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Glasfaser und 5G als Grundpfeiler einer zukunftsfähigen Infrastruktur

Wolfgang Heer (Geschäftsführer BUGLAS) am 5. Juni 2018 beim BUGLAS Sommerfest in Norderstedt.

Mehr als 200 Besucher trafen sich am 5. Juni im Norderstedter Kulturwerk am See, um auf dem BUGLAS Sommerfest über neueste Entwicklungen des Breitbandausbaus und der Digitalisierung zu diskutieren. Zu den Gästen der vom Bundesverband Glasfaseranschluss e. V. (BUGLAS) organisierten Tagung zählten Vertreter von Mitgliedsunternehmen sowie weitere Akteure aus den Bereichen Telekommunikation und Digitalisierung.

Unter dem Motto „Damit Deutschland Infrastrukturweltmeister wird – Glasfaser einwechseln. Jetzt!“ stellte Wolfgang Heer, Geschäftsführer des BUGLAS, die Vision einer flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur in Deutschland vor. Den Eröffnungsworten folgte ein Video-Grußwort von Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein. Buchholz lobte darin die besondere Stellung des Bundeslandes beim Glasfaserausbau. So hätte Schleswig-Holstein frühzeitig erkannt, keine Breitband- sondern eine Infrastrukturstrategie umzusetzen. Dies erweise sich im bundesweiten Vergleich als vorteilhaft.

Anschließend referierte Dr. Iris Henseler-Unger, Geschäftsführerin WIK Consult, zum Thema „Deutscher und europäischer Glasfasermarkt 2018“. Sie plädierte für Pragmatismus beim Breitbandausbau und für eine Beschleunigung der laufenden Förderprojekte, um die Forderungen aus dem Koalitionsvertrag, bis 2025 im Glasfaserausbau weit vorne zu stehen, umzusetzen. Insbesondere gelte es vom schwedischen Pragmatismus zu lernen, so Henseler-Unger.

Auf Innovation schwor Theo Weirich, Präsident des BUGLAS und Geschäftsführer wilhelm.tel, zur Begrüßung die Gäste ein. Er appellierte an seine Verbandsmitglieder den neuen Mobilfunkstandard 5G fest in den Blick zu nehmen. 5G sei die neue Sprache des Internets, ein Standard, der es erlaube millionenfach mehr Endgeräte anzuschließen als bisher möglich. Aber: Der neue Standard bedürfe einer robusten Glasfaserinfrastruktur, so Weirich.

Auch Dr. Wilhelm Eschweiler, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, nahm die 5G-Technologie in den Blick. Er betonte das Ziel, die Mobilfunkversorgung auf dem Land zu verbessern und sprach über die anstehenden Frequenzversteigerungen, die Versorgungsauflagen und Regulierungsfragen.

Tim Brauckmüller, Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes, ging zunächst auf die Unterschiede in den Breitbandstrategien der EU-Länder ein, bevor er in seinem Vortrag die Veränderungen bei der Bundesförderung, die nun voll auf Glasfaser und FTTB (Fibre-To-The-Building) setzt, erläuterte. So soll das Antragsverfahren verschlankt werden, indem unter anderem das Scoring der Anträge und weitere Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen wegfallen. Antragstellern würde zusätzlich die Möglichkeit zum Upgrade bestehender Projekte von FTTC (Fibre-To-The-Curb)-Technologie auf FTTB-Technologie geboten. Außerdem hätten Schulen und Krankenhäuser Priorität. Weiterhin sei eine Beschleunigung der Auszahlung von Fördermitteln über ein digitales Projektüberwachungs- und Auszahlungswerkzeug möglich.

Zudem plädierte Brauckmüller dafür, jetzt die Rahmenbedingungen für einen flächendeckenden 5G-Rollout zu schaffen. Das Bundesförderprogramm Breitband erlaube es, Funkmaststandorte in Ausbaugebieten an die Glasfaser anzuschließen.

In den anschließenden Diskussionen wurden weitere Fragen zum Breitbandausbau und zur Mobilfunkversorgung beantwortet. Der Abend klang mit der BUGLAS Fiber Night direkt am Stadtparksee Norderstedt aus.

Tim Brauckmüller (Geschäftsführer Breitbandbüro des Bundes) am 5. Juni 2018 beim BUGLAS Sommerfest in Norderstedt.


Foto oben: Wolfgang Heer (Geschäftsführer BUGLAS) am 5. Juni 2018 beim BUGLAS Sommerfest in Norderstedt.
Foto unten: Tim Brauckmüller (Geschäftsführer Breitbandbüro des Bundes) am 5. Juni 2018 beim BUGLAS Sommerfest in Norderstedt.
Fotocredits: BBB/Widar Wendt.

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