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„Unser Unternehmen stellt den Kundennutzen an erste Stelle; die digitale Technik hilft uns dabei, diese Lösungen zeitgemäß und intelligent umzusetzen“

Die JUMO GmbH & Co. KG ist ein Anbieter von innovativen Produkten im Bereich der Mess-, Regel und Automatisierungstechnik. Als familiengeführtes Unternehmen in der dritten Generation beschäftigt JUMO heute weltweit über 2.100 Mitarbeiter. Das Produktspektrum umfasst die gesamte Messkette vom Sensor bis zur Automatisierungslösung für die Messgrößen Temperatur, Druck, Flüssigkeitsanalyse, Durchfluss, Füllstand und Feuchte. Zur Unternehmensgruppe zählen fünf Niederlassungen in Deutschland, 24 Tochtergesellschaften im Ausland sowie mehr als 40 Vertretungen weltweit.
JUMO ist – so das Selbstverständnis des Unternehmens„heute Weltmarktführer im Bereich der industriellen Temperaturfühler und zeichnet sich durch einen besonders hohen Innovationsgrad, eine überdurchschnittliche Fertigungstiefe und ein breites Produktspektrum aus.

Wir hatten die Gelegenheit, von Christoph Trott (Leitung Produktmanagement Automation) zu erfahren, welche Rolle die Digitalisierung bei JUMO spielt.

Breitbandbüro des Bundes: Was verstehen Sie unter „Digitalisierung“ und welche Bedeutung hat diese konkret für JUMO?
Christoph Trott: JUMO verfügt über ein umfangreiches Portfolio an industrieller Mess-, Regel- und Automatisierungstechnik für die verschiedensten Branchen. Digitalisierung bedeutet für uns vor allen Dingen, dass diese Technik im Sinne der horizontalen und vertikalen Integration immer besser vernetzt wird. So kann ein deutlicher Mehrwert für unsere Kunden entstehen.

Breitbandbüro des Bundes: Was können wir unter horizontaler und vertikaler Integration verstehen?
Trott: Beide Begriffe stammen aus dem Umfeld der Industrie 4.0. Horizontale Integration bedeutet die Vernetzung zwischen einzelnen Maschinen, Anlagen oder Produktionseinheiten. Vertikale Integration vernetzt über Hierarchieebenen hinweg – vom Sensor bis in die Business-Ebene des Unternehmens. Im Bereich der horizontalen Integration leistet JUMO mit der Entwicklung digitaler, smarter Sensoren einen wichtigen Beitrag zur besseren Vernetzung auf der Produktionsebene. Im Bereich der vertikalen Integration bieten wir – basierend auf unserem hauseigenen Automatisierungssystem – umfangreiche Engineering-Dienstleistungen an. So können selbst komplexe Prozesse leichter gesteuert und überwacht werden. Durch den Einsatz von Webtechnologien und Apps spielt dann auch der Standort der Anlage keine Rolle mehr.

Breitbandbüro des Bundes: Im Jahr 1978 haben Sie erstmals Mikroprozessortechnik in JUMO-Geräte aufgenommen und dazu gehörende Software entwickelt. Nach welchen Kriterien richten Sie sich bei dem Einsatz von digitaler Technik bei der Entwicklung Ihrer Produkte und Lösungen?
Trott: JUMO stellt den Kundennutzen an erste Stelle; die digitale Technik hilft uns dabei, diese Lösungen zeitgemäß und intelligent umzusetzen. Dabei steht für uns nicht das technisch Machbare im Mittelpunkt, sondern das, was für unsere Kunden wirklich sinnvoll ist. So könnten zum Beispiel jetzt schon viele Prozesse und Anlagen, in denen JUMO-Technik verbaut ist, komplett durch Apps gesteuert werden. Aus Sicherheitsgründen wollen das aber derzeit unsere Kunden noch nicht.

Breitbandbüro des Bundes: Stichwort „Sicherheit von digitalen Lösungen“: Wir hören aus Ihrer Antwort, dass diese für Ihre Kunden sehr bedeutend ist. Wie stellt sich JUMO auf speziell diese Kundenanforderung ein?
Trott: Sowohl im Bereich der funktionalen Sicherheit (Stichwort „Safety Integrity Level (SIL“) als auch in der manipulationssicheren Aufzeichnung von Prozessdaten sind Datensicherheit und Datenschutz von entscheidender Bedeutung, wir haben hierzu eigene Lösungen entwickelt, die unseren Kunden einen hohen Schutz bieten. Auch hier ist unsere hohe Wertschöpfungstiefe entscheidend. Da wir die Software im eigenen Haus schreiben, können wir direkt Einfluss nehmen. Dies ist zwar aufwändiger als auf externen Lösungen aufzubauen, bringt aber eine höhere Sicherheit für unsere Kunden.

Breitbandbüro des Bundes: Welche Rolle spielen Computertechnologie und Digitalisierung bei Ihrer täglichen Arbeit?
Trott: Unsere Arbeitsbedingungen verändern sich mit hoher Geschwindigkeit, dies betrifft sämtliche Bereiche unserer Wertschöpfungskette. Von der Kundenakquise, über den Vertriebsprozess, die Produktion, den Einkauf, hin zu Logistik und Service. In jedem Bereich und insbesondere durch die Verknüpfung der Prozesse erhöht die Digitalisierung die Effizienz und die Durchgängigkeit der Informationen.

Breitbandbüro des Bundes: Wenn Sie auf die letzten Jahre zurückschauen: Welche Erwartungen hat die Digitalisierung bei JUMO in besonderem Maße erfüllt?
Trott: Wir befinden uns aktuell in der Transformation, für ein Resümee ist es deutlich zu früh, da neben den positiven Effekten auch Unwägbarkeiten auftauchen, die zu lösen sind und somit zu einem erfolgreichen Gesamtbild werden. Kurzum – wir haben große Möglichkeiten nachhaltig den Unternehmenserfolg zu steigern, diese Chance werden wir bei JUMO nutzen.


Foto oben: Christoph Trott, Leitung Produktmanagement Automation bei der JUMO GmbH & Co. KG.
Foto unten: JUOMO-Werk Fulda.
Fotocredit: JUMO.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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