• Startseite
Das Breitbandbüro des Bundes ist mit der Informationskampagne Breitband@Mittelstand in Warstein (Nordrhein-Westfalen), 4. Dezember 2018

Zur Vorweihnachtszeit stand eine Veranstaltungsreihe des Digitalen Zentrums Mittelstand diese Woche unter dem Motto „Digitaler Advent“. An fünf Tagen war in fünf Orten das Thema Digitale Transformation des Mittelstandes im Fokus von Vorträgen, Diskussionen und Workshops.

  • Augmented und Virtual Reality, Lippstadt, 03.12.2018
  • Moderne Arbeitsformen, Warstein, 04.12.2018
  • Cybersecurity, Werl, 05.12.2018
  • Startups, Möhnesee, 06.12.2018
  • Best Practice Beispiele zur Digitalisierung, Soest, 07.12.2018

Das Informationsmobil der Kampagne Breitband@Mittelstand war bei einigen Veranstaltungen vor Ort. Mitarbeiter des Breitbandbüros des Bundes hielten Impulsvorträge, informierten die Besucher und begleiteten die Diskussionen.

In der sich wandelnden digitalen Arbeitswelt müssen sich Unternehmen künftig stärker an den Bedürfnissen potenzieller Mitarbeiter ausrichten. Das wurde bei der Veranstaltung in Warstein am Dienstagabend deutlich. Kompetenzen und Werte der digitalaffinen jungen Generation sind ebenso im Wandel wie Berufsbilder. Für Arbeitgeber heißt dies: Es bedarf neuer Strategien für die Gewinnung von Fachkräften.

Anhand eigener Anwendungen stellten IT-Firmen aus dem Kreis Soest das Thema Cybersecurity am Mittwoch in Werl vor. Sicherheit bei der Nutzung von Daten-Clouds ist gerade für Anwendungen aus dem Bereich Internet der Dinge (IoT, Internet of Things) ein zentrales Thema. Ein Live Hack zeigte eindrucksvoll die Fallstricke auf, für die es aber bereits Lösungen gibt.

Beim Finale in Soest stehen heute Best Practice Beispiele zum Umgang mit der Digitalisierung in der Region auf dem Programm. Am Informationsmobil informieren die Mitarbeiter des BBB mit Hilfe der Exponate über digitale Anwendungen und über den Breitbandausbau im Kreis Soest.

Unterstützt wurde der heute endende „Digitale Advent“ von der Initiative Digitale Wirtschaft NRW des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.


Titelfoto: Vortrag in Warstein beim Digitalen Advent, 4. Dezember 2018.
Fotos unten: Ein Mitarbeiter des BBB berät am Informationsmobil in Warstein beim Digitalen Advent, 4. Dezember 2018; Banner stehen in den Räumlichkeiten der Workshops und Vorträge in Werl; Ein Mitarbeiter des BBB trägt in Werl vor; Das Informationsmobil der Kampagne Breitband@Mittelstand vor dem Kultur- und Eventzentrum Bahnhof Werl. „Digitaler Advent“, 5. Dezember 2018.
Fotocredits: BBB/Jens Gowasch

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

Digitale Technologiewerkstatt

l-r: Michael Zillgener, Sandra Günther, Karl Wolf, Andrea Gobbo, Julia Bisinger (alle Landratsamt Zollernalbkreis) mit Simon Steer (BBB) vor dem Informationsmobil der Kampagne Breitband@Mittelstand beim Workshop in Albstadt (Baden-Württemberg). 27.11.2018.

Die Technologiewerkstatt in Albstadt vernetzt Gründer, Startups und bietet die technische Infrastruktur für Coworking-Arbeitsplätze. Sie ist immer wieder Ort für Veranstaltungen, etwa zu den Themen Industrie 4.0 oder E-Mobilität.

Am 27. November hat dort ein Workshop der Kampagne Breitband@Mittelstand stattgefunden. Gemeinsam mit der IHK und dem Landratsamt Zollernalbkreis hatte das Breitbandbüro des Bundes vor allem mittelständische Unternehmen eingeladen. In Vorträgen informierten die Referenten über die digitale Transformation und damit einhergehende Entwicklungen wie das Internet der Dinge oder Künstliche Intelligenz. Das Landratsamt nimmt sich mit der geplanten Einrichtung eines „Flying Hubs“ dieser Themen an und möchte die digitalen Möglichkeiten für Unternehmen und Startups weiter ausbauen.

