Was ist eigentlich ein Pfingstochse?

Pfingsten steht vor der Tür. Unsere Infokampagne macht an den Feiertagen Pause. Daher haben wir ein wenig Zeit für einen Blick auf die Herkunft der Redensart „Der ist ja geschmückt wie ein Pfingstochse!

In der Alpenregion ist das Pfingstochsen-Brauchtum recht lebendig. Am Pfingstsonntag wird in manchen Dörfern ein prächtig geschmückter Ochse in einer Prozession mit den anderen Herdentieren durch die Straßen zur Alm geführt. So beginnen für die Tiere die Monate auf den Wiesen und Almen. Aus Freude über die nun anstehende sommerliche Zeit wird der Ochse bunt verziert. Was dabei zum Einsatz kommen kann: Blumen, Stroh, Zweige, Bänder.

Wer als Mann bei stattlicher Kleidung in den Augen anderer übertreibt, erntet dann das Attribut „Pfingstochse“. Diese Bezeichnung fällt auch noch in einem weiteren Zusammenhang: Wer an Pfingsten als Letzter aus den Federn kommt, wird ebenfalls gerne als „Pfingstochse“ bezeichnet. Die Konsequenz daraus: Wenn schon Langsschläfer, dann nach dem Aufstehen eher schlichte Kleidung. Sonst ist aus gutem Grund die Bezeichnung „Pfingstochse“ gleich doppelt nachvollziehbar … .


Fotocredit: Rafaela Beddig / www.rafischatz-photography.de

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