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„Die digitale Arbeitsweise ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken“

etage8 ist ein 2011 gegründetes Designbüro mit Sitz in Leipzig. Das Team entwickelt kundenspezifische Gestaltungslösungen im Industriedesign, Planung und Umsetzung von Messeständen, Visualisierung und Corporate Design sowie Modellbauaufträgen. Erfahrungen hat etage8 bereits in unterschiedlichen Branchen gesammelt, besonders aber im Bereich „Health Care“.

Jonathan Geffen, Geschäftsführer und Mitgründer von etage8, gab uns Auskunft zur Rolle der Digitalisierung in seinem Unternehmen.


Breitbandbüro des Bundes: etage8 ist ein vierköpfiges Design-Team mit Sitz in Leipzig. Ihre Mission ist: „Wir machen Gestaltung greifbar.“ Was meinen Sie damit konkret?
Jonathan Geffen: Industriedesign bedeutet das Design industriell gefertigter Produkte, hauptsächlich Produkte also, die man anfassen kann. Für unsere kreative Arbeit nutzen wir vor allem auch unsere Hände und nicht nur unsere Köpfe. Wir nennen das “Denken mit den Händen”. Dabei spielt es für den Kunden eine Rolle, wie wir unsere Lösungsansätze mit ihm kommunizieren. Angefangen bei Skizzen, Visualisierungen und ersten Modellen, über ausgereifte CAD-, Funktions- oder Volumenmodelle bis hin zum fertigen Prototypen und fotorealistischen Renderings – wir geben uns Mühe, die Arbeit die wir tun, für den Kunden greifbar zu machen.

Breitbandbüro des Bundes: Auf Ihrer Website sehen wir, dass bei Ihnen gesägt, geschliffen und auch mit dem 3-D-Drucker produziert wird. Wie digital arbeitet etage8 bei der Umsetzung der Projekte für die Kunden?
Geffen: Obwohl die meisten unserer Aufgaben sich um handfeste Produkte drehen, ist die digitale Arbeitsweise aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Wir zeichnen beispielsweise auf Papier – aber auch auf Zeichenbildschirmen. Wir bauen Modelle aus Pappe, Holz oder Metall – aber auch aus digitalen Linien und Flächen im CAD-Programm. Wir erarbeiten Zeit- und Aufgabenpläne in Gesprächen und Meetings – nutzen aber digitale Werkzeuge, um diese zu dokumentieren und unseren Fortschritt zu kontrollieren. Wir binden digitale Lösungen fluid zusammen mit analogen Prozessen ein. Ein gutes Beispiel ist die Arbeit an unseren Möbeln aus der Möbelmarke MORMOR. Wir planen die Möbel bis zur letzten Schraubenwindung digital und bauen dann 1:1 Modelle in unserer Werkstatt, zum Teil mit Sägen, Bohrern und Feilen, aber eben auch mit 3-D-Drucker oder Laserschneider.

Breitbandbüro des Bundes: Für welche segensreiche digitale Erfindung sind Sie bei Ihrer Arbeit immer wieder dankbar?
Geffen: Ohne digitale Fertigungsmöglichkeiten wie 3-D-Drucker, CNC Fräsen, Laserschneider, etc. würde uns die Arbeit vor allem als kleines Startup erheblich erschwert werden. Oftmals müssen für Modelle gewisse Teile hergestellt werden, die sehr komplex sind und handwerklich nicht genau genug hergestellt werden können, ohne dafür erhebliche Kosten auf sich nehmen zu müssen. Auf dem Computer schnell als Datei erzeugt, ist aber eine kostengünstige und schnelle Fertigung mit diesen digitalen Tools machbar.

Breitbandbüro des Bundes: Wir sind neugierig, wie es mit etage8 weitergehen wird und welche Rolle digitale Lösungen dabei spielen werden. Was sind Ihre Pläne für die nächsten Jahre?
Geffen: Wir sind auch neugierig auf die Zukunft. Wir haben mit viel Elan, Liebe und Zeit zwei eigene Möbelmarken auf die Beine gestellt, die wir unbedingt zum Erfolg bringen wollen. Wir wollen nicht nur greifbare Gestaltung im ästhetischen Sinne machen, sondern wir wollen auch, dass unsere Arbeit für andere greifbar ist. Zum Beispiel, indem wir soziale Missstände angehen und so die Welt durch unser Know-how ein kleines bisschen besser machen. Wir wollen vor allem weiterhin Spaß an unserer Arbeit haben, mit aufregenden Aufgaben konfrontiert werden und inspirierende Menschen kennenlernen. Gerne wollen wir auch weiterhin mit unseren Aufgaben wachsen – im ideellen Sinne, wie auch örtlich und personell an unserem Standort Leipzig.


Foto oben: Jonathan Geffen (2.v.re.) mit Kollegen und Kollegin von etage8: Benjamin Hein (re.), Willi Möller (li.) und Kirstin Overbeck.
Credit Foto oben: Phillip Hiersemann.
Foto unten: Jonathan Geffen (2.v.re.), Willi Möller (li.) Benjamin Hein (2.v.li.) und Kirstin Overbeck mit Stephan Lentzsch (Breitbandbüro des Bundes, re.) am 20.06.2017 vor dem Informationsmobil.
Credit Foto unten: BBB/Jens Gowasch.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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