Der Zollernalbkreis hat dafür vor kurzem eigens ein Amt für Digitalisierung implementiert. Dessen Vertreter Michael Zillgener ging auch auf den Breitbandausbau in der Region ein: Die Gemeinden im Zollernalbkreis setzen konsequent auf Glasfaser als Zukunftstechnologie.

Impressionen vom Workshop in Albstadt


Foto l-r: Michael Zillgener, Sandra Günther, Karl Wolf, Andrea Gobbo, Julia Bisinger (alle Landratsamt Zollernalbkreis) mit Simon Steer (BBB) vor dem Informationsmobil der Kampagne Breitband@Mittelstand beim Workshop in Albstadt (Baden-Württemberg). 27.11.2018.
Fotocredit: BBB/Jens Gowasch

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

Mariya Gabriel (Europäische Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, r.) und Magdalena Jähler (BCO Germany, l.) mit den Gewinnern der European Broadband Awards 2018. Brüssel, 19.11.2018

Die Gewinner der European Broadband Awards 2018 wurden am 19. November bei einer Preisverleihung in Brüssel geehrt. Die Europäische Kommissarin für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Mariya Gabriel und die Kommissarin für Regionalentwicklung Corina Creţu zeichneten fünf Projekte aus. Die Gewinner erhielten auch die Gelegenheit ihre Projekte auf der „Broadband Day: Mind the Broadband Gap“ Konferenz am 20. November in Brüssel vorzustellen.

Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre bewarben sich auch in diesem Jahr Projekte aus 16 EU-Ländern für die European Broadband Awards 2018. Die Projekte wurden von einer unabhängigen Jury aus fünf Breitbandexperten bewertet, die die Finalisten und die fünf Gewinner auswählten. Alle diese Projekte realisieren innovative und kooperative Ansätze und Lösungen für den Breitbandausbau in Europa.

Die Gewinner im Überblick

Kategorie 1: Innovative Finanzierungs-, Wirtschafts- und Investitionsmodelle

Michaelston-y-Fedw Internet Community Interest Company, Großbritannien

Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für die Installation eines Gigabit Up- und Download FTTP-Netzwerkes. Mit dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Startkapital, konnte ein nachhaltiges Hochgeschwindigkeitsnetzwerk aufgebaut werden, das alle Einwohner versorgt. Die durch die Breitbanddienste erzielten Gewinne werden wieder in den Ausbau der Dienste und der Infrastruktur oder in weitere Projekte auf Gemeindeebene investiert, die von den Anteilseignern des Gemeinschaftsunternehmens bestimmt werden.

Kategorie 2: Kostenreduktion und Investitionsbeteiligung bei zukunftsfähiger Infrastruktur

Sunne im Netzwerk der Zukunft, Schweden

In diesem Projekt einer schwedischen Gemeinde wurde das alte Kupfernetz durch Glasfaser- und Mobilfunknetze ersetzt. Dank der erfolgreichen Kooperation der Gemeinde mit dem Telekommunikationsunternehmen Telia wird am Ende des Projekts im Januar 2019 allen Einwohnern eine moderne Kommunikationsinfrastruktur mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s zur Verfügung stehen. Neben der Infrastruktur haben die Stadtverwaltung und Telia die Bildungsinitiative „More Digital“ ins Leben gerufen – ein Programm für Senioren, die ihre ersten Schritte in die Digitalisierung gehen.

Kategorie 3: Territorialer Zusammenhalt in ländlichen und peripheren Gebieten

Polen tritt in die Gigabit-Gesellschaft ein, Polen

Dieses Projekt erstreckt sich über ganz Polen hinweg, insbesondere aber fokussiert es die abgelegenen und nicht mit Breitband versorgten Gebiete. Das Projekt bietet neue Möglichkeiten für Arbeit, Kommunikation, Bildung und Kultur für Bürger dieser Regionen. Auch die Schulen in diesen Gebieten profitieren von Hochgeschwindigkeits-Telekommunikationsdiensten. Es ist ein hervorragendes Beispiel für die positive Wirkung von EU-Mitteln auf Wirtschaft und Gesellschaft.

