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Digitalisierung schafft Raum für Flexibilität und Rentabilität

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die bereits vor dem großen Digitalisierungsschub gegründet wurden, sehen sich angesichts der digitalen Transformation immensen Herausforderungen gegenüberstehen. Dass Digitalisierung nicht zwingend komplette Automatisierung und schon gar nicht den Verzicht auf die Individualität menschlicher Arbeitskraft bedeutet, zeigt das Beispiel des Metallbearbeiters Avermann aus Thüringen.

Robert Fuhrmann, Geschäftsführer der Avermann Laser- und Kant-Zentrum GmbH, stand uns für ein Interview zur Verfügung und erklärte, welche Wege beschritten werden müssen, um digitale Technologien umsichtig und zielgerichtet in bestehende Prozesse zu implementieren, welche Vorteile sich daraus ergeben und warum der Mensch trotz digitaler Transformation unersetzlich bleibt.


Breitbandbüro des Bundes: Die AVERMANN Laser- und Kant-Zentrum GmbH ist Spezialist für Lasern, Kanten und Edelstahlverarbeitung von Miniatur bis XL. Was können wir uns darunter konkret vorstellen?

Robert Fuhrmann: Bereits seit den 1990er Jahren stellt Avermann Thüringen seine Kompetenz in der Metallbearbeitung unter Beweis und ist leistungsstarker Dienstleister für Metalltechnik mit Schwerpunkt Laserschneiden und Abkanten. Leistungsstark heißt, dass wir bei Avermann nicht nur Aufträge empfangen und abarbeiten, sondern ganz konkret nach dem Kundenproblem fragen. Nachdem wir das wirklich verstanden haben, können wir mit all unserer Kompetenz in der Metallbearbeitung die Lösung vorschlagen und realisieren.
Das Spektrum an Branchen, für die wir unter www.avermann.eu Lösungen anbieten, ist sehr vielfältig: von Außenfassaden im Baubereich über Schnellbefestigungen für Tablets in Nutzfahrzeugen bis hin zu großvolumigen Artikeln für den Waggonbau reicht die Vielfalt, die sich damit lange nicht erschöpft.
Die Kompetenz und Kreativität unserer Mitarbeiter findet seit 2010 auch Niederschlag im Bau innovativer, eigenentwickelter Maschinen, z. B. zur Zerkleinerung von Speiseresten oder zur Komprimierung von Restabfällen. Hierdurch stellen wir eindrucksvoll unter Beweis, dass die Menschen bei Avermann Thüringen in der Lage sind, Lösungen vom Blech bis hin zur zertifizierten Maschine zu erstellen.

BBB: Wenn Sie zurückblicken, welche Digitalisierungsschritte haben Sie und Ihre Branche in den vergangenen 20 Jahren durchgemacht?

RF: Seit einiger Zeit gibt es (nicht nur) im Wettbewerb des Laserschneidens und Abkanten Unternehmen, die Fabriken im Sinne von Industrie 4.0 komplett neu errichtet haben: voll vernetzte, menschenarme, hochautomatisierte Produktion.
Unternehmen wie unseres, die damals auf traditionelle Weise begonnen haben und nicht neu (mit digitalen Konzepten) bauen können, müssen andere Wege gehen. Diesen Unternehmen bietet sich durch die Digitalisierung die Möglichkeit ihre bestehenden Prozesse, zu einem höheren Grade als bisher denkbar, immer weiter zu verbessern und sich so den Raum für Flexibilität und/oder Rentabilität zu schaffen. Diesen Weg geht auch Avermann Thüringen und hat dafür äußerst interessante Partner aus der Region.

BBB: Auf Ihrer Web-Seite nennen Sie immer wieder die besondere Qualität ihrer Verarbeitung als wichtige Kernkompetenz. Wie sichern Sie diese Qualität und welche Rolle spielen dabei digitale Prozesse?

RF: Qualität ist der Grad, in dem ein Produkt Anforderungen erfüllt. Wie oben erwähnt, ist das Ziel der Menschen bei Avermann Thüringen, dass Kundenproblem genau zu erfassen. Ist dies verstanden, ergeben sich daraus die Anforderungen an das Produkt. Die Produkte von Avermann Thüringen sollen Anforderungen bzw. Kundenwünsche in höchstmöglichem Maße erfüllen. Der Weg dahin ist anstrengend und gewissermaßen endlos. Er wird gespeist durch Vorleben und gegenseitiges Ermutigen. Qualität lässt sich nicht durch Regeln anordnen, Qualität entsteht durch menschliches Denken und Arbeiten. In Kürze wird unsere überarbeitete Webseite www.avermann.eu darüber informieren, wie digitale Prozesse bei Avermann Thüringen den Betriebsablauf konkret unterstützen.

BBB: Wenn Sie auf die Entwicklung Ihres Unternehmens in den nächsten fünf Jahren schauen: Welchen Beitrag wird digitale bzw. digitalisierte Technik bei Ihnen leisten?

RF: Anwendungsbeispiele für Digitalisierung sind u. a. Sensoren an Maschinen, aus deren Daten sich dann Rückschlüsse auf Verschleiß und Ausfallrisiko ziehen lassen. Weiterhin können dadurch Prozesszeiten erfasst werden, die Basis zur Optimierung sind und auch zur Nachkalkulation verwendet werden. Im Einkaufsbereich bringen softwarebasierte Lösungen wie OCR gestützte Datenübernahme aus Papierschriftstücken in ERP-Systeme Erleichterung. Bei den Bestellprozessen im Einkauf hilft die Digitalisierung Aufwand zu reduzieren und Fehler zu minimieren.

BBB: Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Digitalisierung ist für uns …“.

RF: … eine Erleichterung, durch die wir Zeit gewinnen uns auf das Wesentliche zu konzentrieren: Die Lösung des Kundenproblems.


Foto: Robert Fuhrmann, Geschäftsführer der Avermann Laser- und Kant- Zentrum GmbH.
Fotocredit: Avermann Laser- und Kant- Zentrum GmbH

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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