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Vielfältige Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz

Ganz im Zeichen des Themas „Künstliche Intelligenz“ (KI) stand der diesjährige Digital Kongress, der sich jährlich mit Themen des Digitalen Wandels befasst und am 11. April 2018 in Frankfurt am Main stattfand.

Das große Potenzial der selbstlernenden Systeme liegt darin, die Menge der heute vorhandenen Daten zu verknüpfen, Muster und Zusammenhänge zu erkennen sowie komplizierte Aufgabenstellungen in immer höherer Geschwindigkeit lösen zu können. Künstliche Intelligenz trägt so dazu bei, Prognosen zu verbessern und komplexe Entscheidungsprozesse zu unterstützen.

Tarek Al-Wazir (Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung) sieht die KI unter anderem als neues Geschäftsfeld, das durch die Digitalisierung eröffnet wurde. Der Digitalisierung kann bereits die Reduzierung von Materialverbrauch sowie die Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz zugeschrieben werden. Der KI sprach Al-Wazir erhebliches wirtschaftliches Potenzial zu, das dann genutzt werden könne, wenn die Datensicherheit geklärt und sichergestellt sei, betonte der Politiker in seinem Vortrag.

Dieses Thema griff Anna Geyer vom Handelsverband Deutschland auf, die eine Staffelung bezüglich der Sensibilität von verwendeten Daten und Einsatzgebieten einfordert. So sei die Datensicherheit etwa bei Gesundheits- und Finanzdienstleistungen anders zu bewerten als beim Onlinehandel.

In diesem Zusammenhang wies Chris Boos, Gründer und CEO des IT-Unternehmens Arago sowie Pionier für Künstliche Intelligenz, darauf hin, den Menschen die Angst vor dieser Technologie zu nehmen. Dies könne vor allem über eine umfassende und qualifizierte Bildung im Digitalisierungsbereich erreicht werden, so Boos, der zum jetzigen Entwicklungsstand die Optimierung eines bestimmten Prozesses und die Multiplikation des eigenen Wissens als hauptsächlich eingesetzte Merkmale der KI bezeichnete.

Wie sich diese Merkmale der KI in der Kultur und Kreativwirtschaft darstellen können, zeigte Holger Volland auf, Vice President der Frankfurter Buchmesse. Volland berichtete u. a. davon, dass in Japan der erste von selbstlernenden Systemen geschriebene Roman erschienen ist, der aufgrund seiner guten Schreibweise die 2. Runde eines Wettbewerbs erreichte. Neben Texterzeugnissen konnte Volland auch von Musik, Malerei und Videoformaten berichten, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz generiert wurden.

Als eine von insgesamt sieben Start-ups und Hochschulen konnte sich die Trout GmbH auf dem Kongress präsentieren, die Künstliche Intelligenz im Automotive-Bereich vorstellte. Maschinelles Lernen kann zur Analyse von Vitalitätsdaten verwandt werden, um während der Autofahrt Stresslevel, Müdigkeit und Aufmerksamkeitspotential zu bestimmen. Die Sensoren – verbaut im Fahrersitz – sollen im Gefährdungsfall Warnsignale geben.

Dass Künstliche Intelligenz trotz immer intensiverer Entwicklungsstufen dennoch noch nicht das menschliche Gehirn ersetzen könne, veranschaulichte Dr. Boris Nikolai Konrad (Hirnforscher, Donders Center for Cognitive Neuroimaging in Nijmegen).

Der Hessische Digital Kongress zeigte anschaulich und aus verschiedenen Blickwinkeln die facettenreichen Möglichkeiten der Selbstlernenden Systeme auf.


Foto: Symbolfoto.
Fotocredit: © Peshkova/shutterstock.com.

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