Kategorie 4: Sozioökonomische Auswirkungen und Finanzierbarkeit

Breitband für Mandø – Verbindung des UNESCO-Welterbes „Wattenmeer“, Dänemark

Durch das Projekt profitieren die Bewohner der kleinen Insel Mandø von einem Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetz. Die Insel mit nur 110 Häusern befindet sich im UNESCO-Weltkulturerbe-Gebiet Wattenmeer in Dänemark. Gemeinsam mit dem Versorgungsunternehmen SE/STOFA schaffte es die Gemeinde, fast alle Häuser auf der Insel an das Netzwerk anzuschließen. Vor allem der Tourismus profitiert stark, da nicht nur die Anzahl an Inselgästen erhöht werden konnte, sondern diesen auch bessere Dienstleistungen (z. B. Onlinebooking-Systeme) angeboten werden können. Damit einher gehen erhöhte wirtschaftliche Aktivitäten (z. B. Inseltouren) auf Mandø.

Kategorie 5: Offenheit und Wettbewerb

Val d’Oise – Ultraschnelles Breitband-Projekt mit Hilfe von öffentlichen Initiativen: Debitex und Vortex, Frankreich

Das französische Projekt basiert auf öffentlichen Mitteln und stellt sicher, dass alle Wohngebäude, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in der Region Val d’Oise Zugang zu ultraschnellen Breitbanddiensten haben. Wholesale Dienste werden auf neutraler Basis von zwei „Public Initiative Networks“ (PINs), Debitex und Vortex, angeboten, die es allen Internetdienstanbietern erlauben, ihre Angebote zur Verfügung zu stellen. Dadurch erhalten die Bewohner in den ländlichen Gebiete der Val d’Oise Region Zugang zu ultraschnellem bezahlbaren Breitband. Dies trägt direkt zur Beseitigung der digitalen Spaltung in der Region bei.

Breitband für Europa

Die meisten Bewerbungen kamen aus Dänemark, Deutschland und Spanien. Dabei bewarben sich die Mehrzahl der Projekte in Kategorie 3 „Territorialer Zusammenhalt in ländlichen und peripheren Gebieten“. Die Gewinner der European Broadband Awards 2018 wurden am Abend des 19. November in einer Preisverleihung in Brüssel geehrt. Gastgeberin Mariya Gabriel: „Die von uns ausgezeichneten Projekte sind hervorragende Beispiele dafür, wie Technologie die europäischen Bürger einander näherbringt. Jeder von uns sollte Teil unserer modernen Gesellschaft sein. Hochwertige Breitbandverbindungen sind für alle Europäer unerlässlich, um ihre Vorteile nutzen zu können.”

Am Tag darauf fand die „Broadband Day: Mind the Broadband Gap Conference“ statt. Dort berichteten die Gewinner über ihre Erfahrungen und Vorgehensweisen. Alle Konferenzteilnehmer hatten die Möglichkeit mit den Vertretern der Projekte ins Gespräch zu kommen sowie aktiv an den Diskussionen rund um Regulierungsthemen und Finanzierungsmöglichkeiten beim Breitbandausbau in Europa teilzunehmen.

Alle diesjährigen Projekte sind auf den Webseiten, in den Newslettern und der Good Practice Datenbank der Europäischen Kommission, DG CONNECT zu finden.


Foto: Mariya Gabriel (Europäische Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, r.) mit Vertretern des BCO Germany und den Gewinnern der European Broadband Awards 2018. Brüssel, 19.11.2018.
Fotocredit: European Commission

Stella Wcähter (Breitbandbüro des Bundes) beim Vortrag im BayernLab Wunsiedel. Das Breitbandbüro des Bundes ist im Rahmen der Informationskampagne Breitband@Mittelstand in Wunsiedel. 16.11.2018. Breitbandausbau, digitale Transformation, Digitalisierung, KMU

Im Digitalisierungskompass des Handelsblatts belegte die bayerische Region Wunsiedel nur Platz 222 von 401 deutschen Regionen. Doch hier in Oberfranken, am Fuße des Fichtelgebirges, wird intensiv daran gearbeitet, Digitalisierungsthemen verständlich und anwendernah zu gestalten und so in diesem Ranking weiter aufzusteigen. Am 16. November 2018 organisierten das BayernLab und das Breitbandbüro des Bundes zum wiederholten Mal eine gemeinsame Informationsveranstaltung zu Digitalisierungsthemen.

Verbindende Mission der BayernLabs und der Informationskampagne Breitband@Mittelstand ist es, die Öffentlichkeit mit Informationen zu digitaler Infrastruktur und technischen Anwendungen direkt vor Ort zu versorgen. Zur Stärkung des ländlichen Raums wurden die BayernLabs als stationäre Besuchsstätten vom Freistaat in ganz Bayern verteilt. In Wunsiedel vermitteln die Experten seit Dezember 2016 Digitalisierung zum Anfassen.

