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Internet der Dinge dominierte die Hannover Messe 2017

Glasfasertechnik - Leerrohre, Kabel und Verbindungsstücke sind am 16/03/2017 in Wernigerode in der Hochschule Harz ausgestellt.

Dieses Jahr zeigten auf der Hannover Messe (24.04. bis 28.04.) besonders viele Unternehmen Ansätze und Lösungen aus dem Bereich IoT (Internet of Things). Maschinen mit elementaren Funktionen oder mehreren Achsen, verknüpfte Anlagen und Prozesse, Interaktion zwischen Mensch und Maschine oder von Maschinen untereinander, ganze Produktionsstraßen und Produktpersonalisierungen – zunehmend wird die Programmierung der Abläufe automatisiert. Das ist nur durch hochleistungsfähige Datentransfers und die Integration hochwertiger Sensorik möglich. Dies birgt über die Werkbank und den einzelnen Arbeitsort hinaus die große Gewinnpotenziale.

Auch Visualisierung spielt eine immer bedeutendere Rolle, beispielsweise bei der Einspielung von Optionen und Simulationen, die eine intuitive Steuerung ohne Kodierungsprobleme ermöglichen. Das Stichwort Augmented Reality emanzipiert sich dabei sukzessive vom spielerischen Ansatz. Voraussetzung dafür ist schnelle, breitbandige Kommunikation.

Was sich theoretisch anhört, wurde an vielen Exponaten großer Kooperationen und auch kleiner und mittlerer Unternehmen auf der Messe deutlich: Neben Innovationsschritten bei den Produkten selbst wird heute die Vernetzung von Funktionen und Standorten von der Produktidee über das Lifecycle-Management bis zur Wiederverwertung von Roh- und Wertstoffen zunehmend integriert und beschleunigt. Ein paar Beispiele:

  • Huawei und General Electric präsentierten gemeinsam einen cloudbasierten Ansatz für vorausschauende industrielle Wartung.
  • Tetra Pak und Daimler zeigten bei ihrem Cloudhost Microsoft Digitalisierungslösungen für mobiles Flottenmanagement und Kundenfeedback-Einbindung in die Produktion.
  • Siemens, Pilz, Beckhoff, SAP, IBM und Mitsubishi demonstrierten Schritte auf dem Weg von der Kostenreduzierung hin zum kognitiven Unternehmen.

Die standardisierte Datengewinnung ist dabei meist ein erster Schritt. Es folgt stets die Anforderung an die höchstqualitative und schnellstmögliche Datenübertragung zur vielfältigen Weiterverwertung. Konkrete Beispiele sind Glasfaserleitungen direkt bis in die verbauten Aktuatoren von Industrierobotern, oder hybride Lösungen, bestehend aus  leitungsgebundenen Technologien und Funktechnologien. Die zu verarbeitenden Datenströme wachsen mit der Zahl der Interaktionen exponentiell und benötigen daher neben kontinuierlicher Abdeckung permanent verfügbare Bandbreite.

Die Hannover Messe zog in diesem Jahr mit Herstellern sowie Forschungs- und Qualifizierungsinstituten aus dem Partnerland Polen und vielen Gemeinschaftsständen aus Asien, Nord- und Südamerika über 200.000 Besucher an. Einen besonderen Erfolg verzeichneten begleitende Fachveranstaltungen und Symposien, so etwa das Korean-German Smart Factory Forum. Hier wurden insbesondere mit Fachpublikum und Wissenschaftlern Trends, Voraussetzungen und Erfolge des Internets der Dinge erörtert. Die DTAG und ihr südkoreanisches Pendant demonstrierten beispielsweise erstmals erfolgreiche breitbandige Datenübertragung zur praktischen industriellen Anwendung im globalen Maßstab.

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