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Die Hauptaufgabe besteht darin, vor allem kleinen und mittelgroßen Unternehmen zu zeigen, was Digitalisierung heißt.

Die Digitalisierung von Prozessen ist für Unternehmen ein großes Thema. Softwarelösungen die sich dem annehmen, müssen individuell auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten sein. Die kiwiw Systems GmbH bietet genau solche Lösungen in Form eines adaptiven Baukastensystems für die Umsetzung komplexer Unternehmensprozesse in einfach ausführbare Software. Am Rande des Colloquium Industrielle IT, das wir gestern mit unserer Roadshow Unterwegs für Deutschlands digitale Zukunft besuchten, sprachen wir mit Arne Rosenow, dem Leiter der kiwiw Acadamy über wachsende Datanvolumina und den konkreten Benefit den die digitale Transformation mit sich bringt.


Breitbandbüro des Bundes: Ihr Firmenslogan ist: „Digitalisierung leicht gemacht“. Was macht denn die Digitalisierung in Ihren Augen so anspruchsvoll?

Arne Rosenow: Das Hauptproblem bei der Digitalisierung ist ja, dass sich nur die wenigsten etwas darunter vorstellen können. „Digitale Transformation“, „Industrie 4.0“ usw. Das sind ganz häufig Buzzwords, die momentan ganz aktuell sind, aber wenn es konkret wird, kommen ganz viele Fragezeichen. Ich hatte zum Beispiel kürzlich auf der CeBIT ein interessantes Gespräch mit einem Angehörigen der IG Metall, der mir sagte, dass in den Betriebsräten der Unternehmen vor allem deshalb eine so große Skepsis gegenüber der Digitalisierung herrscht, weil sich kaum einer etwas konkretes darunter vorstellen kann.
Ich glaube, das momentan die Hauptaufgabe darin besteht, vor allem kleinen und mittelgroßen Unternehmen zu zeigen, was denn Digitalisierung heißt und dass man zunächst klein anfangen und in kleinen, überschaubaren aber auch konkreten Schritten vorgehen kann. Lieber kleine, schnelle Sprints als den großen Marathon, wo einige nicht wissen, ob sie überhaupt ankommen.

BBB: Welche Ihrer Lösungen machen die Digitalisierung leicht, wo/wie können Sie mit Ihrem Angebot überzeugen?

AR: Wir haben eine Digitalisierungsplattform entwickelt, an die sukzessive einzelne Bereiche angebunden werden können und Schritt für Schritt „digitalisiert“ werden kann. Das heißt konkret, dass z. B. in der Produktion der ganze Prozess des Qualitätsmanagements digital unterstützt oder auch ausgeführt wird: Die Parameter und Informationen von Abweichungen werden durch einen Mitarbeiter nicht mehr per Zettel erfasst, sondern in einer Maske am Tablet oder Computer eingegeben. Dadurch erscheint automatisch bei allen Beteiligten des Prozesses die Information, dass eine Qualitätsabweichung besteht, in welchem Status sich der Prozess befindet, was bereits gemacht wurde und welche Schritte als nächstes ausgeführt werden müssen. Man kann also zu jedem Zeitpunkt genau sehen, wo man steht, welche Zuarbeit bereits erfolgte usw. Das spart eine Menge Zeit, reduziert deutlich den Koordinationsaufwand und es bleiben keine Fragen offen, wenn z. B. ein Mitarbeiter krank wird. Zudem werden die Mitarbeiter in ihrer Arbeit entlastet, denn sie haben Zeit, sich auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren und müssen z. B. keine Prozesshandbücher wälzen um zu wissen, was als Nächstes geschehen muss.
Hinzu kommt, dass unsere Digitalisierungsplattform durch die Statussteuerung sehr nah am Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0) liegt, wie es vom Zentralverband der Elektrotechnik und Elektroindustrie zusammen mit der Plattform Industrie 4.0 entwickelt wurde. Der Produktlebenszyklus, prozessuales Denken und die Einbindung sämtlicher beteiligter Bereiche (unternehmensinterne und –externe) sind wesentliche Elemente des RAMI 4.0. Und genau das setzen wir mit unserer Plattform um.

BBB: Wenn Sie zurückblicken: Welche Veränderung beim Thema „Digitalisierung“ hat die Wirtschaftswelt in den vergangenen fünf (oder: zehn, oder: fünfzehn) Jahren nach vorne gebracht? Aus welchem konkreten Grund war das ein Fortschritt?

AR: Da gibt es sicherlich sehr viele. Aber ganz spontan fällt mit das mobile Internet ein:
Dadurch wird es möglich, Informationen unternehmensintern dort zu erfassen, wo sie entstehen (z. B. Projektmanagement, Qualitätskontrolle usw.) und diese unmittelbar entsprechenden Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Dadurch entsteht ein enormer Zeitgewinn.
Zukünftig wird der voranschreitende Ausbau des Breitbandnetzes wesentlich sein. Das wird allein schon deshalb erforderlich werden, weil die Datenvolumina, die ausgetauscht werden, weiter wachsen, und für viele Unternehmen ein Datenstau zu Wettbewerbsnachteilen führen wird.

BBB: Welchen Herausforderungen steht Ihr Unternehmen beim Thema „Digitalisierung“ gegenüber? Was wollen Sie bei diesem Thema anpacken?

AR: Für die meisten Unternehmen sind die Begriffe „Digitalisierung“ oder „Industrie 4.0“ noch zu abstrakt. Alle wissen, dass es wichtig ist und kommt, aber keiner weiß genau, was das heißt.
Wir wollen uns dabei als Wissensgeber verstehen, auf Informationsveranstaltungen und Messen erklären, wie man Digitalisierung verstehen kann und damit Unternehmen die Angst nehmen, sich diesem Thema zu stellen und proaktiv damit umzugehen.

BBB: Wenn sich für Sie bei der Digitalisierung über Nacht ein Wunsch erfüllen würde: Welcher wäre das?

AR: Die Erkenntnis bei Mitarbeitern, dass die Digitalisierung nichts Böses ist und sie den Mitarbeiter nicht ersetzen kann.

BBB: Herr Rosenow, wir danken Ihnen für das Gespräch.


Foto oben: Arne Rosenow (Leiter kiwiw Acadamy)
Fotos unten: Besprechung von Qualitätsumstufungen; Produktionsstraße Pressspanplatten;
Fotocredit: kiwiw Systems GmbH; Branche: Holzverarbeitung; Stadt: Baruth

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek

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