Während der Informationsveranstaltung unterstrichen die Mitarbeiter des Breitbandbüros des Bundes die Bedeutung von Digitalisierungsthemen für die Zukunft vor allem ländlicher Regionen. Direkt vor dem BayernLab Wunsiedel positioniert, war das Informationsmobil Ziel vieler Interessierter. Sie schauten sich Exponate wie den 3-D-Drucker und den Telepräsenzroboter an und informierten sich über Trends in der Digitalisierung oder den Breitbandausbau in Deutschland.

In den Räumen des BayernLabs Wunsiedel trugen Vertreter des Breitbandbüros des Bundes zu den Themen Künstliche Intelligenz, Internet of Things und Blockchain sowie zum Fachkräftemangel im Zusammenhang mit der Digitalisierung vor. Im Kern verdeutlichten die Präsentationen praktische Anwendungsmöglichkeiten der Digitalisierung für den beruflichen und persönlichen Alltag des Publikums und die Region. Auch zur Diskussion kritischer Perspektiven auf die digitale Transformation blieb genug Zeit.

Unter den Teilnehmern und Referenten der Veranstaltung befanden sich neben Vertretern regionaler Unternehmen und Institutionen, wie dem Klinikum Fichtelgebirge, dem Elektromobilitätsverein Energievision Frankenwald, der Living Logic AG oder Vertretern der örtlichen Verwaltungsbehörden auch einige Vertreter mittelständischer Unternehmen und interessierte Einzelpersonen sowie Mitarbeiter anderer BayernLabs.

Das Informationsmobil der Kampagne Breitband@Mittelstand vor dem BayernLab in Wunsiedel. 16.11.2018. Breitbandausbau, digitale Transformation, Digitalisierung, KMU


Titelfoto: Stella Wächter (BBB) beim Vortrag im BayernLab Wunsiedel. Wunsiedel, 16.11.2018.
Foto unten: Das Informationsmobil vor dem BayernLab in Wunsiedel. Wunsiedel, 16.11.2018.
Fotocredits: BBB

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

Das Breitbandbüro des Bundes ist mit der Kampagne Breitband@Mittelstand in Sangerhausen bei der Berufsorientierungsmesse ZACK 2018. 8. November 2018

Die digitale Transformation verändert bereits jetzt den Arbeitsmarkt. In Handwerk, Industrie und Dienstleistungssektor gewinnen digitale Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Die Berufsorientierungsmesse ZACK 2018 in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) zeigte an zwei Tagen Perspektiven für die Arbeitswelt von morgen auf. In den Berufsbildenden Schulen Mansfeld-Südharz in Sangerhausen gaben Unternehmen und Institutionen aus der Region Tipps zur Berufswahl, zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen acht bis zehn erkundigten sich bei Vertretern von Handwerk, Rettungsdiensten oder Hochschulen nach Möglichkeiten für Praktika und sammelten Bewerbungstipps.

Neben den Firmenständen im Innenbereich gab es auch einen großen Außenbereich, der mit Bagger, Rettungswagen, einer Schmiede und einem Sägewerks-Simulator verschiedene Berufsbereiche veranschaulichte und die knapp 2.000 Besucher zum Ausprobieren einlud.

Das Informationsmobil der Kampagne Breitband@Mittelstand präsentierte auf dem Gelände digitale Anwendungen. Die Besucher informierten sich über additive Fertigung, mobiles, digitales Arbeiten und Virtual Reality. Mitarbeiter des Breitbandbüros des Bundes kamen mit vielen Schülerinnen und Schülern ins Gespräch und informierten über die Digitalisierung der Berufswelt.

Das Breitbandbüro des Bundes ist mit der Kampagne Breitband@Mittelstand in Sangerhausen bei der Berufsorientierungsmesse ZACK 2018. 9. November 2018


Titelfoto: Das Informationsmobil der Kampagne Breitband@Mittelstand vor den Berufsbildenden Schulen Mansfeld-Südharz bei der Berufsorientierungsmesse ZACK 2018. Sangerhausen, 08.11.2018.
Foto unten: Knapp 2.000 Schülerinnen und Schüler besuchten die Berufsorientierungsmesse ZACK 2018. Sangerhausen, 09.11.2018.
Fotocredits: BBB/Jens Gowasch

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

Eine blaue WLAN-Tste auf einer Tastatur. WiFi4EU, Brietbandbüro des Bundes, BBB, Europa, Förderprogramm, ländliche Räume

Der Aufruf der EU-Förderinitiative WiFi4EU war vom 7. bis 9. November 2018 für die Einreichung von Anträgen auf Förderung geöffnet. Teilnehmende Kommunen mussten sich bereits im Vorfeld auf dem programmeigenen Portal www.wifi4eu.eu registrieren. Bis zum Aufruf gab es über 21.000 Registrierungen aus dem gesamten EU-Gebiet.

