sinn macht. Insgesamt haben wir aber natürlich schon festgestellt, dass für viele Kunden das Thema Apps in Zusammenhang mit der Digitalisierung nicht mehr wegzudenken ist.
Für mich lässt sich das in gewisser Weise relativ simpel erklären: Seitdem es Smartphones gibt, haben wir hier wahnsinnige Zuwachsraten im privaten Bereich erlebt. Die Geräte sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und praktisch jeder besitzt eins. Anfangs insbesondere als Lifestyle-Objekt betrachtet ist den Leuten inzwischen sehr deutlich geworden, welche praktischen Vorteile ein solches Gerät im Alltag mit sich bringen kann. Wir erleben es gerade deshalb in vielen Unternehmen, dass die Mitarbeiter quasi die Möglichkeit einfordern, Ihre Smartphones auch in den Arbeitsalltag zu integrieren um diesen effizienter zu gestalten. Und dadurch, dass praktisch jeder eins besitzt, existiert eine tolle Plattform um Arbeitsprozesse zu mobilisieren, zu optimieren und zu digitalisieren. Viele Unternehmen haben dies für sich erkannt und bieten Ihren Kunden und Mitarbeitern somit mobile Anwendungen, um dieses Potenzial auszuschöpfen.

Breitbandbüro des Bundes: Uns interessiert der Weg zu einer gelungenen App. Wie digital arbeitet opwoco selber bei der Planung und Umsetzung von Projekten zur Erstellung von Apps?
Heinrich: Ganz entgegen dem berühmten Sprichwort „Des Schusters Kinder tragen die schlechtesten Schuhe“ versuchen wir auch intern, das Potenzial auszunutzen, welche digitale Prozesse bieten. Darüber hinaus wollen wir unseren Kunden natürlich auch immer neue Möglichkeiten aufzeigen, quasi einen Aha-Effekt erzeugen. Im Rahmen der Projektplanung und Umsetzung bieten sich jede Menge digitale Möglichkeiten, auf die man bauen kann. Vom einfachen internen Chat-Tool, über verschiedene Kollaborationsplattformen wie z.B. ein digitales Wiki je Projekt bis hin zu automatischen Testläufen für die Apps setzen wir bei uns auf eine sehr digitale „Tool-Chain“. Aber auch abseits der eigentlichen Entwicklung nutzen wir verschiedene digitale Möglichkeiten in unserem Unternehmen. So haben wir eine eigene einfache Plattform entwickelt, über die unsere Mitarbeiter Urlaubsanträge, Krankheitsmeldungen und Reisekostenabrechnungen mobil erstellen können.
Wichtig ist uns dabei, dass wir nicht sprichwörtlich „stehenbleiben“. Es gibt quasi täglich neue Technologien und Anwendungen, die Potenzial für uns und unsere Kunden bieten. Aus diesem Grund haben wir das „Friday Hacking“ eingeführt, so dass jeder Entwickler pro Woche einen halben Tag zur freien Verfügung hat. Ohne Projektvorgaben und Kontrolle darf jeder neue Technologien erforschen, kleine Testprojekte umsetzen und Anwendungen entwickeln, die unter Umständen erstmal gar keinen praktischen Nutzen haben. So bleiben unsere Mitarbeiter aber auf dem Laufenden, bilden sich fort und darüber hinaus entstehen immer neue Ideen für interessante Produkte, die für unsere Kunden – vielleicht irgendwann einmal – interessant werden könnten.

Breitbandbüro des Bundes: Wagen Sie gerne einen Ausblick … In welchem Bereich werden Apps zukünftig besonders bedeutsam werden?
Heinrich: Das ist keine leichte Frage! Ich neige zu sagen „in allen“. Alle sprechen zwar von Industrie 4.0 aber wir beobachten, dass sich digitale mobile Anwendungen auch in Sektoren großer Beliebtheit erfreuen, die vordergründig vielleicht erstmal wenig mit Digitalisierung zu tun haben. So haben wir z. B. einige Kunden aus dem Agrarsektor, die auf diese Weise neue Geschäftsmodelle geschaffen haben. Kurzfristiger betrachtet denke ich aber, dass in der nahen Zukunft besonders im medizinischen Bereich weiterhin sehr viel Bewegung in Richtung Digitalisierung sein wird. Erstens unterliegt dieser Sektor ohnehin ständigen Neuerungen und Umwälzungen aufgrund intensiver Forschung und Entwicklung. Zweitens ist hier einerseits vonseiten der Pharmafirmen und andererseits durch Forschungs- und Förderprojekte eine hohe Bereitschaft vorhanden, in Neuerungen zu investieren.

Breitbandbüro des Bundes: Ihr Unternehmenssitz liegt in Schöppingen, im sehr ländlichen Münsterland. Augenzwinkernd gefragt: Ab und zu doch mal in der Versuchung, mit dem Unternehmen nach Berlin zu gehen?
Heinrich: Naja, vielleicht nicht gerade nach Berlin …, aber natürlich ist uns bewusst, dass es unser Standort nicht unbedingt einfacher macht, qualifizierte Nachwuchstalente zu uns zu holen. Klar ist aber auch, dass unsere Wurzeln im Münsterland sind und dies unsere Mentalität widerspiegelt. Und das soll auch so bleiben, schließlich ist unser Slogan „Apps made im Münsterland“ auch ein Qualitätsversprechen an unsere Kunden. Deshalb werden wir auch hier bleiben, spielen aber natürlich immer mal wieder mit dem Gedanken, zum Beispiel eine Zweigstelle zu eröffnen, um leichter an Nachwuchskräfte zu kommen. Im näheren Umkreis sind dabei für uns insbesondere Münster und Enschede aufgrund unserer Kundenstruktur und der Hochschulnähe interessant.


Foto oben: Das opwoco-Team: Sarah Benjamins, Patrick Bröckers, Tobias Heinrich, Iris Börsting, Marian Deimel, Robin Achenbach, Tobias Wilming, Sebastian Leuters, Jan Ruland, Patrick Wehri (v-r).
Foto unten: Das Informationsmobil des Breitbandbüros vor dem opwoco-Firmensitz in Schöppingen.
Fotocredit: Breitbandbüro des Bundes / Jens Gowasch.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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