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Europäische Kommission genehmigt VULA-Produkte

Glasfasertechnik - Leerrohre, Kabel und Verbindungsstücke sind am 16/03/2017 in Wernigerode in der Hochschule Harz ausgestellt.

Mit Schreiben vom 11. August 2017 hat die Europäische Kommission drei von Deutschland eingereichte VULA-Produkte (VULA=Virtual Unbundled Local Access) genehmigt. Bei den drei VULA-Zugangsprodukten handelt es sich um Konfektionierungen des virtuellen Netzzugangs, die von der Deutschen Telekom, der Net Cologne sowie der DNS:Net vorgeschlagen wurden.

Hintergrund des Verfahrens ist der Umstand, dass bei Einsatz der Vectoring-Technologie der physische Netzzugang für Wettbewerber eingeschränkt wird. Die EU-Beihilfeleitlinien für den Breitbandausbau sehen aber einen offenen Netzzugang zwingend für geförderte Breitbandausbauten vor. Im Rahmen der Genehmigung der NGA-Rahmenregelung des Bundes, die auch die Förderfähigkeit der Vectoring-Technologie zum Gegenstand hat, hat die EU-Kommission deshalb vorgegeben, dass die Vectoring-Technologie in Breitbandfördergebieten erst eingesetzt werden darf, wenn für die Nachfrager ein genehmigtes VULA-Produkt angeboten wird. Die Genehmigung der VULA-Produkte stellt sicher, dass als Ersatz für die Beschränkung des physischen Netzzugangs virtuell entbündelte Zugangsprodukte bereitgestellt werden, die der physischen Entbündelung funktional gleichwertig sind.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Europäischen Kommission. Die öffentliche Fassung der Entscheidung kann hier eingesehen werden.

Die Genehmigung ist – da diese Möglichkeit explizit nur nach der NGA-Rahmenregelung vorgesehen ist – auf Breitbandfördervorhaben nach der NGA-Rahmenregelung beschränkt. Die Bundesregierung arbeitet mit Nachdruck daran, dass Vectoring – sofern Wettbewerbern genehmigte VULA-Produkte angeboten werden – auch in solchen Fördergebieten zum Einsatz kommen darf, in denen der Breitbandausbau nicht nach der NGA-Rahmenregelung, sondern nach anderen genehmigten Beihilfeprogrammen erfolgt.


Fotocredit: BBB/Florian Schuh.

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