Die Initiative läuft über drei Jahre und unterstützt die Errichtung von kommunalen WLAN-Netzen mithilfe von Gutscheinen in einer maximalen Höhe von jeweils 15.000 Euro. EU-weit können bis zu 8.000 Kommunen von der Förderung profitieren. Für den aktuellen Aufruf steht ein Fördervolumen von 42 Millionen Euro zur Verfügung. Mehr als 2.800 Gutscheine sollen an die teilnehmenden Kommunen vergeben werden.

Das Förderverfahren wird im Windhundverfahren durchgeführt, d. h. die Reihenfolge der Genehmigung entspricht der Reihenfolge des Antragseingangs. Derzeit prüft die für die Durchführung zuständige Exekutivagentur für Innovation und Netzwerke (INEA) die Anträge auf Förderfähigkeit und Zulässigkeit der Anträge.

Für die Vergabe der Gutscheine hat die EU Kriterien festgelegt, um geografische Ausgeglichenheit zu gewährleisten: Pro Mitgliedstaat werden mindestens 15 Gutscheine und maximal acht Prozent des Förderbudgets des jeweiligen Aufrufs ausgegeben. Im aktuellen Aufruf entspricht dies einem Maximum von 224 zu vergebenden Gutscheinen pro Mitgliedsland.

Die Resonanz auf den Aufruf war groß: Bereits in den ersten 10 Sekunden gingen 4.000 der insgesamt 13.198 Anträge ein. Nach Italien und Spanien hat Deutschland mit 1.824 Anträgen die dritthöchste Bewerberzahl. Auf dem vierten Platz liegt Frankreich.

Auch wenn einige Kommunen technische Probleme bei der Beantragung gemeldet haben, ist der Aufruf den veröffentlichten Zahlen nach erfolgreich verlaufen. Die Gewinner werden im Dezember auf der WiFi4EU-Plattform veröffentlicht.

Mehr zu WiFi4EU

Felix Falk, Geschäftsführer game - Verband der deutschen Games-Branche e. V. Interview mit dem Breitbandbüro des Bundes, Fachkräfte, Digitalisierung, Bildung, Ausbildung, Arbeit

Das BBB im Interview mit Felix Falk, Geschäftsführer game – Verband der deutschen Games-Branche e. V., über die Bedeutung digitaler Spiele für Arbeit, Bildung und die Digitalisierung der Gesellschaft sowie über den aktuellen Trend E-Sports.


Breitbandbüro des Bundes: Der digitale Spielemarkt ist heute für Laien kaum noch zu überblicken. Neben dem klassischen Kauf von Videospielen haben sich zahlreiche Erlösmodelle wie In-Game-Käufe oder Abo-Modelle etabliert. Wo wird in Deutschland derzeit das meiste Geld erlöst und wo geht aus Ihrer Sicht die Reise hin?
Felix Falk: Der Games-Markt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Heute erscheinen Computer- und Videospiele nicht nur für eine Vielzahl von Plattformen, sondern folgen auch unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Dieses wachsende Angebot hat auch immer mehr Menschen für Games begeistert: Heute spielt rund jeder zweite Deutsche – unabhängig vom Alter oder Geschlecht. Diese Entwicklung hat den Games-Markt auf über 3,3 Milliarden Euro wachsen lassen. Mit knapp 1,2 Milliarden Euro wird am meisten Umsatz mit dem klassischen Verkauf von Spielen für PC, Konsole und Mobilgeräte erzielt. Das größte Wachstum findet hingegen bei sogenannten virtuellen Gütern und Zusatzinhalten statt. In dieser Kategorie werden rund 844 Millionen Euro umgesetzt. Dazu gehören sowohl Erweiterungen für bestehende Spiele, etwa zusätzliche Missionen, als auch Ausrüstungsgegenstände oder sogenannte Skins, also Veränderungen des Erscheinungsbildes, für die eigene Spielfigur. Zu dem starken Wachstum in diesem Bereich hat unter anderem der Boom bei Spiele-Apps für Smartphones und Tablets beigetragen. In diesem Teilmarkt sind vor allem die sogenannten Free-to-Play-Spiele beliebt, also Titel, die kostenfrei spielbar sind. Der Spieler gibt dort lediglich dann Geld aus, wenn er beispielsweise seine Spielfigur individualisieren möchte.

