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Ein musikalischer Schatz auf Pellworm

Die Turmruine der Alten Kirche St. Salvator auf Pellworm am 01.08.2018. Foto: BBB/Florian Schuh

Auch am zweiten Tag unserer Insel-Tour 2018 auf Pellworm begrüßte das Kampagnenteam interessierte Besucher im Informationsmobil am Hafen. Neben den Mitarbeitern des Breitbandbüros des Bundes (BBB) standen auch Mitarbeiter des Breitband-Kompetenzzentrums Schleswig-Holstein (BZKSH) für Fragen zum Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Verfügung. Bereits gestern ergaben sich durch den gerade startenden Glasfaserausbau auf Pellworm viele Fragen seitens der Inselbewohner zu den individuellen Anschlussmöglichkeiten der Häuser.

Wir nutzten unseren Aufenthalt auf Pellworm natürlich auch für eine kleine Entdeckungstour der Marschinsel. Neben dem sanften Tourismus bildet vor allem die Landwirtschaft einen der wichtigsten Wirtschaftszweige der Insel. Davon zeugen die großzügigen Weideflächen mit Schafen und Kühen, die ein idyllisch grünes Landschaftsbild schaffen. Durchbrochen werden die eher flachen Gefilde von einigen wenigen Gebäuden, die vor allem in früheren Zeiten als Orientierungsmarke für die Schifffahrt dienten. Neben dem rot-weiß-gestreiften Leuchtturm an der Ostküste zählt hierzu die Turmruine der Alten Kirche St. Salvator aus rotem Backstein an der Westküste der Insel. Beide sind heute Wahrzeichen von Pellworm.

Die Turmruine der Alten Kirche birgt einen großen Schatz, der noch heute regelmäßig zu hören ist: eine Arp-Schnitger-Orgel aus dem Jahr 1711. Arp Schnitger war einer der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit und schuf etwa 180 Neu- und Umbauten von Orgeln in seinen Werkstätten. Seine Orgeln aus der Barockzeit sind der norddeutschen Orgelschule zuzuordnen, einer Stilrichtung in der Orgelmusik, die im 17. Jahrhundert in Norddeutschland entstand. Schnitgers erster großer Auftrag vom Kirchenvorstand der St.-Nikolai-Kirche umfasste eine Orgel mit 67 Registern, vier Manualen, Pedal und mehr als 4.000 Pfeifen. Damals war dies vermutlich eines der größten Instrumente der Welt. Leider wurde es beim Großen Brand von Hamburg zerstört.

Eine digitale Karte der noch heute existierenden Arp-Schnitger-Orgeln in Norddeutschland und den Niederlanden findet sich im Orgelatlas Ostwestfalen-Lippe. Das Musikfest Bremen engagiert sich derzeit für die Anerkennung der noch erhaltenen Arp-Schnitger-Orgeln als UNESCO-Welterbe zum 300. Todestag des Orgelbauers im Jahr 2019. Das wäre schon die zweite Auszeichnung mit Bewahrungspflicht der UNESCO für Pellworm – das Wattenmeer rund um die Insel gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Pellworm und das Wattenmeer sind ein Touristen-Magnet. Daher war das Kampagnenteam des BBB wenig überrascht einige Touristen am Informationsmobil begrüßen zu können, die Fragen zum Breitbandausbau in ihren Heimatregionen hatten. Unsere nächste Station auf der Insel-Tour 2018 führt uns dann nach Föhr.

Das Informationsmobil vor dem Leuchtturm auf Pellworm am 01.08.2018. Foto: BBB/Florian Schuh


Titelfoto: Die Turmruine der Alten Kirche St. Salvator auf Pellworm.
Foto unten: Das Informationsmobil vor dem Leuchtturm auf Pellworm.
Fotocredits: BBB / Florian Schuh

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