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„Die Digitalisierung wird sowohl unser Privat- als auch unser Wirtschaftsleben fundamental verändern.“

Die Microsens GmbH & Co KG entwickelt bereits seit 1993 leistungsfähige Glasfaser-Übertragungssysteme und zählt damit zu den Pionieren dieser Technologie.
Das Unternehmen vertreibt seine Produkte vom westfälischen Hamm aus weltweit. Durch den direkten Kontakt mit den Endkunden fließen Anregungen umgehend in die Entwicklung neuer Komponenten ein. Die Produkte sind entsprechend auf individuelle Bedarfe verschiedener Branchen zugeschnitten. Gemeinsam mit Systemintegratoren weltweit realisiert Microsens anspruchsvolle Projekte mit leistungsfähigen technologischen Konzepten. Bei unserem Besuch auf der BREKO Glasfasermesse sprachen wir mit Geschäftsführer Frank Konrad über den aktuellen Stand digitaler Transformation sowie zukünftige gesellschaftliche und wirtschaftliche Erfordernisse und Auswirkungen der Digitalisierung.


Breitbandbüro des Bundes: Welche Chancen und Risiken birgt der Digitalisierungsprozess?

Frank Konrad:
Alle reden vom Internet der Dinge (Internet of Things / IoT). Aber was nützt es uns eigentlich? MICROSENS und die aus mittelständischen Unternehmen bestehende euromicron Unternehmensgruppe hat sich auf die Digitalisierung von Netzwerkinfrastrukturen, insbesondere in Gebäuden sowie von Industrieprozessen spezialisiert. Wir bieten unseren Kunden anwendungsreife Lösungen für eine digitalisierte Zukunft an. Besprechungsräume samt Heizung, Licht und WLAN bereiten sich bedarfsgerecht auf das nächste Meeting vor. Weichen schicken Zustandsinformationen an Stellwerke. Industrieroboter melden präventiv einen drohenden Ausfall an Prüfgeräte oder Datenbanken. Aus der Analyse der hier anfallenden Daten werden Handlungsempfehlungen für den Anwender abgeleitet. Diese Daten sind das „neue Gold“: die Ressource für digitale Wertschöpfung und den zukünftigen Antrieb unserer Wirtschaft. Sie sind die Basis für neue Geschäftsmodelle und Services. Doch ohne ausfallsichere Infrastrukturen und hochverfügbare Netzwerke kann das Internet der Dinge nicht funktionieren. Ebenso stellt die zunehmende Vernetzung auch zunehmende Risiken dar: Cyberattacken stellen beispielsweise für Unternehmen aus dem Energiesektor oder für Behörden – und damit auch für das Allgemeinwohl – ein existenzielles Risiko dar. Integrierte und effiziente IT-Sicherheitskonzepte sind deshalb in Zukunft unverzichtbar.

BBB: Was sind für Sie die derzeit spannendsten Entwicklungen im Bereich Digitalisierung?

Frank Konrad: Die Schwerpunkte der zukünftigen Entwicklung liegen nach unserer Sicht auf den Bereichen digitalisierte Gebäude, Industrieautomation und hochverfügbarer Infrastrukturen des Gemeinwesens. Hier wird es in den kommenden Jahren die spannendsten Entwicklungen geben. Ob es nun die vorbeugende Wartung von Maschinen und Anlagen, der sich selbst regulierende Besprechungsraum oder automatisierte Fertigungsprozesse sind. Im modernen Bürogebäude kommunizieren und interagieren intelligente technische Systeme mit schlauen Dingen wie Sensoren und Aktoren. So werden Betriebskosten gesenkt, Wirtschaftlichkeit gesteigert sowie mehr Komfort am Arbeitsplatz geschaffen. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, und mit jeder neuen Anwendung entstehen wieder Ideen für innovative Einsatzmöglichkeiten. Im Smart Building, der Smart Factory oder in der Smart City – täglich werden neue Applikationen Realität.

BBB: Für welche Branche ist Digitalisierung von besonderem Interesse?

Frank Konrad: Die Bereiche Automobil, Transport, Logistik, Verkehr sowie Energieversorger werden zu den ersten Profiteuren der zunehmenden Digitalisierung gehören. Die bereits mit hoher Geschwindigkeit dort gestartete Digitalisierung sowie maßgeschneiderte Systeme und Konzepte sprechen wirtschaftlich, organisatorisch, aber auch in Umwelt- und Sicherheitsfragen eine deutliche Sprache.

BBB: Worin sehen Sie die größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die durch die Digitalisierung hervorgerufen werden?

Frank Konrad: Die Digitalisierung wird sowohl unser Privat- als auch unser Wirtschaftsleben fundamental verändern. Unternehmen, die sich diesem Wandel stellen, sichern heute schon ihre Chancen von morgen. Damit die digitale Transformation jedoch gelingt, benötigen wir eine entsprechende flächendeckende schnelle und zuverlässige Breitband-Infrastruktur, innovative technische Lösungen und angepasste Applikationen. Die letzten beiden Punkte decken wir hervorragend innerhalb unserer euromicron Gruppe ab: in den Märkten „Digitalisierte Gebäude“, „Industrie 4.0“ und „Kritische Infrastrukturen“. Hier bieten wir intelligente zukunftsfähige digitale Lösungen und die dazugehörigen Smart Services an.

BBB: Herr Konrad, vielen Dank für das Gespräch.


Foto: Dipl.-Ing. Frank Konrad, Geschäftsführer der MICROSENS GmbH & Co. KG, euromicron Gruppe.
Fotocredits: Frank Konrad/Microsens.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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