Entwicklung des deutschen Games-Marktes seit 1995 Nutzer digitaler Spiele in Deutschland 2018 Gesamtmarkt digitale Spiele in Deutschland

BBB: Vereine, Ligen, Preisgelder und jede Menge Zuschauer – E-Sports, das wertkampforientierte, professionelle Computerspielen, ist in den vergangenen Jahren zum Massenphänomen geworden und hat damit neue Märkte für die Branche eröffnet. Warum ist E-Sports so erfolgreich?
Felix Falk: Jeder, der schon einmal selbst bei einem E-Sports-Turnier vor Ort war und die Begeisterung erlebt hat, wird die Faszination des digitalen Sports schnell verstehen: Der Wettkampf, die Spannung und Atmosphäre, aber auch das Können der E-Sports-Athleten sind sehr beeindruckend. Dass E-Sports innerhalb weniger Jahre den Weg aus der Nische zu einem Massenphänomen genommen hat, liegt in eben dieser Faszination begründet. Millionen Menschen weltweit verfolgen Ligen und Turniere, ihre Lieblingsmannschaften und -athleten. Hierbei handelt es sich um eine junge und digital-affine Generation, also um eine besonders begehrte Zielgruppe. Das erkennen auch immer mehr Unternehmen und nutzen den digitalen Sport, um sich dort zu platzieren. Dabei steht aber nicht nur klassische Werbung im Mittelpunkt. Unter den E-Sports-Zuschauern sind überdurchschnittlich viele junge, technisch versierte und gut gebildete Menschen, die als potenzielle Fachkräfte in einer digitalisierten Arbeitswelt händeringend gesucht werden. Diese besondere Zielgruppe ist gut über E-Sports zu erreichen.

BBB: Sie setzen sich für die Anerkennung von E-Sports als Sport ein. Sehen Sie E-Sports als nächste Evolutionsstufe des Sports oder eher als Weiterentwicklung digitaler Spiele?
Felix Falk: E-Sports ist eine gute Ergänzung zum klassischen Sport. Das gilt für den einzelnen Athleten, der neben seinem Fußballtraining auch zum Gamepad greift und auf dem virtuellen Rasen eine dritte Halbzeit spielt. Dabei kann der einzelne Spieler durch die besondere Perspektive der Spiele sogar noch etwas über Taktik lernen. Aber auch in den Vereinen können sich digitaler und klassischer Sport sinnvoll ergänzen. Insbesondere in der Jugendarbeit gibt es die Herausforderung, dass das Freizeitangebot für Teenager heute deutlich umfangreicher als noch wenigen Jahren ist. Daher fehlt in vielen Bereichen der Vereinsnachwuchs. E-Sports ist auch für die kleinen Vereine vor Ort eine sehr sinnvolle Ergänzung für ihre Jugendarbeit. Denn der digitale Sport kann helfen, auch die jüngere Generation für das Vereinsleben zu begeistern.

BBB: Ihr Verband möchte „Deutschland zum besten Games-Standort“ machen. Wie wollen Sie das erreichen?
Felix Falk: Wir setzen uns dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für die Spiele-Entwicklung in Deutschland stark verbessert werden. Aktuell gibt es noch große Wettbewerbsverzerrungen im internationalen Vergleich, vor allem bei der Finanzierung. So haben Länder wie Frankreich, Großbritannien und Kanada die wirtschaftliche Bedeutung der Spiele-Entwicklung früh erkannt und die Branche zielgenau gefördert. Dadurch ist die Spiele-Entwicklung in Deutschland im Vergleich um bis zu 30 Prozent teurer. Es gibt aber Licht am Ende des Tunnels: Erst Anfang November hat der Bundestag beschlossen, für 2019 insgesamt 50 Millionen Euro für die Games-Förderung in den Bundeshaushalt aufzunehmen. Im nächsten Schritt wird nun das konkrete Förderprogramm durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ausgearbeitet und von der EU-Kommission notifiziert werden. Dann können auch Spiele-Entwickler in Deutschland zu vergleichbaren finanziellen Bedingungen Games entwickeln.

