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Das Osterholzer Kreisblatt kombiniert Digitalisierung mit Heimatverbundenheit

Das Osterholzer Kreisblatt ist die Tageszeitung für die Gemeinden Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude, Hagen, Hambergen, Beverstedt und Gnarrenburg. Es erscheint als regionale Beilage des in Bremen ansässigen Weser Kuriers und hat eine verkaufte Auflage von circa 11.200 Exemplaren. Die Zeitung wurde 1875 von Heinrich Saade gegründet. Mit Verlegerin und Geschäftsführerin Angelika Saade sprachen wir insbesondere über die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Verlagswesen.

Breitbandbüro des Bundes: Das Osterholzer Kreisblatt verfügt über eine lange Familientradition und wird seit 1875 verlegt. Das Verlagswesen wurde seitdem immer wieder vor allem mit technischen Neuerungen konfrontiert. Sehen Sie die Digitalisierung dabei als eine Entwicklung unter vielen oder in einer Sonderrolle?
Angelika Saade: Die Digitalisierung ist für das Verlagswesen einerseits sicherlich eine Entwicklung unter vielen. Doch gleichzeitig sehe ich andererseits durch die Veränderung der Mediennutzung der Gesellschaft die Zeitungsverlage in einer schwierigen Sonderrolle. Besonders viele der jungen Generation – die Millennials – halten Zeitungen für überflüssig, weil sie glauben, alle wichtigen Informationen selber im Netz finden zu können.
Gemeinsam mit dem Partner Weser Kurier bietet das Osterholzer Kreisblatt seinen Lesern eine Vielfalt von digitalen Angeboten, wie E-Paper, Weser-Kurier News-App oder weser-kurier.de, mit denen die hochwertigen journalistischen Inhalte überall und jederzeit gelesen werden können.

BBB: Welche Rolle spielt in Ihrem Unternehmen die Digitalisierung unter der Berücksichtigung, dass ein Medienunternehmen sowohl publizistische als auch ökonomische Ziele verfolgt?
Angelika Saade: Selbstverständlich ermöglicht die Digitalisierung der Tageszeitung bei geringeren Kosten, aktuelle Nachrichten auf neuen Portalen umgehend den Lesern zur Verfügung zu stellen. Das Angebot muss ausreichend attraktiv sein und Alleinstellungsmerkmale aufweisen, um gekauft zu werden, während es gleichzeitig viele kostenfreie Informationsquellen gibt. Auf diesem Weg können auch neue Zielgruppen durch Angebotsvielfalt und Pluralität gewonnen werden.

BBB: Sehen Sie sich als Verlegerin des Osterholzer Kreisblatt in einer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung?
Angelika Saade: Ich sehe meine Aufgabe in der Bewahrung der Institution “Heimatzeitung Osterholzer Kreisblatt” und damit in der Bewahrung von Traditionen und Werten für die Gesellschaft, so wie sich alle Generationen der Familie Saade bisher dafür eingesetzt haben.
Eine Heimatzeitung ist auch im Landkreis Osterholz wichtig für den sozialen Zusammenhalt der Bevölkerung. Sie bietet die Möglichkeit der gemeinsamen Informationsquelle für alle Leser über wichtige Ereignisse, Veränderungen, Veranstaltungen oder Familienanzeigen. Sie bietet Orientierung, schafft soziale Netzwerke, trägt bei zum Erhalt der Demokratie.

BBB: Bitte geben sie einen Ausblick darauf, was die Nutzer zukünftig von den Erzeugnissen eines Verlags erwarten können – in gedruckter und digitaler Form?
Angelika Saade: Die Zeitungen der Zukunft sind weit mehr als Printprodukte. Der Qualitätsjournalismus wird in unterschiedlichen digitalen Formaten angeboten, die sich durch ständig weiterentwickelte Innovationen darstellen werden. Zentral sind dabei weiterhin Objektivität, Richtigkeit und Wahrheit im Sinne des Presserechts. Auch in Zukunft werden nur Zeitungen die umfangreiche Vielfalt von Informationen vorhalten, die sich selbst gebildete und interessierte Personen nur selten durch eigene Recherche erschließen können.


Foto: Angelika Saade, Geschäftsführerin des Osterholzer Kreisblatt.
Fotocredit: Osterholzer Kreisblatt.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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