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Digitalisierung aus Sicht der IHK Neubrandenburg

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern war am 27. März 2017 Gastgeberin für unsere Roadshow „Unterwegs für Deutschlands digitale Zukunft“.
Heide Klopp, Leiterin Bereich Recht / E-Government bei der IHK Neubrandenburg, für das Breitbandbüro war an diesem Tag dabei und stellt im Dialog mit dem Breitbandbüro das Thema „Digitalisierung“ aus Sicht der IHK Neubrandenburg dar.

Breitbandbüro des Bundes: Welche konkreten Aufgaben sehen Sie für die Arbeit der IHK Neubrandenburg bei den Themen „Digitalisierung“ und „Breitbandnetz“?

Heide Klopp: Wir begleiten das Thema Breitbandausbau schon seit über acht Jahren. 2008 wurde eine Arbeitsgruppe Breitband in der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommerns zur Unterstützung der Kommunen bei der Breitbandversorgung eingerichtet. Die IHK Neubrandenburg war Mitglied. Konkret ging es um Projekte, die sich mit der Breitbandversorgung in den Gemeinden beschäftigten.
Im ständigen Dialog mit Landräten, Wirtschaftsförderern, Bürgermeistern und der Wirtschaft wurden weitere Möglichkeiten gesucht, schnelles Internet für alle zu erhalten. Daher war es uns auch sehr wichtig, die Roadshow Breitband@Mittelstand nach Neubrandenburg zu holen, um vor Ort über den Breitbandausbau und das neue Sonderprogramm für Gewerbegebiete zu informieren. Dabei haben wir auch immer das Thema Digitalisierung im Blick. Wir stellen in Veranstaltungen, in unserer Kammerzeitschrift „Faktor Wirtschaft“ und auf der IHK-Website regelmäßig Best-Practice-Beispiele und die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Techniken vor.
Generell sind die Betriebe in der Kammerregion sehr offen für das Thema Digitalisierung und haben dementsprechend viele Fragen: Es geht um die Angebote auf dem Markt, die Unternehmen müssen entscheiden, was ihnen weiterhilft. Wichtig ist der Blick auf die Kosten, Digitalisierung muss finanzierbar bleiben. Nicht zuletzt geht es auch immer darum, die Mitarbeiter mitzunehmen.
Seit November 2016 haben wir im Hause auch einen direkten Ansprechpartner für das Thema Digitalisierung. Unternehmen und Existenzgründer aus unserem Kammerbezirk können sich anbieter- und produktneutral und vor allem kostenfrei zum Thema informieren bzw. ihre Fragen stellen. Dazu bieten wir einen monatlich stattfindenden Digitalisierungssprechtag an. Beispielsweise geht es um die Gestaltung einer Website: „Was kann der Unternehmer machen, damit er im Internet auch gefunden wird? Welche Möglichkeiten bieten Suchmaschinen sonst noch zur Optimierung?“
Aber auch zu betriebsinternen Vorgängen wie die Einrichtung eines Dokumentenmanagementsystems kann sich der Unternehmer Tipps geben lassen. Darüber hinaus planen wir weitere Angebote für unsere Unternehmen, um diese für aktuelle und wichtige Themen aus der digitalen Welt zu sensibilisieren.
Eine weitere wichtige Aufgabe wird es sein, Unternehmen aus der IKT-Branche zusammenzuführen, zu vernetzen und gemeinsame Aktivitäten zu gestalten.

Breitbandbüro des Bundes: Welches Beispiel der Digitalisierung in der IHK-Region Neubrandenburg hat Sie in letzter Zeit besonders begeistert?

Klopp: Beeindruckt bin ich von einem Marketingberater nahe der polnischen Grenze, zu dessen Zielgruppe Physiotherapie-Praxen aus der Region zählen. Wir alle wissen, dass in diesen Praxen Mitarbeiter knapp sind und Kunden nicht selten lange auf einen Termin warten müssen. Kundendaten, Rezepte und Unterschriften können digital auf einem Tablet erfasst und abgelegt werden. Das spart viel Zeit und Kosten.
Kürzlich lernte ich noch zwei junge Männer in Greifswald kennen, die eine Online-Rechtsberatungsplattform gegründet haben. Wie das genau funktioniert, wollen sie mir in den nächsten Tagen persönlich erklären.
Derzeit läuft der Wettbewerb WeDoDigital der IHK-Organisation, bei dem alle IHK-Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern ihre digitalen Erfolgsgeschichten vorstellen können. Dabei kann es z. B. um neue digitale Wege gehen, Kunden zu erreichen, die Entwicklung von digitalen Produkten und Dienstleistungen, der Einsatz von digitalen Technologien (3-D-Druck, Roboter usw.) oder ein komplett (neues) digitales Geschäftsmodell. Ich bin gespannt auf die Bewerbungen aus unserem Kammerbezirk.

Breitbandbüro des Bundes: Wenn sich über Nacht ein Wunsch beim Thema „Digitalisierung“ für die IHK Neubrandenburg erfüllen würde: Welcher wäre dieser?

Klopp: Wir brauchen schnelles und bezahlbares Internet für die Unternehmen und deren Kunden, aber auch für die Kommunikation mit der Verwaltung. Damit eröffnen sich viele neue Chancen und Möglichkeiten, von denen alle profitieren können.

Breitbandbüro des Bundes: Gerne ein offenes Wort über unsere Roadshow „Unterwegs für Deutschlands digitale Zukunft“, die am 27. März 2017 bei Ihnen zu Gast sein durfte: Was fällt Ihnen dazu ein?

Klopp: Das Mobil vor unserem Hause hat in jedem Fall für viel Aufmerksamkeit gesorgt und auch Nachbarn angelockt, die sich sonst eher nicht mit den Themen Breitband und Digitalisierung beschäftigen. Spannend fand ich auch die Kommunikation über den fahrbaren Telepräsenzroboter [siehe Foto], den Sie mitgebracht haben. Damit bieten sich neue interessante Kommunikationswege. Aber dafür brauchen wir eben eine breitbandige Internetanbindung.


Foto oben: Heide Klopp (Leiterin Bereich Recht / E-Government bei der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern), Sebastian Rölke (Fördermittelberater Gewerbegebiete atene KOM GmbH) und Torsten Haasch (Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern) (l-r) am 27. März 2017 mit dem Telepräsenzroboter des Informationsmobils des Breitbandbüros.
Fotocredit: BBB / Florian Schuh

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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