Glasfaser für den ländlichen Raum

Auf der Jahrestagung der Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg in St. Leon-Rot stand am 1. März der Breitbandausbau in Baden-Württemberg im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Digitale Infrastruktur für die Zukunft: schnell und flächendeckend“ tauschten sich Vertreter von Politik, Wirtschaft und Verbänden zu Zukunftsperspektiven und aktuellen Entwicklungen der digitalen Infrastruktur im Bundesland aus.

Nach den Grußworten von Dr. Gerhard Faix, Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, Jürgen Roth, Bürgermeister der Gemeinde Tuningen und Vorsitzender der Clearingstelle „Digitale Infrastruktur für den Ländlichen Raum Baden-Württemberg“, und Roger Kehle, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, in denen bereits die Förderung des Breitbandausbaus thematisiert wurde, sprach sich Thomas Strobl, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg, deutlich für ein flächendeckendes Glasfasernetz im Bundesland aus, das alle Häuser und perspektivisch auch alle Wohnungen erreichen soll.

Im Anschluss betonte Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum, Verbraucherschutz und Landwirtschaft des Landes Baden-Württemberg, die Bedeutung digitaler Infrastruktur für den ländlichen Raum.

Dem schloss sich Tim Brauckmüller, Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes, an. In seinem Redebeitrag stellte er die notwendige Konzentration auf Glasfaserinfrastruktur und deren flächendeckende Verbreitung in den Mittelpunkt und betonte, dass der Ausbau digitaler Infrastruktur allen zu Gute kommen müsse. „Der Fokus auf die Privathaushalte ist nicht mehr ausreichend. Wir müssen den Breitbandausbau als Regionalentwicklung begreifen. Krankenhäuser, Gewerbegebiete, Schulen, soziale Einrichtungen – die gesamte Breite öffentlicher Institutionen gilt es mitzunehmen.“ Um dies zu erreichen, müsse die zentrale strukturpolitische Herausforderung des Breitbandausbaus als Gemeinschaftsaufgabe begriffen werden. Eine Kooperation von Bund, Land, Kommunen, Kreisen und Wirtschaft sei notwendig, so Brauckmüller.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte Landrat Stefan Dallinger den erfolgreichen Glasfaserausbau im Rhein-Neckar-Kreis vor. Walter Berner von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg beleuchtete die mobile Breitbandversorgung im ländlichen Raum und ging dabei vor allem auf LTE und 5G ein.

Am Nachmittag fand ein Podiumsgespräch mit Wirtschaftsvertretern zu Zukunftsperspektiven des Netzausbaus in Baden-Württemberg statt. Abschließend wurden praktische Fragen zum Breitbandausbau besprochen. Unter anderem ging es unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis: Aktuelle Fragen und Antworten“ um das DigiNetzG, die Nutzung von Synergien beim Glasfaserausbau und alternative Verlegtechniken.


Foto: Stefan Dallinger (Landrat Rhein-Neckar-Kreis), Dr. Michael Zügel (Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg), Dr. Gerhard Faix (Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg), Walter Berner (Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg), Dr. Wolfgang Kreißig (Präsident Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg), Tim Brauckmüller (Geschäftsführer Breitbandbüro des Bundes; v.l.n.r.) auf der Jahrestagung der ALR Baden-Württemberg am 01.03.2018 in St. Leon-Rot.
Fotocredit: Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg.

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