BBB: Das Breitbandbüro des Bundes informiert zu Digitalisierung und digitaler Transformation. Welche Rolle nehmen digitale Spiele Ihrer Meinung bei diesen Entwicklungen ein?
Felix Falk: Games nehmen bei der Digitalisierung eine Schlüsselrolle ein. Einerseits sind Computer- und Videospiele ein ganz entscheidender Innovationstreiber. Viele wegweisende Technologien für die nächsten Jahre werden ganz maßgeblich von Spiele-Entwicklern vorangetrieben, etwa 3D- und Netzwerk-Technologien, Virtual und Augmented Reality oder auch Künstliche Intelligenz. Andererseits sind Games für viele Menschen aber auch ein Türöffner zur digitalen Welt. Wer nicht direkt mit digitaler Technologie aufgewachsen ist, hat häufig gewisse Berührungsängste. Games tragen dazu bei, diese Ängste abzubauen. Computer- und Videospiele tragen zudem in einigen Bereichen ganz wesentlich zur Digitalisierung selbst bei: In medizinischen Therapien werden beispielsweise Serious Games eingesetzt, um Patienten zu helfen und Pflegekräfte zu entlasten. Auch bei anderen gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Bildung haben Serious Games enormes Potenzial. Ob bei der Vermittlung von Schulstoff oder in der beruflichen Bildung: Immer häufiger werden Serious Games eingesetzt, um den Lernspaß und -erfolg zu erhöhen und Fachkräfte für unsere digitale Arbeitswelt fit zu machen.

Der Verband der deutschen Games-Branche e. V., game, vertritt die Interessen von Spiele-Entwicklern, Publishern, E-Sports-Veranstaltern, Bildungseinrichtungen oder Dienstleistern, die mit der Branche verbunden sind. Er ist Ansprechpartner für Medien, Politik und Gesellschaft und setzt sich für das Kulturgut digitale Spiele ein. Darüber hinaus ist der game Träger des Deutschen Computerspielpreises und der gamescom, die jedes Jahr in Köln stattfindet.

Foto: Felix Falk, Geschäftsführer game – Verband der deutschen Games-Branche e. V.
Fotocredit: Dirk Mathesius

Digitale Infrastruktur ist die Grundlage für intelligent vernetzte Städte und ländliche Räume. Die Mittel aus der Bundesförderung Breitband sollen besonders den ländlichen Regionen zu Gute kommen, da dort ein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht immer erfolgt. Unter dem Titel „Gigabit für Alle – mit Förderprogrammen zum Ausbauziel“ griff Dr. Annette Schumacher vom Breitbandbüro des Bundes dieses Thema in einer Keynote am 22. November auf. Im Rahmen der Smart Country Convention in Berlin stellte sie die Stadt-Land-Unterschiede sowie den Fokus der Bundesförderung Breitband auf Schulen, Unternehmen und Krankenhäuser in den Mittelpunkt. Schumacher erläuterte die Verschlankung des Förderverfahrens sowie die Anhebung des Förderhöchstbetrags auf 30 Millionen Euro, die sich aus der im Juli 2018 veröffentlichten Novelle der Förderrichtlinie ergeben. Die Zahlen zum Ausbaustand und den Ländervergleich kommentierte Schumacher: „Wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt noch viel zu tun.“

Im Anschluss fand ein Panel zum Thema „Glasfaserausbau – Potenziale und Hemmnisse auf kommunaler Ebene“ mit Vertretern der Telekommunikationswirtschaft sowie der Länder Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Teilnehmer erklärten, dass die positiven Wirkungen der Vereinfachung des Förderprogramms bereits zu spüren seien. Deutlich wurde zudem, dass jedes Bundesland andere Voraussetzungen mitbringt und dementsprechend unterschiedliche Ausbaumodelle verfolgt. Wichtig ist dabei eine Zusammenarbeit von Kommunen, Kreis und Land.


Foto: Dr. Annette Schumacher (Breitbandbüro des Bundes) bei ihrer Keynote Gigabit für Alle – mit Förderprogrammen zum Ausbauziel. Smart Country Convention, Berlin, 22.11.2018.
Fotocredit: BBB

European Broadband Awards 2018

European Broadband Awards 2018 - Banner

Auch in diesem Jahr hatten Breitbandausbauprojekte aus ganz Europa die Möglichkeit, sich um einen der European Broadband Awards der Europäischen Kommission zu bewerben.

Eine Fachjury hat insgesamt 15 Finalisten ausgewählt. Die fünf Gewinner werden am 19. November bei einer Preisverleihung geehrt und am 20. November auf der „Broadband Day: Mind the Broadband Gap“ Konferenz in Brüssel vorgestellt.

