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„Breitbandausbau ist die Grundlage für erfolgreiche Energie- und Mobilitätswende“

Die InTraSol – Intelligent Traffic Solutions GmbH entwickelt Lösungen zum Thema Elektromobilität. Das Unternehmen aus Nordhausen, Thüringen, liefert vom Konzept über die Beschaffung von Fahrzeugen und Ladetechnik bis zur Sicherstellung des laufenden Betriebs alles aus einer Hand. Wir sprachen mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter Sebastian Kupfer insbesondere über Elektromobilität und die dafür notwendige Infrastruktur.

Breitbandbüro des Bundes: Die InTraSol GmbH entwickelt Lösungen zum Thema Elektromobilität. Für Ihre Kunden beschaffen Sie einerseits Elektroautos und errichten andererseits Ladestationen. Wie verbinden Sie diese zwei Geschäftsmodelle?
Sebastian Kupfer: Die InTraSol GmbH verfügt dank ihrer Praxiserfahrung seit 2013 über einen großen Kundenstamm. Das bedeutet, dass wir eine große Markenvielfalt durch Großkunden-Rahmenverträge mit Herstellern von Fahrzeugen und Ladetechnik gewährleisten können. Auch durch den Betrieb eines eigenen Carsharing (www.mobeno.de), sowie ein Angebot von kurzfristigen Mietfahrzeugen und Mietladestationen, das uns zur Verfügung steht, schaffen wir den Spagat zwischen der Beschaffung von Elektroautos und der Errichtung von Ladestationen. Dabei hilft uns grundsätzlich, dass InTraSol ein interdisziplinär aufgestelltes Team von jungen Fachkräften ist, das durch Agilität und Kundennähe überzeugt.

BBB: Wie beurteilen Sie das aktuelle Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage beim Thema Elektromobilität?
Sebastian Kupfer: Dies muss man differenziert betrachten, da sich die Situationen für Angebot und Nachfrage unterscheiden.
Auf der Angebotsseite sieht es mäßig bis schlecht aus für den Endkunden: Die wenigsten Autohäuser haben durchgängig und verlässlich Vorführwagen vorrätig. Zudem sind die Verkäufer nur selten im Bereich Elektromobilität geschult. Ich sehe, dass bei vielen Autohäusern oft nicht der Kundenwunsch, sondern eigene Interessen im Vordergrund stehen.
Auf der Nachfrageseite kann ich – wenn ich unsere Zahlen als Maßstab nehme – ein großes Interesse und stetiges Wachstum beim Thema Elektromobilität konstatieren, gerade bei Flotten kommunaler Betriebe, z. B. bei Stadtwerken oder Entsorgungsbetrieben. Auch das Carsharing wird gut angenommen. Im Gegensatz dazu stelle ich viele, besonders von den Medien hergestellte „geistige“ Hürden fest, die dazu führen, dass es momentan noch nicht sehr imageförderlich ist, ein E-Auto zu fahren.

BBB: Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht der Breitbandausbau für die Elektromobilität?
Sebastian Kupfer: Der Breitbandausbau ist die Grundlage für eine erfolgreiche Energie- und Mobilitätswende. Durch diese leistungsfähige Technik wird die Basis gelegt für die Carsharing-Funktionalität in Echtzeit und die dafür notwendige Konnektivität von Datenbanken. Ebenso sehe ich eine globale Vernetzung der Ladestationen (Roaming) für E-Fahrzeuge nur mit leistungsstarken und zukunftsfähigen Glasfaserleitungen gegeben.

BBB: Bitte wagen Sie einen Ausblick: Wie gestaltet sich die Elektromobilität und die Ladenetzinfrastruktur in fünf Jahren?
Sebastian Kupfer: Es wird eine enorme Vielfalt an Fahrzeugen und Ladetechnik geben, weil einerseits E-Nutzfahrzeuge bezahlbar werden und induktives Laden in die Serienreife geht. Daraus ergibt sich eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten der Elektromobilität, etwa innerhalb von Kommunen, dem Dienstleistungsgewerbe, insbesondere der Pflegedienstbranche. Um diese Möglichkeiten zu gewährleisten, sehe ich ein flächendeckendes öffentliches Ladenetz an Autobahnen und Bundesstraßen mit einem Leistungsvolumen von 50 bis 350 KW.


Foto: Sebastian Kupfer, Geschäftsführender Gesellschafter der InTraSol GmbH.
Fotocredit: InTraSol GmbH.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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