• Startseite
  • „Ohne Breitbandverbindungen verlieren wir den Anschluss an die Zukunft“

„Ohne Breitbandverbindungen verlieren wir den Anschluss an die Zukunft“

Fabstone Geschäftsführer Steffen Zöller mit dem symbolhaften 3D-Nachdruck des 30 St Mary Axe, auch The Gherkin genannt. Das Breitbandbüro des Bundes besuchte und interviewte Fabstone im Rahmen der Kampagne Breitband@Mittelstand im Februar 2018.

Die fabstone GmbH hat eine Plattform zur Vernetzung und Bündelung bestehender und zukünftiger 3-D-Drucksysteme entwickelt. Weiterhin dient die Plattform als Testumgebung für 3-D-Druck. Die entwickelte Plattform bietet allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeit, praxisnahe Produktionsabläufe zu simulieren und dient auch als Basis für die Umsetzung einer Grundlagenausbildung in der additiven Fertigung. Das 2015 gegründete Unternehmen aus Erfurt stellte das Breitbandbüro des Bundes bereits im Rahmen seiner Best Practice-Reihe vor. Im Vorfeld unseres Unternehmensbesuchs in der thüringischen Landeshauptstadt am 12. Februar 2018 sprachen wir mit Geschäftsführer Steffen Zöller insbesondere über die Zusammenarbeit mit anderen ortsansässigen Unternehmen und zukünftige Entwicklungen im Geschäftsbereich.

Breitbandbüro des Bundes: Sie sind mit der Burghold & Frech GmbH geschäftlich verbunden und teilen sich auch die Räumlichkeiten. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Digitaldruck. Wie passt das zusammen? Ist Digitaldruck verglichen mit 3-D-Druck nicht etwas von gestern?
Steffen Zöller: Digitaldruck ist ein spannendes Segment innerhalb der Geschäftstätigkeit der Burghold & Frech GmbH. Ich bin selbst manchmal erstaunt, was alles möglich ist: Von digital gedruckten Veredelungen mit verschiedenen Farben über den smarten Verpackungsdruck bis zur gedruckten Elektronik auf flexiblen Etiketten ergeben sich viele Möglichkeiten. Einen weiteren Teil nehmen digitale Anwendungen ein, vorrangig der Digital Workplace, intelligente Büromaschinen und ihre Vernetzung, aber auch die künstliche Intelligenz beim Erfassen von Daten und Zusammenhängen. Das ist mindestens genauso spannend wie 3-D-Druck. Die Basis der fabstone GmbH, der 3-D-Druck und die Bildung, kommen ebenfalls aus der Burghold & Frech GmbH. Durch die räumliche Nähe profitieren wir stark voneinander.

BBB: In welcher Form arbeiten die beiden Unternehmen zusammen?
Steffen Zöller: Wir nutzen gemeinsame Ressourcen, entwickeln zusammen Marketingmaßnahmen und teilen uns Manpower. Die fabstone GmbH brauchte gerade in der Startphase Unterstützung in vielen Bereichen. Ideen können sich nur entwickeln, wenn man auch mal über den Tellerrand schaut und neueste Technologien miteinander verknüpft.

BBB: Ein weiteres Unternehmen an dem Sie beteiligt sind heißt ArcWork GmbH und ist gerade in Gründung. Sie wollen es auf der Gründermesse Ignition in Erfurt vorstellen. Was hat es damit auf sich?
Steffen Zöller: Die ArcWork GmbH hat sich ebenfalls aus der Burghold & Frech GmbH entwickelt. Ziel ist es, unsere innovativen Lösungen in der Digitalisierung, der Collaboration und des Enterprise Social Network in die Cloud zu bringen und zu vermarkten. Erste Ergebnisse werden wir auf der Gründermesse Ignition präsentieren. Wir zeigen den Besuchern, wie sie den digitalen Wandel für sich nutzen können, wie aufwendige papiergebundene, teure und bremsende Prozesse in eine einfache digitale Arbeitsweise gewandelt werden können.

BBB: Wie sehen Sie als Experte die Zukunft der additiven Fertigung – also dessen, was man landläufig unter 3-D-Druck versteht? Was sind die wichtigsten anstehenden Entwicklungen in diesem Bereich?
Steffen Zöller: Der 3-D-Druck leitet die dritte industrielle Revolution ein. Mit 3-D-Druckern beschleunigen die Industrie, das Handwerk, die Wissenschaft und die Medizin ihre Innovationen. Die Vielfalt der Entwicklungen hier darzustellen würde den Rahmen deutlich sprengen. Bezogen auf mein Spezialgebiet in der Bildung möchte ich Folgendes sagen: Es ist keine nebensächliche Frage mehr, ob wir unserer Jugend Zugang zum 3-D-Druck ermöglichen. Es besteht früher oder später für ein Land wie Deutschland ein hohes Risiko, seine Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren und durch diesen Verzug in zehn oder 20 Jahren in enormen Nachholbedarf zu geraten. Während mehr und mehr Länder ihren Nachwuchs über diese Instrumente ausbilden, benötigen wir auch Fachleute auf nationaler Ebene in diesem Bereich und müssen Schüler und Studierende auf die Herausforderungen der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts vorbereiten. Gerade der Einstieg in dieses komplexe Thema ist hierbei oftmals eine Herausforderung.

BBB:Welche Rolle spielen in dieser Zukunft schnelle Breitbandverbindungen?
Steffen Zöller: Eine sehr große. Ohne Breitbandverbindungen verlieren wir den Anschluss an die Zukunft, lassen sich weder unsere digitale Bildungsplattform, noch unsere Cloudlösungen effektiv betreiben. Der Breitbandausbau und die sich daraus ergebenden leistungsfähigen Internetverbindungen ermöglichen uns allerdings Rahmenbedingungen, durch die wir erfolgreich am Markt bestehen und positiv in die Zukunft sehen können.


Foto: fabstone Geschäftsführer Steffen Zöller mit dem symbolhaften 3D Nachdruck des 30 St Mary Axe, auch The Gherkin genannt.
Fotocredit: fabstone GmbH.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

BBB Logo


Breitbandbüro des Bundes
T 030 60 40 40 6-0
F 030 60 40 40 6-40
E kontakt(at)breitbandbuero.de



Postanschrift
Postfach 64 01 13
10047 Berlin