In der Töpferstadt Frechen

Anfang der Woche aus dem hessischen Bad Emstal kommend, machte das Informationsmobil zunächst Halt im Ruhrgebiet in Gelsenkirchen, bevor es gestern für die Kampagne Breitband@Mittelstand etwas weiter südlich in Frechen bei Köln stoppte.

Frechen ist eine Stadt des Rhein-Erft-Kreises, liegt an den westlichen Stadtgrenzen Kölns und hat seine wirtschaftlichen Wurzeln wie so viele Gemeinden der Region im Braunkohletagebau. Dieser Wirtschaftszweig, der auf dem speziellen Bodenschatz beruht, begründete auch die Tradition Frechens als Töpferstadt.

Bereits Mitte des 16. Jahrhunderts erlebte die sehr erfolgreiche Produktion der sogenannten Frechener Bartmannkrüge einen ersten Höhepunkt. Diese als Gebrauchsgeschirr und Vorratsbehälter gefertigten Gefäße wurden bis nach Australien verschifft und zieren heute das Stadtwappen von Frechen.
400 Jahre später bewirkte die industrielle Fertigung von Steinzeug-Kanalisationsrohren eine führende Sonderstellung Frechens in der deutschen Industrielandschaft.

Die Bedeutung des Handwerks zeigt sich im Stadtbild Frechens, ebenso im jährlich stattfindenden Frechener Töpfermarkt und in regelmäßigen wechselnden Ausstellungen, in denen die handwerkliche Keramikkunst der Region in voller Bandbreite vorgestellt wird. Überwiegend finden die Exponate im Museum Keramion ihren Platz, einem futuristischen Bau von 1971, der einer Töpferscheibe nachempfunden wurde.

Auch in der Töpferei finden digitale Lösungen ihre Anwendung, etwa in der dreidimensionalen Scannung. Über die weiteren Digitalisierungstendenzen Frechens werden wir in den kommenden Tagen in unserer Rubrik BBB-aktuell berichten.


Foto: Das Informationsmobil im Hintergrund des Frechener Keramikbrunnens. Frechen, 30.11.2017.
Fotocredit: BBB / Jens Gowasch.

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