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Ottersberg möchte mit Glasfaserausbau gewinnen

Zu der circa 30 Kilometer östlich von Bremen gelegenen Gemeinde Flecken Ottersberg gehören fünf Ortschaften in denen insgesamt etwa 12.500 Menschen leben. Durch viel Eigeninitiative konnten beinahe alle Ortsteile mit schnellem Internet versorgt werden. Über den Status quo des Breitbandausbaus und weitere Maßnahmen in Ottersberg sprachen wir mit Bürgermeister Horst Hofmann.

Breitbandbüro des Bundes: Welche Bedeutung hat der Breitbandausbau für die Gemeinde Flecken Ottersberg?
Horst Hofmann: Auch in unserer Einheitsgemeinde Ottersberg wollen natürlich alle Einwohner am weltweiten Datenverkehr teilnehmen. Durch die Verteilung unserer Ortschaften auf 99 km² hat es in der Vergangenheit Ortsteile gegeben, in denen nur ISDN-Verbindungen und auch die Mobiltelefonie nur bedingt möglich war. Dadurch fühlten sich die Bewohner etwas von der Welt abgeschnitten: Schüler hatten nicht den erforderlichen Kontakt zum Schülernetzwerk und Firmen waren nicht mehr konkurrenzfähig. Den „Ausschluss von der Außenwelt“ können sicher alle nachfühlen, die die Situation ohne Breitbandanschluss erlebt haben.

BBB: Wie ist der aktuelle Stand bei der Glasfaserverlegung in Ihrer Gemeinde?
Horst Hofmann: Da kann ich Erfreuliches melden, denn meine erste Antwort konnte ich ja als Vergangenheit darstellen. Nahezu alle Ortsteile sind mittlerweile bei Übertragungsbandbreiten angekommen, die eine uneingeschränkte Internetnutzung zulassen. Diesen Ausbau kann ich vermelden, weil wir hier als Gemeinde die Initiative ergriffen und den Ausbau wie den Betrieb selbst in die Hand genommen haben. Unsere Neubaugebiete und auch die meisten Gewerbebetriebe sind zudem bereits mit Glasfaser bis ins Haus (FTTH) versorgt und angebunden. Gerade konnten wir auch unser Schulzentrum mit Glasfaser anbinden und in den Computerräumen ist es jetzt auch bei 30 Arbeitsplätzen kein Problem mehr, dass alle online und superschnell sind.

BBB: Welche Herausforderungen und Chancen sehen Sie für Flecken Ottersberg bei dem Thema Breitbandausbau?
Horst Hofmann: Die eindeutige Herausforderung hier bei uns ist die finanzielle Belastung, die wir auf uns genommen haben, da neben den Fördermitteln auch Eigenmittel eingebracht werden müssen. Auch personell und in der Planung standen und stehen wir vor der Herausforderung, die nächsten Ausbauschritte anzupacken und fortzuführen. Die Chance sehe ich für die ganze Gemeinde darin, dass wir mit einer Breitbandinfrastruktur aufwarten können, die für Bürgerinnen, Bürger und Wirtschaftsunternehmen mittlerweile zur selbstverständlichen und erwarteten Lebensgrundlage gehört.

BBB: Bei welchen konkreten Projekten wird die Ottersberger Bevölkerung zukünftig von den Vorteilen des Breitbandausbaus profitieren?
Horst Hofmann: Wir sind jetzt dabei, das Ziel zu verfolgen, für alle Gebäude einen FTTH-Anschluss zu realisieren. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe und ohne Fördermittel wird es nicht überall machbar sein. Ich denke, diese Infrastruktur wird in Kürze genauso selbstverständlich sein wie ein Stromanschluss. Standorte ohne Glasfaserausbau werden als Wohnort und als Wirtschaftsstandort verlieren. Und wir wollen lieber gewinnen!


Foto: Horst Hofmann, Bürgermeister Flecken Ottersberg.
Fotocredit: Flecken Ottersberg.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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