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Digitale Potenziale in der Landwirtschaft

Tim Brauckmüller (Geschäftsführer des Breitbandbüro des Bundes) beim Vortrag am 28.11.2017 beim landwirtschaftlichen Unternehmertag 2017 in Dresden.

„Landwirtschaft 4.0: Digitale Revolution auf dem Acker“ lautete das Motto des landwirtschaftlichen Unternehmertages 2017 zu dem die Volksbanken Raiffeisenbanken Sachsen am 28. November in Dresden einluden. Thomas Müller, Sprecher des Vorstandes der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG eröffnete die Veranstaltung, auf der die geladenen Referenten die Potenziale von Digitalisierungsprozessen im landwirtschaftlichen Arbeitsalltag aufzeigten.

Tim Brauckmüller vertrat als Geschäftsführer das Breitbandbüro des Bundes und war einer der Hauptredner des Unternehmertages. In seinem Vortrag berichtete er über den Stand der Breitbandversorgung in Deutschland und Europa, wobei er besonderen Fokus auf den ländlichen Raum legte. Brauckmüller spannte den Bogen zu Digitalisierungspraktiken in der Landwirtschaft, die durch den Ausbau schneller Breitbandanschlüsse und moderner Funkstandards vor allem die Produktionsprozesse optimieren werden. Europaweit nimmt Deutschland bei der Breitbandverfügbarkeit im ländlichen Raum momentan einen mittleren Platz ein – mit deutlicher Tendenz nach oben in einem sehr dynamischen Umfeld, wie Brauckmüller betonte.

Clemens Delatrée, Geschäftsführer der green spin GmbH, die sich auf Datenanalyse landwirtschaftlicher Kennzahlen spezialisiert hat, erklärte in seinem Beitrag die Potenziale dieser Methode. Demnach könne mittels der Daten, die auf dem Feld generiert und gesammelt werden, eine Echtzeitauswertung für landwirtschaftliche Flächen erfolgen.

Wie man sich die Vorteile der Digitalisierung bei der Rationsberechnung von Tierfutter zu Nutze machen kann, darüber gab Carsten Gieseler, Geschäftsführer der fodjan GmbH, Auskunft. Die interaktive, internetbasierte Software ermöglicht eine optimierte Fütterung, die nicht nur die Reduktion der Futterkosten, sondern auch eine Verbesserung der Tiergesundheit ermögliche, so Gieseler.

Einig waren sich alle Referenten, dass die Schaffung eines stabilen infrastrukturellen Fundaments als Voraussetzung für Digitalisierungsmaßnahmen in der Landwirtschaft notwendig ist.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben Tim Brauckmüller auch Gerhard Förster, Vizepräsident des Sächsischen Landbauernverbandes e. V. und der Agrarblogger Marcus Holtkötter teilnahmen, vertrat das Breitbandbüro des Bundes die Position, dass Investitionen in kabelgebundene Infrastruktur für absehbare Zeit nur einmal veranschlagt werden müssten und auf lange Sicht nicht veralten, während sich die Endgeräte stetig weiterentwickeln würden. Die Anforderung an schnelle und ausfallsichere Netze, Datensicherheit und Düngemittelverordnung sowie der Einsatz sozialer Medien als Promotor einer modernen Landwirtschaft bildeten die weiteren Themen der Diskussion, bevor ein vom Kommunikationsberater Dietrich Holler (vox viridis) moderierter Schlusstalk die mit über 300 Gästen gut besuchte Veranstaltung abrundete.


Foto: Tim Brauckmüller (Geschäftsführer des Breitbandbüro des Bundes) beim Vortrag am 28.11.2017 beim landwirtschaftlichen Unternehmertag 2017 in Dresden.
Fotocredit: BBB.

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