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Medientechnische Anwendungen (Teil 2): „Wir managen ständig steigende Auflösungen und immer größere Datenmengen“

Hier lesen Sie die Fortsetzung des Interviews mit Benjamin Brostian, Geschäftsführer der AV Active GmbH. Im ersten Teil des Interviews schilderte Brostian, was er unter „Arbeiten an der Schnittstelle zwischen konzeptioneller Idee und Machbarkeit“ versteht und welche Rolle digitale Lösungen bei der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen spielen.
Hier im zweiten Teil thematisiert er seine Erwartungen an die digitale Zukunft … .


Breitbandbüro des Bundes: Uns interessieren auch Details: Sie entwickeln selber Speicher-Hardware für Ihre LED-Videowand-Systeme. Was hat Sie dazu bewogen, die digitale Lösung hier selber zu entwickeln?

Benjamin Brostian: Die Hardware-Anforderungen der verschiedenen von uns genutzten Programme sind so unterschiedlich, dass man mit einer Lösung von der Stange sehr schnell an seine Grenzen kommt. Programme, die Inhalte in Echtzeit generieren, verlangen einer Grafikkarte wesentlich mehr Leistung ab, zum Beispiel hinsichtlich der Wiedergabe von sogenannten unkomprimierten Bildsequenzen.
Da jede Veranstaltung mit unterschiedlichen Anforderungen an uns und die Rechnersysteme verknüpft ist, ist der wirtschaftlichere Weg, sich speziell für jede Anwendung ein passendes System zu konfigurieren.
Im Grunde genommen entwickeln wir nicht eigenständig Computer. Wir definieren, in welchen Kategorien die Systeme hohe Leistung bringen müssen und beginnen so die möglichen Komponenten zu spezifizieren. Von einer Firma unseres Vertrauens lassen wir diese dann bauen und testen sie ausführlich und sehr intensiv bis wir 100%-ige Leistung und Ressourcenauslastung erzielen.

BBB: Wie digital geht es für Sie als Unternehmen weiter? Welche nächsten Schritte wollen Sie bei der Digitalisierung gehen?

Brostian: Da alle Prozesse immer zeitkritischer werden, die technischen Installationen immer komplexer und wir von überall an alle Daten kommen müssen bzw. überall die gleichen Programme verwenden müssen, kommen wir an einer voll digitalisierten Lösung nicht vorbei.
Diese Entwicklung wird sich bei uns auf die Infrastruktur auswirken und auch auf die Art und Weise, wie wir Daten innerhalb unserer Firma transferieren und verwalten. Die Datenverteilung auf Veranstaltungen ist ein weiteres Feld, auf dem sich ständig etwas tut. Wir haben in ein 10-Gigabit-Netzwerk mit Luft nach oben und in neue Speichermedien mit noch höherer Lese- und Schreibgeschwindigkeit investiert – und werden uns doch nicht allzu lange darauf ausruhen können. Der nächste Schritt wird nicht allzu lange auf sich warten lassen. Mir managen ständig steigende Auflösungen, immer größere Datenmengen und haben immer weniger Zeit für die Umsetzung der einzelnen Projekte.
Was unsere Leistungen angeht, sehen wir eine zunehmende Digitalisierung als positive Ergänzung und Fortschritt. Es macht das Leben in vielen Bereichen leichter, schneller, komfortabler. Die Grenzen zwischen „braucht man“ oder „braucht man nicht“ sind fließend.

BBB: Sie operieren von Berlin aus. Was macht diese Stadt als Unternehmenssitz für Sie so interessant?

Brostian: Berlin ist ein „kreatives Silicon Valley“ mit vielen Vorzügen. Sowohl potentielle Auftraggeber als auch Auftragnehmer sind in Berlin in einer hohen Dichte angesiedelt. Haben wir ein Engpass an Material für eine Produktion oder Vorbereitung, so sind die Wege relativ kurz und wir haben einen Pool an verlässlichen Lieferanten, die wir mit kurzen Transportzeiten erreichen können.
Von Berlin aus ist es komfortabel in alle Richtungen der Welt zu reisen. Unsere Kunden oder Partner, egal woher sie kommen, verbringen gerne Zeit in Berlin und verbinden dabei Berufliches und Privates.

BBB: Herr Brostian, vielen Dank für das Interview.


Foto: AV Active realisierte ein komplexes Projektionsmapping von enormer Größe für die Schlosslichtspiele 2015 in Karlsruhe.
Foto: Ralph Lahrmann.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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