• Startseite
  • „Digitale Technologie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn dem Besucher Entwicklungen visualisiert werden sollen“

„Digitale Technologie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn dem Besucher Entwicklungen visualisiert werden sollen“

Spektakulär geht es zu beim Ozeaneum in Stralsund. Dafür sorgt zum einen die spannende Architektur des Museums, bei der organische Formen auf kühle Glaskonstruktionen treffen. Zum anderen können die Besucher im Innern lebensgroße Walmodelle in Augenschein nehmen oder in mehreren Aquarien die vielfältige Unterwasserwelt beobachten. Im Rahmen der Informationskampagne Breitband@Mittelstand sind wir am Wochenende vor dem naturkundlichen Museum, um über Digitalisierung sowie Breitbandausbau zu informieren. In welcher Form digitale Technologie im Ozeaneum eingesetzt wird, darüber konnte uns Diana Meyen, Teamleiterin Marketing/Presse- und Öffentlichkeit, im Vorfeld Auskunft geben.


Breitbandbüro des Bundes: Aus welchem Grund sind die Themen Digitalisierung und Breitbandausbau für das Ozeaneum wichtig?
Diana Meyen: Das Ozeaneum Stralsund ist ein modernes Museum mit Aquarien als lebendige Ergänzung zu den Ausstellungen. Originalexponate stehen im Vordergrund der Ausstellungsgestaltung und werden punktuell mit multimedialen Anwendungen ergänzt. Letztere sind inzwischen ebenfalls ein integraler Bestandteil eines modernen Museums. Dennoch haben wir festgestellt, dass klassische Exponate für unsere Vermittlungsarbeit eine sehr wichtige Rolle spielen. Wir entscheiden also bei jedem Thema ganz individuell, mit welchen Instrumenten wir es an den Besucher bringen.

Breitbandbüro des Bundes: Wie verbinden Sie im Ozeaneum die Darstellung natürlicher Lebensräume mit digitaler Technologie?
Diana Meyen: Digitale Technologie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn dem Besucher Entwicklungen, wie zum Beispiel die Ausbreitung des Inlandeises im Ostseeraum während der letzten Eiszeit, visualisiert werden sollen oder Exponate alleine nicht ausreichen. Walgesänge muss man beispielweise hören und im Zusammenspiel mit stimmungsvollen Lichteffekten erzielen wir eine völlig andere Wirkung, als allein mit den imposanten Nachbildungen der Wale im Originalmaßstab.

Breitbandbüro des Bundes: Bei welchen Exponaten nutzen Sie bereits digitale Applikationen?
Diana Meyen: In unserer Ostsee-Ausstellung können Besucher an einem interaktiven Wissenstisch verschiedene Szenarien zu Problemen und damit verbundenen Auswirkungen von Schifffahrt, Tourismus oder Landwirtschaft rund um die Ostsee entdecken. Mit einem interaktiven Fischereispiel probieren Jugendliche auf spielerische Weise aus, wie nachhaltiger Fischfang betrieben werden kann. Und die Gesänge, Besonderheiten und Probleme, denen die Riesen der Meere ausgesetzt sind, erleben unsere Besucher in einer Multimediainszenierung unter unseren originalgroßen Walmodellen.

Breitbandbüro des Bundes: Wie wird sich ein naturkundliches Museum wie das Ozeaneum durch den Einfluss von Digitalisierung zukünftig verändern?
Diana Meyen: Unserem Ausstellungskonzept werden wir auch in Zukunft treu bleiben und dieses mit digitalen Medien ergänzen, wo es sinnvoll ist. Aber unser Museum ist ja mehr als nur die Ausstellung. Im Besucherbereich bieten wir WLAN an und auf unserer Webseite sind Onlinetickets buchbar. Gerade haben wir unsere erste Spiele-App herausgebracht, bei der die Nutzer sich auf die abenteuerliche Reise eines verirrten Wals begeben. In den technischen Bereichen, der Verwaltung und auch für die Sammlungsarbeit ist die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken.


Foto oben: Der Stralsunder Hafen mit dem Ozeaneum.
Fotocredits: Ozeaneum Stralsund/Johannes Maria Schlorke.
Fotos unten: Das Ozeaneum aus verschiedenen Perspektiven außen sowie Ausstellungsraum und Aquarium.
Fotocredits unten: Ozeanum Stralsund/Johannes-Maria Schlorke; Peter Sandbiller (Luftaufnahme).

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

BBB Logo


Breitbandbüro des Bundes
T 030 60 40 40 6-0
F 030 60 40 40 6-40
E kontakt(at)breitbandbuero.de



Postanschrift
Postfach 64 01 13
10047 Berlin