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„Digitalisierung bietet die Möglichkeit Arbeitsprozesse zu vereinfachen und zu automatisieren“

Das Unternehmen Motionact wurde 2014 von dem Mediendesigner (BA) André Weber gegründet.
Der Unternehmenssitz ist der Weinort Dernau an der Mittelahr, in direkter Nähe zu Bad Neuenahr-Ahrweiler, Koblenz und dem Köln-Bonner Raum. Dort, abseits des Verkehrsrummels und durch die Nähe zur Natur, lassen sich sehr gut kreative Ideen entwickeln – so André Weber. Sein Dienstleistungsspektrum umfasst Entwicklung des Konzepts und des grafischen Designs, die Erstellung des Films oder der Animation sowie Vertonung und Auswahl/ Komposition der passenden Musik.

Im Interview mit dem Breitbandbüro des Bundes gibt André Weber Einblick in seine Arbeit als Mediendesigner.


Breitbandbüro des Bundes: Was verstehen Sie unter ,,Digitalisierung“?
André Weber: Unter Digitalisierung verstehe ich den Vorgang, indem Daten und Informationen verarbeitet werden. Es ist mittlerweile überall anzutreffen und nimmt einen starken Einfluss auf unser Alltags- und Berufsleben.

Breitbandbüro des Bundes: Welche Rolle spielen Computertechnologie und Digitalisierung bei Ihrer täglichen Arbeit?
Weber: Eine sehr große Rolle, denn ohne leistungsstarke Rechner und den entsprechenden Grafik Tools wären Animationsfilme viel aufwändiger und teurer zu produzieren. Gerade die Digitalisierung bietet die Möglichkeit Arbeitsprozesse zu vereinfachen und zu automatisieren, das spart enorm Zeit ein, besonders bei komplexen Animationsprojekten.

Breitbandbüro des Bundes: Nennen Sie konkrete Beispiele, bei denen digitale Lösungen in Ihrem Unternehmen Anwendung finden.
Weber: Die Verarbeitung der Filmclips von der Kamera über den Schnittrechner bis zur Finalisierung und Präsentation läuft ausschließlich auf digitalem Weg ab. Das gleiche gilt auch für die Produktion von Computeranimationen und Visualisierungen.

Breitbandbüro des Bundes: Stichwort „Gerade die Digitalisierung bietet die Möglichkeit Arbeitsprozesse zu vereinfachen und zu automatisieren“: Haben Sie ein konkretes Arbeits-Beispiel aus Ihrer eigenen Erfahrung?
Weber: Ich wurde von der Kreisverwaltung Ahrweiler beauftragt einen Film über das 200-jährige Jubiläum des Kreises Ahrweiler zu realisieren, in dem die vor dem Gebäude stehende, bronzene Skulptur „Amtsbote“ plötzlich zum Leben erwacht und sich nachts in den Büros über die Geschichte informiert. Um dies zu verwirklichen, habe ich die originale Skulptur virtuell nachgebaut und mit einem Skelett und mit Controllern (Character Rig) ausgestattet. Nach dem Dreh musste diese in die reale Büro-Umgebung integriert werden. Dafür waren unter anderem auch Szenen geplant, indem sich die Hauptfigur mehrfach Notizen macht. Um die Steuerung der rechten Hand- und Fingergelenke für die Schreib-Animation zu vereinfachen, waren in dem und auch in anderen Fällen node-basierte Schaltungen notwendig. Dazu gibt es auch ein „Behind The Scenes„.

Breitbandbüro des Bundes: In Ihrem Blog geben Sie Einblicke in einzelne Produktionsschritte bei Ihnen. Auf welche konkreten digitalen Lösungen setzen Sie in Zukunft?
Weber: Momentan wird jeder virtuelle Charakter von Hand animiert. In Zukunft könnte ich mir vorstellen diese mit Hilfe des Motion-Capture-Verfahrens (Bewegungserfassung) zum Leben zu erwecken. D.h. ich bin dann nicht mehr Stunden mit dem Timen der einzelnen Gelenke und Körperteile beschäftigt, sondern hätte diese stattdessen in kürzester Zeit vorliegen. Eine Nachbearbeitung der Bewegungsabläufe wäre aber dennoch notwendig, denn Fehler treten sowohl beim Handanimieren als auch bei dem revolutionären Motion-Capturing auf.


Foto und Fotocredit: André Weber / Motionact.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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