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Breitbandausbau hilft der Tourismusbranche im Wangerland

Reisen funktioniert, von virtuellen Spezialangeboten einmal abgesehen, heute noch immer auf analoge Weise: Der Körper bewegt sich durch den Raum von einem Ort zum anderen. Dennoch ist die Tourismusbranche schon seit Jahren ein intensiver Nutzer digitaler Angebote. Flug- und Hotelbuchungen, Bewertungsportale, virtuelle Rundgänge, Sprachsoftware und nicht zuletzt die Möglichkeit, sich an jedem Ort der Welt mittels digitaler Karten zu orientieren, haben den Tourismus verändert und die Optionen für Urlaubs- und Abenteuerreisen stark vermehrt.
Wir sprachen anlässlich unseres Aufenthaltes in Schillig im Wangerland mit Armin Kanning, Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH, über die digitale Transformation des Tourismus.


Breitbandbüro des Bundes: Herr Kanning, was bedeutet Digitalisierung für die Tourismusbranche?

Armin Kanning: Die Digitalisierung ist bei uns im Tourismus angekommen. In den Betrieben der Tourismusbranche hat der digitale Wandel bereits vor Jahren begonnen. Buchungen im Internet oder auch in den ortsansässigen Tourist-Informationen werden längst elektronisch verwaltet. E-Mailanfragen sind wohl aus keinem Betrieb mehr wegzudenken. Die Digitalisierung wird die Tourismusbranche in den nächsten Jahren weiter grundlegend verändern und vor neue Herausforderungen stellen. Wer diese Aufgabe aktiv angeht, wird künftig belohnt.
Wie wichtig digitaler Service ist, zeigt bereits heute die Tatsache, dass 90 Prozent aller Buchungen mindestens zu einem Zeitpunkt online recherchiert werden. Insbesondere in der Inspirationsphase wird das Internet stark genutzt.
Alle Angebote einer Destination müssen daher digital aufgenommen und regelmäßig gepflegt werden. Zusätzlich spielen die Bewertungen der Reiseerlebnisse in den sozialen Netzwerken und auf Online-Portalen eine wichtige Rolle.

BBB: In welcher konkreten Situation setzen Sie bei Wangerland Touristik auf digitale Lösungen?

Armin Kanning: Uns ist es wichtig, dass wir unseren Gästen speziell nach deren Vorlieben passende Angebote digital zur Verfügung stellen können. Dies bedeutet beispielsweise, dass wir während des Urlaubsaufenthaltes auf aktuelle Veranstaltungen hinweisen. Diese sollten dann möglichst auch online buchbar sein. Denn nur dann wird der „digitale Rundumservice“ wertvoll. Gäste zu informieren, deren Reise zu vereinfachen und ein einzigartiges Urlaubserlebnis zu ermöglichen ist unser Ziel.
Unser touristischer Bereich umfasst mehrere Außenstellen. Diese Schwimmbäder, Strände, Campingplätze, Tourist Informationen usw. müssen zukünftig noch besser miteinander vernetzt sein, um Mitarbeiter schnell informieren zu können und um unseren Gästen, auch in den Außenbereichen, ein digitales Angebot zur Verfügung zu stellen. Umso wichtiger ist es für das Wangerland, dass der Breitbandausbau schnellstens vorangetrieben wird.

BBB: Können Sie konkrete Beispiele nennen, in denen digitale Anwendungen zum Tragen kommen?

Armin Kanning: Sicherlich sind wir bereits mit vielen digitalen Arbeitsabläufen vertraut. Unterkunftsbuchungen werden im Online-Reservierungssystem durchgeführt, das Meldescheinwesen wird ebenfalls digital genutzt.
Diese einzelnen Arbeitsabläufe werden in verschiedenen Softwarelösungen angewendet. Um einen effektiven und schnellen Zugriff auf alle Daten zu ermöglichen, ist eine einheitliche Lösung unumgänglich.

BBB: Was bedeutet Digitalisierung für Sie? Was verbinden Sie mit diesem Begriff?

Armin Kanning: Digitalisierung drückt sich unter anderem durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien, modernisierte Endgeräte sowie dem verstärkten Einsatz von Online-Anwendungen aus. Aufgrund der Komplexität unseres Unternehmens ist ein Standardkonzept für die Digitalisierung nicht möglich. Hier fordert der digitale Wandel individuelle und kreative Lösungen.

Digitalisierung verändert die Unternehmensorganisation und -kultur. Innovation ist im Tourismus der Schlüssel, um eine führende Marktposition zu erlangen und zu halten. So werden neuartige Arbeitsstrukturen im Unternehmen eingesetzt, um noch schneller und effektiver mit unseren Partnern zusammenarbeiten zu können. In vielen Fällen zeigt sich, dass vor allem flexible, netzwerk- und kompetenzbasierte Modelle der Unternehmensführung den Herausforderungen der Digitalisierung gerecht werden können.

BBB: Was werden bei Ihnen die nächsten Schritte bei der Digitalisierung sein?

Armin Kanning: Die Wangerland Touristik GmbH befindet sich derzeit aktiv im Digitalisierungsprozess und wird dabei von einem spezialisierten Unternehmen unterstützt. Während des Digitalisierungsprozesses haben sich verschiedenste Ziele in der Umsetzung ergeben.
Hier einige Beispiele:

  • Zentrale digitale Dokumentenablage
  • Digitale Buchungsmöglichkeit aller Leistungen
  • Cloudbasierte Anwendungen und Daten, endgeräteunabhängig

Über die Buchung hinaus den Gast mit Tipps, Infos und besonderen Angeboten begleiten zu können, ist unser vorrangiges Ziel. Eine Plattform, die während der Urlaubstage vor Ort einen Zugriff möglich macht, bringt dem Gast einen echten Mehrwert und schafft eine besondere Verbindung zwischen unseren Gästen und uns als Wangerland Touristik GmbH. Direkt nach der Buchung möchten wir durch personalisierte Ansprache und die kompakte Vermittlung von wichtigen Reiseinformationen, die speziell auf den Gast zugeschnitten sind, ein aktives Destinationsmanagement betreiben. Das schafft Nähe zwischen den lokalen touristischen Leistungsträgern, intensiviert die Zusammenarbeit und festigt Kooperationen.

Eine Bewertung der einzelnen Angebote ist für uns ebenfalls von enormer Wichtigkeit. Dadurch erhalten wir Hinweise zur Nachfrage einzelner Leistungen und zur Zufriedenheit. Die Evaluation dieser Daten ermöglicht es uns, neue Angebote zu entwickeln werden.


Foto: Armin Kanning, Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH.
Fotocredits: Armin Kanning/Wangerland Touristik GmbH.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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