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Sachsen – Geschichte voller Konflikte, Kurfürsten und Könige

Der Freistaat Sachsen, in dem wir heute unterwegs sind, bezieht seinen Namen vom frühmittelalterlichen Herzogtum, dessen Namen von den Sachsen, einem ursprünglich in Norddeutschland beheimateten Volk, abgeleitet wurde. Weder das eine noch das andere hat direkt mit dem heutigen Bundesland Sachsen zu tun.
Bis zum Hochmittelalter war das Gebiet des heutigen Sachsens Heimat und Durchzugsgebiet unterschiedlichster Völker: Kelten, Semnonen, Hunnen, Langobarden, Thüringer, Slawen, Franken. Nur die Römer schafften es nie bis dorthin.

Berühmt sind vor allem die Könige und Herzöge, die Sachsen seit dem Mittelalter prägten. Allen voran sind die Wettiner zu nennen. Sie gelten als eines der ältesten deutschen Adelshäuser. Von ihrem Stammsitz – die Burg Wettin, nordwestlich von Halle, heute Sachsen-Anhalt – aus nahmen sie ab dem 10. Jahrhundert bedeutenden Einfluss auf die deutsche und europäische Politik und Geschichte. Bis in die Neuzeit brachten sie beispielsweise Monarchen in Polen, Belgien, Großbritannien oder Portugal hervor. Im 12. Jahrhundert wurden unter dem Wettiner Markgrafen Otto dem Reichen Städte wie Leipzig und Freiberg gegründet.

Sachsen war im Laufe seiner Geschichte Schauplatz vieler Kriege. Besonders der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) hatte hier verheerende Auswirkungen. Sachsen konnte sich jedoch gut erholen, da es als Mutterland der Reformation Anlaufpunkt vieler protestantischer Glaubensflüchtlinge des Habsburgerreiches war und mit Bodenschätzen und guten Böden beste Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Wiederaufbau hatte. Im Jahre 1697 konvertierte Kurfürst Friedrich August I. (August der Starke) – ebenfalls ein Wettiner – aus machtpolitischen Gründen zum katholischen Glauben. Unter ihm erlebte Sachsen eine enorme wirtschaftliche und kulturelle Blüte, die sich noch heute in zahlreichen Bauten, vor allem in der Landeshauptstadt Dresden, widerspiegelt.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde aus dem Kurfürstentum Sachsen ein Königreich, das bis zum Ende des Ersten Weltkrieg existierte. Der letzte König, Friedrich August III. war gleichzeitig der letzte Wettiner an Sachsens Spitze.

Nach Nationalsozialismus und DDR nennt sich das Bundesland Sachsen heute wieder „Freistaat“, wie schon zwischen 1918 und 1933. Die Infokampagne ist dort noch bis kommende Woche unterwegs.


Foto: Das Informationsmobil in Dresden vor dem „Goldenen Reiter“, der Reiterstatue August des Starken.
Fotocredit: BBB/Jens Gowasch.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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