Eine Jury aus fünf Breitbandexperten bewertete die Projektanträge und wählte in den fünf Kategorien die folgenden Finalisten aus:

Kategorie 1: Innovative Finanzierungs-, Wirtschafts- und Investitionsmodelle

Kategorie 2: Kostenreduktion und Investitionsbeteiligung bei zukunftsfähiger Infrastruktur

Kategorie 3: Territorialer Zusammenhalt in ländlichen und peripheren Gebieten

Kategorie 4: Sozioökonomische Auswirkungen und Finanzierbarkeit

Kategorie 5: Offenheit und Wettbewerb

Dänemark, Deutschland und Spanien waren die Länder mit der höchsten Zahl an Bewerbungen. Die meisten Projekte hatten sich in Kategorie 3, „Territorialer Zusammenhalt in ländlichen und peripheren Gebieten“, beworben.

Die Preise für die fünf Gewinner (einer pro Kategorie) werden am Abend des 19. November von Mariya Gabriel (Europäische Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft) und Phil Hogan (Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung) verliehen.

Bei der am Tag darauf stattfindenden „Broadband Day: Mind the Broadband Gap“ Konferenz berichten die Gewinner in einem Panel über ihre Erfahrungen und Vorgehensweisen bei der Projektumsetzung.

Alle teilnehmenden Projekte werden auf den Webseiten, in den Newslettern und der Good Practice Datenbank der Europäischen Kommission, DG CONNECT präsentiert.


Bild: European Broadband Awards 2018.
Bildcredit: atene KOM GmbH

Das Breitbandbüro des Bundes mit der Kampagne Breitband@Mittelstand in Leverkusen. 06. November 2018- WfL, Wirtschaftsförderung Leverkusen, Digitalisierung, Mittelstand

Auf Einladung der Wirtschaftsförderung Leverkusen und der IHK Köln machte das Informationsmobil am 06. November 2018 im Rahmen der Kampagne Breitband@Mittelstand Station in Leverkusen. Veranstaltungsort war das Probierwerk in Opladen.

Unter dem Motto: „Mit neuen Geschäftsmodellen die Marktposition sichern“ eröffnete Frank Obermaier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Leverkusen, den Mittelstandsdialog PLUS, eine gemeinsame Veranstaltung der WfL Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH und der IHK zu Köln .

Digitalisierung verändert die Wirtschaft. Dieser Wandel betrifft jeden Betrieb, alle Geschäftsmodelle und nicht nur IT und Produktion: Durch die Digitalisierung werden Märkte deutlich transparenter und Kunden zu gut vernetzten und informierten Akteuren.

Wie sich Unternehmen so aufstellen, dass sie auch weiterhin wettbewerbsfähig bleiben, erfuhren die Teilnehmer durch Impulsvorträge der Experten des Breitbandbüros des Bundes zu den Themen digitale Transformation und Anwendungen, Internet of Things sowie E-Health. Im Anschluss folgte eine kurze Vorstellung des Probierwerks. In der alten Gewerbehalle soll Start-ups und junge Unternehmen künftig Raum geboten werden, um innovative, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Bereits im Vorfeld der Vortragsreihe nutzten zahlreiche Workshop-Teilnehmer die Gelegenheit zur individuellen Begehung des Informationsmobiles, wobei das Kampagnenteam nicht nur Telepräsenzroboter und 3-D-Drucker präsentierte, sondern auch zu den Themen Breitbandausbau und digitale Anwendungen Rede und Antwort stand.

Im Anschluss an das offizielle Programm, nahmen viele der Teilnehmer ihre Chance wahr und suchten das individuelle Gespräch mit den Referenten. Diskutiert wurden die digitale Standortentwicklung Leverkusens sowie Möglichkeiten, ortsansässige Unternehmen für digitale Geschäftsmodelle zu sensibilisieren.


Titelfoto: Gespräche am Informationsmobil während der Veranstaltung Mittelstandsdialog PLUS vor dem Probierwerk in Opladen. Das Breitbandbüro des Bundes mit der Kampagne Breitband@Mittelstand in Leverkusen. 06. November 2018.
Fotocredit: BBB/Jens Gowasch

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

BBB Logo


Breitbandbüro des Bundes
T 030 60 40 40 6-0
F 030 60 40 40 6-40
E kontakt(at)breitbandbuero.de



Postanschrift
Postfach 64 01 13
10047 Berlin