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Telekom will Vectoring im Nahbereich der Hauptverteiler einsetzen

Am 23.02.2015 hat die Deutsche Telekom bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) einen Antrag auf regulatorische Änderungen im Rahmen des Zugangs zur Teilnehmeranschlussleitung gestellt. Gegenstand des Antrages ist die Absicht der Deutschen Telekom zukünftig VDSL2-Vectoring auch im Nahbereich der Hauptverteiler (sogenannter A0-Bereich) einzusetzen. Dies ist momentan nicht zulässig, da es bisher in dem ca. 550 Meter Reichweite umfassenden Areal um die Vermittlungsstellen herum allen vor Ort anwesenden Kollokationsanbietern erlaubt war, VDSL2 ohne Vectoring einzusetzen. In einem Netzsegment kann aber immer nur ein Anbieter Vectoring gleichzeitig anbieten, daher waren zuvor von der Bundesnetzagentur verbindliche Regeln für den VDSL2-Ausbau an Kabelverzweigern aufgestellt worden. Daher könnte es bei einem regulierten Einsatz von Vectoring im Nahbereich dazu führen, dass alternative Anbieter zur Telekom dort zukünftig keine VDSL2-Dienste mehr auf Basis eigener Infrastruktur anbieten könnten.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, erklärte zum Antrag der Telekom: „Die zuständige Beschlusskammer wird die Vorschläge des Unternehmens jetzt im Rahmen eines transparenten und ergebnisoffenen Verfahrens mit allen interessierten Marktakteuren ausführlich diskutieren und anschließend zügig eine Entscheidung treffen“

Der Antrag der Telekom sowie weitere Informationen zum Verfahren sind auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Am 13. März 2015 wird eine erste öffentlich mündliche Anhörung über den Antrag vor der zuständigen Beschlusskammer 3 stattfinden.

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