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Cloudbasierte Software auf dem Maisfeld: Ein Beispiel für digitale Landwirtschaft

Andreas (l.) und Michael Kühling vor dem Informationsmobil des Breitbandbüros des Bundes. 06.08.2019.

GPS-gestützte Düngung, Futterautomaten für Tiere und selbstfahrende Erntemaschinen sind in landwirtschaftlichen Betrieben schon lange keine Zukunftsmusik mehr. Zwei Landwirte, die die Digitalisierung der eigenen Felder und Ställe stetig vorantreiben, sind Andreas und Michael Kühling. Die Josef Kühling GbR aus Bentzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald setzt seit mehreren Jahren unter anderem auf die intelligente Bewässerung der Ackerflächen und die automatische Fütterung der Schweine.

Die Felder, auf denen Michael Kühling zum Beispiel Mais anbaut, bewässert der Landwirtschaftsbetrieb mit fünf Beregnungsmaschinen. Diese werden über eine cloudbasierte Software digital gesteuert. Gleichzeitig liefert diese Software Daten zur verbrauchten Wassermenge, zum Druck der Düsen und zum Zustand der Beregnungsmaschinen. Teile dieser Informationen werden an die zuständigen Behörden übermittelt, um die Dokumentationspflicht für Landwirtschaftsbetriebe effizient zu erfüllen. Kommt es bei der Beregnung zu Störungen, alarmiert das cloudbasierte System einen Mitarbeiter per SMS. Die Meldung auf dem Smartphone benennt den aktuellen Standort des Regners und definiert das Problem. „So können wir die Störung zeitnah beheben“, sagt Michael Kühling.

Auch die Tierhaltung läuft bei den Kühlings in vielen Bereichen automatisiert: „Die gesamte Fütterung unserer Schweine erfolgt durch ein vollautomatisches Fütterungssystem, das wir von überall aus steuern und überwachen können“, erklärt Michael Kühling. Zudem lassen sich die Lüftungsanlagen in den Ställen digital regeln. Dabei werden die Temperaturen intelligent an die Bedürfnisse der Tiere angepasst und die Daten kontinuierlich protokolliert.

Flexibler arbeiten im papierlosen Büro

So digital und modern wie der Ackerbau und die Tierhaltung ist bei der Josef Kühling GbR in Mecklenburg-Vorpommern auch die Verwaltung. Seit 2014 arbeiten die Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebs in einem papierlosen Büro. „Wir nutzen eine sogenannte Dokumenten-Management-Software, die sämtliche ein- und ausgehenden Dokumente archiviert, verschlagwortet und digital lesbar macht. Somit haben wir alle unsere Dokumente überall griffbereit“, erklärt Michael Kühling. „Wir sind durch unser papierloses Büro schneller und flexibler in der Abarbeitung bürokratischer Prozesse.“

Insgesamt steigere die Digitalisierung die Effizienz des gesamten Landwirtschaftsbetriebs in Bentzin. „Die Kosteneinsparungen bringen uns Vorteile, die wir dann in einer besseren Wirtschaftlichkeit umsetzen können“, so der Landwirt. Daher rät Michael Kühling auch anderen Landwirtschaftsbetrieben, digitale Anwendungen einzuführen: „Wer sich der Digitalisierung nicht schnellstmöglich stellt, wird zukünftig große Nachteile in seiner Produktion haben, die er später vielleicht nicht mehr ausgleichen kann.“

Viele Prozesse auf dem Hof der Josef Kühling GbR werden digital überwacht – unter anderem die Energieversorgung und der Ertrag der Acker. 06.08.2019.
Fotocredits: BBB.

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